Bauplanung & Bauleitung
Ein charmantes Bauernhaus

Bauernhaus sanieren

Idylle, Freiheit und ein besonderes Flair – das zeichnet Bauernhäuser aus. Wer sich für den Kauf eines Objektes entscheidet, muss das Bauernhaus aber zwangsweise sanieren. Doch lohnt sich der Zeit- und Geldaufwand hierfür wirklich? Und auf welche Aspekte sollten künftige Immobilienbesitzer bereits beim Kauf achten?

11 November 2016

Vor- und Nachteile eines Bauernhauses

Im Vergleich zu vielen Neubauten hat ein saniertes Bauernhaus durchaus einige Vorteile aufzuweisen. Insbesondere das grosse Raumangebot punktet bei Bewohnern, bietet es doch viel Freiraum für Kreativität. Besonders beliebt ist ein eigener Partyraum in der ehemaligen Scheune, aber auch alte Pferdestelle lassen sich in moderne Einliegerwohnungen mit Loftcharakter verwandeln.

Darüber hinaus überzeugt der Aussenbereich des Bauernhauses. Einen solch grossen Garten werden Immobilienbesitzer in städtischer Lage nicht ihr eigen nennen können. Hier bietet sich viel Platz für Grillstätten, Terrassen und Spielplätze für die Kleinen. Auch eigene Pferde können in vielen Bauernhäusern gehalten werden, sofern eine Wiese zum Grundstück gehört. Alle Vorteile im Überblick:

  • Stilvolles, einzigartiges Wohnen mit Geschichte
  • Viel Freiraum für Kreativität im Bauernhaus
  • Grosses Aussengelände
  • Möglichkeit, eigene Pferde zu halten
  • Ruhige Wohnlage

Wer allerdings den modernen Wohnkomfort eines Neubaus sucht, wird im Bauernhaus nicht glücklich werden. Ständig gibt es etwas zu sanieren, umzubauen oder auszubessern. Auch nach der aufwändigen Erstsanierung bleiben diese Arbeiten nicht aus. Zudem sollte bedacht werden, dass die Wege vom Bauernhaus zu den nächsten Einkaufsmöglichkeiten, zur Arbeit oder in die Schule recht weit sind. Schliesslich liegen die Häuser meist am Rand von Siedlungen oder direkt mitten im Grünen.

  • Grosser finanzieller und zeitlicher Aufwand bei der Erhaltung der Bausubstanz
  • Weite Wege durch die Lage im Grünen

Planung von Kauf und Sanierung des Bauernhauses

Wer sich dazu entschliesst, sein eigenes Bauernhaus sanieren zu wollen, muss zunächst ein geeignetes Objekt hierfür finden. Äusserst schwierig ist dabei die Einschätzung des Werts der Immobilie. Denn viele Mängel und Schwachstellen – gerade in Bezug auf Feuchtigkeit im Mauerwerk – lassen sich nicht ohne Weiteres feststellen.

Die Immobilie muss daher wirklich auf Herz und Nieren überprüft werden, eine einzige Begehung reicht nicht aus. Wer selbst kein Fachmann ist, sollte einen Sachverständigen zu Rate ziehen. Zwar kostet dieser schnell mehrere hundert oder tausend Franken, das investierte Kapital lohnt sich jedoch. Neben dem Wert der Immobilie sollten dabei auch gleich die Kosten für die Sanierung geschätzt werden. Auf folgende Aspekte ist das Haus zu kontrollieren:

  • Ist das Fundament solide?
  • Wie ist es um die Dämmung von Fenstern und Wänden bestellt?
  • Tritt Grundwasser in die Kellerräume ein? Gab es in der Vergangenheit bereits Wasserschäden?
  • Sind alle notwendigen Anschlüssen vorhanden und auf dem aktuellen Stand?
  • Bilden sich Risse in den Wänden?
  • Sind Spuren von Schimmel zu finden?
  • Ist das Dacht abgedichtet? Falls ja, wann muss mit einer Erneuerung gerechnet werden?

Achtung Denkmalschutz

Besonders wichtig ist die Beantwortung der Frage, ob das Bauernhaus unter Denkmalschutz steht. Gerade in historisch bedeutenden Gegenden wie etwa Altstädten ist Vorsicht geboten. Ob die Immobilie unter Denkmalschutz steht, kann bei der zuständigen Gemeinde nachgefragt werden. Ist dies der Fall, schliesst es den Kauf aber noch nicht pauschal aus. Wichtig ist zu klären, inwiefern das Bauernhaus saniert werden darf. Sind die Einschränkungen zu gross, sollte dann aber vom Kauf Abstand genommen werden.

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