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Alles zum Thema Steingarten

Immer mehr Gartenbesitzer wünschen sich einen Garten, der nicht einfach nur grün, sondern abwechslungsreich und ein Blickfang ist. Hier sind Steingärten genau die richtige Lösung. Meistens werden diese auf leicht abschüssigem Boden, der nach Süden ausgerichtet ist, angelegt und sorgen mit einer entsprechenden Gestaltung für eine wunderschöne Optik.

20 Januar 2016

Im Fokus stehen dabei Steine in allen Farben und Varianten, welche sich entweder lose in das Bild einfügen oder kunstvoll zwischen unterschiedlichen Pflanzenarten angeordnet sein können. Bei Steingärten ist eine möglichst vollsonnige Lage von Vorteil. So können die Steine tagsüber die Wärme der Sonne aufnehmen und sie dafür nachts wieder abgeben – davon profitiert das gesamte Klima im Garten.
Ein wichtiger Punkt für ein erfolgreiches Gelingen ist, dass der Boden des Gartens möglichst gut wasserdurchlässig ist.

Steingärten werden häufig zur Gestaltung von Vorgärten angelegt und sind weniger aufwändig, als es auf den ersten Blick scheint. Die Mühe lohnt sich in jedem Fall, denn man wird mit einer prachtvollen Optik belohnt. Seien Sie sicher: Es ist die Arbeit wert, wenn Sie sich einen einzigartigen Garten wünschen, um den Sie sicherlich von Ihren Nachbarn beneidet werden.

Standort und Steine – worauf beim Anlegen geachtet werden muss

Möchte man einen Steingarten anlegen, sollte dieser, wenn möglich nach Süden oder maximal Südwesten ausgerichtet werden, da so am meisten Sonnenlicht auf die Steine und Pflanzen fällt. Ebenfalls wichtig ist, dass die Anlage etwas abschüssig ist, optimal ist eine Neigung von rund 10 Grad. Auf diese Weise können die Steine die Wärme der Sonne speichern und dann an die Pflanzen abgeben, welche sich dadurch besser entwickeln.

Optimal geeignet sind Steine wie Kalkstein, Sandstein, Granit oder auch Basalt.
Berücksichtigen Sie bei der Auswahl der Steine für den Garten jedoch nicht nur die Optik, sondern auch die regionalen Witterungsverhältnisse. In der Schweiz kommen vor allem Basalt, Quarzit und Granit zum Einsatz, da das Klima in den verschiedenen Jahreszeiten sehr stark schwanken kann.

Auch ist die Struktur des Bodens sehr wichtig, insbesondere im Hinblick auf die Pflanzen, welche dort angesiedelt werden sollen. Am besten gedeihen Pflanzen in einem Steingarten, wenn ihre natürliche Umgebung sich nicht sonderlich vom Untergrund im Garten unterscheidet. Daher entscheiden sich die meisten Menschen für Pflanzen, die aus Gebirgsregionen stammen bzw. für alpine Pflanzen, die einen steinigen Boden bevorzugen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass der Regen problemlos abfliessen kann, da solche Pflanzen mit Staunässe nur schwer umgehen können. Im besten Fall ist der Boden sandig und mit einer Schicht aus Kies bedeckt.

Ehe man mit dem Anlegen des Steingartens anfängt, muss der Boden dafür umfassend von Wurzeln und Unkraut befreit werden. Damit Staunässe später keine Chance hat, ist es ausserdem wichtig, bei den Steinen für eine gewisse Stabilität zu sorgen – eine Schicht aus Kies kann Wunder wirken. Die Steine können dann beispielsweise in den Kies eingebettet werden. Bevor Sie damit beginnen, die Pflanzen einzusetzen, sollten Sie Erde und Kompost zwischen die grösseren Steine einsetzen.

Viele Gartenbesitzer sind beim Anlegen des Steingartens erst einmal bemüht, ein möglichst gerades und symmetrisches Bild zu schaffen – doch das ist gar nicht notwendig. Am schönsten und natürlichsten wirkt ein Steingarten, wenn er keinem festen Muster folgt.

Passende Pflanzen für den Steingarten

Nicht alle Pflanzen eignen sich für einen Steingarten – deshalb ist es wichtig, sich für Sorten zu entscheiden, die mit diesem besonderen Untergrund gut zurecht kommen. Optimal geeignet sind winterharte, einjährige und immergrüne Pflanzen sowie auch Staudenpflanzen. Gute Beispiele stellen hier unter anderem Polsterphlox, Blaukissen, Blauraute, Lavendel oder Dreiblattspiere dar. Optisch sehr ansprechend wirken darüber hinaus Farnarten wie der Schriftfarn oder die Mauerraute. Sie bevorzugen trockene, steinige Böden und entwickeln sich daher sehr gut

Bei den alpinen Pflanzen können Sie nicht viel falsch machen: Die meisten davon fügen sich wunderbar in den Steingarten ein und gedeihen prächtig. Eine gute Wahl sind Primeln, Nelkenwurz, Bitterwurz, Enzian oder auch die Heidenelke. Da alle diese Pflanzen sehr robust sind, können Sie den Winter in der Regel ohne Probleme überstehen und sich von alleine vermehren.

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