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Korkboden

Alles zum Thema Korkboden

Heutzutage ist die Auswahl an Bodenbelägen riesig und bietet für jeden Geschmack und Bedarf etwas Passendes. Nicht nur Parkett, Fliesen und Laminat sind beliebte Bodenbeläge für das Haus, sondern auch Korkboden zählt seit vielen Jahren zu den populärsten Varianten. Die Vorteile sind zahlreich, die Nachteile dagegen überschaubar - somit ist dieses natürliche Material hervorragend für einen besonders natürlichen und dennoch stilvollen Look im Haus.

21 Januar 2016

Fest steht, dass die Zeiten, in denen Korkboden eine schlichten „Pinnwand-Look“ hatte, längst vorbei sind: Korkböden sind heutzutage in den unterschiedlichsten Formen und Farben erhältlich, so dass man ganz sicher auch etwas findet, das zum eigenen Geschmack passt.

Die vielen Vorteile von Korkboden im Haus

Kork weist hervorragende Dämmeigenschaften auf, was nicht nur eine Menge Heizkosten sparen, sondern auch für eine angenehme Wärme auf dem Boden sorgen kann. Allein schon aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Menschen für Boden aus Kork im Schlafzimmer. Gerade wenn man morgens aus dem warmen Bett aufsteht, ist ein kalter Fliesenboden so ziemlich das Letzte, das man sich wünscht. Kork fühlt sich jedoch stets angenehm und fusswarm an, s dass auch das Barfussgehen kein Problem ist.

Weil Kork ein relativ elastisches Material ist, gibt er beim Gehen ganz leicht nach – dies wirkt sich wiederum positiv für unseren Rücken und die Gelenke aus. Dennoch müssen Sie sich keine Sorgen darum machen, dass schwere Schränke oder andere Möbel dauerhaft Dellen in den Boden drücken könnten: Diese entstehen zwar, dehnen sich aber recht schnell wieder aus, sobald das Möbelstück entfernt wird. Bleibende Beschädigungen können also auf diese Weise nicht entstehen. Betont werden muss in diesem Zusammenhang auch der hygienische Aspekt: Milben und Staub haben auf einem Korkboden keine Chance, weswegen er sich hervorragend für Menschen mit Allergien eignet.

Weiterhin ist Kork ein natürliches Produkt, das in der Regel völlig ohne Zugabe von Chemikalien auskommt, die unsere Gesundheit gefährden könnten. Das Material ist äusserst wasserabweisend und damit sehr robust. Selbst Korkboden ohne Versiegelung ist deutlich weniger anfällig für Feuchtigkeitsschäden als Parkett.

Und: Die Verlegung ist auch dann möglich, wenn man kein Fussbodenprofi ist. Auch Hobbyheimwerker schaffen es, ohne grosse Expertenkenntnisse, aber mit etwas handwerklichem Geschick einen Korkboden zu verlegen, ohne dafür einen Fachmann zu konsultieren. Genau wie auch beim normalen Laminat kann man beim Korkboden auf Platten setzen, die ein Klicksystem aufweisen und sich somit kinderleicht verlegen lassen.

Kork ist ein Material mit einer sehr guten Wärmedämmung, die sich gleichzeitig schalldämpfend auf den Boden auswirkt. Das laute „Klackern“ von hohen Absätzen, wie man es von Laminatboden und Parkett kennt, kommt bei Korkboden nicht vor.
Weil der Boden zudem antistatisch ist, lädt er sich nicht elektrisch auf und ist somit weniger staubanfällig.

Kork – ein natürlicher Rohstoff mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten

Verlegt man einen hochwertigen Korkboden, so kann man sich auf eine wunderbare, sehr komfortable Wohnatmosphäre freuen. Die Verlegung gestaltet sich relativ leicht und funktioniert entweder über ein Klicksystem oder über die klassische Variante durch Verlegung, Verklebung und Versiegelung. Auch eine schwimmende Verlegung des Bodens ist möglich. Nachdem die Dielen auf dem Boden ausgelegt sind, müssen sie lediglich miteinander verklebt bzw. mit Nut und Feder eingeklickt werden. Kork ist komplett undurchlässig für Wasser und weist eine hervorragende isolierende Wirkung auf.

Von Vorteil ist zudem: Kork ist nicht nur sehr natürlich, sondern auch äusserst pflegeleicht. Es genügt, den Boden regelmässig zu wischen oder Staubflusen mit dem Staubsauger zu entfernen. Nach vielen Jahren zeigen sich dennoch häufiger erste Gebrauchsspuren, allerdings ist dies meist für Kork kein ernsthaftes Problem. Im Falle eines Falles lässt sich massiver Kork problemlos abschleifen und wieder glätten – Beschädigungen oder Flecken sind somit in keinem Fall langfristig sichtbar.

Es gibt einige wenige Nachteile von Korkboden, die allerdings nicht weiter ins Gewicht fallen. So lassen sich beispielsweise nicht alle Arten an Korkböden mit Fussbodenheizungen ausstatten – hier müsste man, sofern man diese benötigt, ein entsprechendes Produkt wählen, welches kompatibel ist. Umgekehrt ist es somit auch nötig, auf den richtigen Boden zu achten, wenn sich im Haus bereits eine Fussbodenheizung befindet, auf der ein neuer Bodenbelag verlegt werden soll. Kork ist ein natürliches Material, das sich mit der Zeit noch etwas ausdehnt. Eine Dehnungsfuge ist daher bei der Verlegung sehr wichtig.

So pflegt man Korkboden richtig

Sobald der Korkboden einmal verlegt worden ist, gilt es nur noch, ihn entsprechend zu pflegen, damit er lange ansehnlich bleibt. Insbesondere sehr hochwertiger Korkboden sollte mehrere Jahre halten, was jedoch meist kein Problem ist. Obwohl das Material mit Temperaturen von 110 °C bis -180 °C zurecht kommt und damit eines der robustesten Materialien für den Boden darstellt, müssen dennoch einige Pflegetipps berücksichtigt werden, um lange Freude daran zu haben.

Hin und wieder sollte man den Boden mit einem Pflegeöl versehen oder auch neu versiegeln, so dass Feuchtigkeit und Verschmutzungen keine Chance haben. Auf diese Weise gestaltet sich auch das Reinigen bzw. Staubsaugen und Wischen besonders leicht. Die meisten Verschmutzungen lassen sich mit einem feuchten Lappen und etwas einfachem Putzmittel entfernen, allerdings gibt es auch spezielle Reinigungsmittel für Korkboden auf dem Markt, dessen Kauf in jedem Fall Sinn macht.

Soll Korkboden gewischt werden, muss dabei beachtet werden, dass an keiner Stelle Staunässe bzw. Pfützen entstehen. Zwar ist der Boden wasserundurchlässig und extrem robust, dennoch kann Wasser irgendwo einsickern, wenn der Druck entsprechend höher ist und ein Aufquellen der Bodenplatten zur Folge haben. Auch die Ecken des Korkbodens können sich bei zu viel Wasser nach oben rollen. In so einem Fall wäre nur ein Austausch gegen neue Platten eine langfristig zufriedenstellende Lösung.

Für den Fall, dass Korkboden einmal stark beschädigt sein sollte, lassen sich einzelne Platten meist ohne Probleme austauschen. Hierfür ist es allerdings zu empfehlen, den Austausch nicht alleine vorzunehmen, sondern einen Fachmann um Hilfe zu bitten, so dass das Ergebnis wieder aussieht wie neu.

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