Balkon & Terrasse
Balkonverglasung

Alles zum Thema Balkonverglasung

Ein eigener Balkon ist natürlich eine tolle Sache: Man kann gemeinsam mit der Familie draussen essen oder abends mit Freunden warme Sommernächte ausklingen lassen. Schlechtes Wetter zerstört jedoch nicht selten jede gute Stimmung - und wenn es abends einmal kalt werden sollte, möchte nicht jeder mit dem gedeckten Tisch ins Wohnzimmer umziehen.

21 Januar 2016

Die Lösung ist eine praktische Balkonverglasung. Moderne Balkonverglasungen sorgen dafür, dass Wind und Wetter keine Chance haben und gleichzeitig dennoch keinerlei Einschränkung der Sicht stattfindet. Man erhält somit eine Art Wintergarten, den man nach Wunsch auch wieder komplett öffnen kann, wenn es draussen warm ist.

Welche Vorteile bietet eine Balkonverglasung?

Es gibt viele Gründe, sich für eine Balkonverglasung zu entscheiden. Allen voran ist der vorteilhafteste Aspekt dabei sicherlich, dass man den Balkon viel öfter und auch länger nutzen kann als es normalerweise der Fall wäre. Denn: Es spielt keine Rolle, ob es draussen regnet oder stürmt – wenn ein Balkon verglast ist, kann man trotzdem gemütlich mit Freunden zusammensitzen und den Abend geniessen.
Ein weiterer grosser Vorteil ist, dass die Verglasung dabei helfen kann, hohe Heizkosten zu reduzieren. Wird eine Verglasung angebaut, so entsteht praktisch ein Art Puffer zwischen der eigentlichen Aussenwand des Hauses und den Innenräumen. Der Effekt: Die Wärme bleibt länger erhalten und die Aussenwände kühlen nicht so schnell aus.

Ebenfalls praktisch ist, dass man es sich künftig sparen kann, jedes Jahr im Herbst die Balkonmöbel in den Keller zu räumen und die Pflanzen nach innen zu bringen. Die Balkonverglasung isoliert Wärme hervorragend – man gewinnt also sozusagen einen weiteren Raum dazu und hat somit mehr Wohnfläche zur Verfügung.

Was bei einer Balkonverglasung beachtet werden muss

Etwas, das bei der Installation einer Balkonverglasung berücksichtigt werden muss, ist, dass eine entsprechende Dämmung nötig ist. Sollte man den nun verglasten Balkon an die Heizungsanlage der Wohnung koppeln, entwickelt sich zudem ein neuer Wohnraum, für den man im Normalfall eine Baugenehmigung benötigt. Ebenfalls müssen die Richtlinien des EnEV beachtet werden. Sollte man den Balkon nicht heizen wollen, ist es zum Beispiel erforderlich, dass man ihn vom Rest der Wohnung thermisch abgrenzt. Eine Balkontür reicht hier völlig aus.

Wichtig ist dennoch, sich bei der Stadtverwaltung zu informieren, ob eine Baugenehmigung notwendig ist, denn die Regelungen unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern teilweise stark voneinander. Auch benötigen Sie das Einverständnis des Vermieters, um den Balkon verglasen zu können. Übrigens: Auch wenn es sich um eine Eigentumswohnung handelt, so muss der geplante Umbau zuvor in jedem Fall mit der Eigentümergemeinschaft besprochen werden.

Welche Arten der Balkonverglasung gibt es?

Möchte man seinen Balkon verglasen, so hat man unterschiedliche Möglichkeiten bzw. Glasarten. So sollte es sich mindestens um ein Einscheibensicherheitsglas handeln – noch besser ist allerdings zwei- oder auch dreifach isoliertes Glas, da dies eine bessere Wärmedämmung bietet – dadurch reduzieren sich natürlich auch die Heizkosten.

Bei den Profilen der Fenster spielt der Dämmwert ebenfalls eine entscheidende Rolle. So sind Fensterprofile aus Kunststoff besonders wärmedämmend und leicht zu pflegen, aber nicht die stabilste Lösung. Deutlich robuster sind dagegen Materialien wie Holz oder auch Aluminium. Zwar bietet Holz eine hervorragende Wärmedämmung, jedoch benötigt dieses auch immer wieder Pflege, damit es ansehnlich bleibt. Häufig entscheidet sich man daher für Holz, das auf der Aussenseite mit Aluminium verkleidet wird und somit langlebiger wird. Möchte man die Balkonverglasung ausschliesslich mit Aluminiumprofilen ausstatten, dann ist eine zusätzliche Wärmedämmung nötig.

Darüber hinaus wird zwischen verschiedenen Systemen der Verglasung unterschieden, die man sich näher ansehen sollte, bevor man eine Entscheidung trifft.

Eine erste Möglichkeit ist zunächst das Faltglassystem. Dieses gestaltet es leicht, den Balkon in den warmen Monaten offen zu nutzen, da man den Wintergarten praktisch einfach nur aufzuschieben braucht. Dabei werden die Glaselemente wie eine Art Fächer an der Seite zusammengeschoben. Ein kleiner Nachteil ist, dass die Isolierung bei Faltglassystemen meist aufwändiger ist als bei anderen Lösungen.

Die zweite Möglichkeit ist, Profile mit flexiblen Laufschienen zu installieren. Auch hier lässt sich die Balkonverglasung grösstenteils öffnen. Die Scheiben werden dafür einfach an die Seite geschoben, auch eine Beschattung ist kein Problem, sofern es sich um ein Schiebesystem handelt.

Die dritte Variante ist die Festverglasung, welche in der Regel auch am preiswertesten ist. Entweder kann sie gar nicht oder nur durch kippbare bzw. sich normal öffnende Fenster geöffnet werden. Der grosse Vorteil für den Winter ist, dass diese Konstruktion eine sehr gute Wärmedämmung bietet, ohne dass dafür viel Aufwand für die Installation anfällt.

Teilverglasung vs. Vollverglasung – was ist am besten?

Ob man eher für eine Teilverglasung oder für eine Vollverglasung wählt, entscheidet sich primär danach, wie gross der Balkon ist. Die meisten Menschen entscheiden sich aus einer Kombination aus freiliegender und mit Glasscheiben umgebener Fläche, da diese den Vorteil bietet, dass sich die Verglasung komplett schliessen lässt und dennoch ein Teil des Balkons offen bleiben kann.

Hinsichtlich der Preise ist es wichtig, sich vorher umfassend zu informieren. In jedem Fall lohnt sich die Installation für jeden, der seinen Balkon liebt, dennoch sollte man die Kosten nicht unterschätzen. Neben einer guten Kalkulation ist es ausserdem wichtig, dass vorher eine statische Prüfung des Balkons vorgenommen wird, um sicherzugehen, dass der Umbau überhaupt durchgeführt werden kann.

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