Boden
Dielen

Altbausanierung – Fussböden

Die Fussböden spielen bei der Altbausanierung eine grosse Rolle, denn sollen sie begradigt werden, sind einige Vorarbeiten nötig. Zu unterscheiden ist dabei, ob die alten Dielen ausgetreten sind und daher ungleichmässig hoch im Zimmer liegen, oder ob die ursprüngliche Konstruktion nicht waagerecht angebracht war, und deshalb der gesamte Fussboden eine Neigung hat.

20 Januar 2015

Verschiedene Möglichkeiten

Wollen sie die alten Böden retten, die noch intakt und auch nicht allzu krumm verlegt sind, dann können Sie diese einfach mit Nägeln oder Schrauben neu in den darunter liegenden Balken verankern. Knarren manche Stellen, kann man sich einfach behelfen, indem man dort kleine Löcher in die Dielen bohrt und mit einer Kartusche Bauschaum in das Loch füllt. Der Schaum breitet sich in dem Balkenzwischenraum aus und füllt diesen, sodass die Dielenbretter sich nicht mehr bewegen können.

Doch zumeist soll der Boden grundlegend erneuert werden. Dazu trägt man die Dielen ab und sollte auch altes Dämmmaterial aus dem Boden nehmen, das sich dort befindet. Meist ist es Stroh oder auch Sand. In manchen Gegenden, in denen es viel  Porzellanindustrie gab, sind es mitunter Schlacken, die bei  Brennvorgängen übrig blieben oder Ähnliches. Denn hier hat man früher einfach verwendet, was es billig als Abfallprodukt zu kaufen gab.

Die Balken kontrollieren

Dann kommt eine Arbeit an die Reihe, die sehr gründlich geschehen sollte, oder auch von einem Fachmann begleitet werden muss: die Kontrolle der Balken. Eine Sanierung hat hier nur Zweck, wenn die Balken im grossen und ganzen noch intakt sind. Findet man grossflächig morsches Holz oder gar Hausschwamm, sollte der ganze Boden entfernt werden.

Sind die Balken aber in Ordnung, trocken und völlig stabil, können sie nachjustiert werden, in dem man an der ein oder anderen Stelle ein wenig unterfüttert und die Zwischenräume frisch mit heutigem Dämmmaterial vollfüllt. Dabei sollten Sie überlegen, ob es mehr um Schallschutz oder um Wärmedämmung geht. Entsprechend sollte das Füllmaterial sein.

Neuer Holzboden

Auf eine solche Balkenkonstruktion werden dann neue Dielen oder auch Spanplatten verlegt. Auf die Spanplatten kann Auslegeware gespannt werden oder Fussbodenbelag. Zwar können auch entsprechende Platten aufgeschraubt werden, die ein Fliesen erlauben, doch hier ist ein Betonuntergrund die erste Wahl.

Auf den Spanplatten, die meist schwimmend verlegt werden, kann auch Laminat oder Parkett verlegt werden. Der Vorteil eines solchen Bodens: er kann immer wieder aufgenommen und erneuert werden. Auch an eventuelle Leitungen unter dem Boden kommt man wieder heran, was nicht der Fall ist, wenn sie mit Beton vergossen wurden.

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