Garten
Eine Frau verteilt Kalk auf dem Rasen

Den Rasen richtig kalken

Gerade nach einem harten Winter fehlen unserem Rasen wichtige Nährstoffe, weshalb viele Winterrasen einfach ungepflegt und ungesund aussehen. Mit Kalk können wir unserem Rasen zumindest einen Faktor zurückgeben, der übrigens auch einer der wichtigsten für ihn ist.

19 August 2016

Wann braucht der Rasen Kalk?

Entscheidend hierfür ist der pH-Wert des Rasens, denn Kalk soll diesen wieder normalisieren. Nach dem Winter sinkt der pH-Wert oft stark in den sauren Bereich ab. Sehr oft wird die Grenze bei einem pH-Wert von 5,0 gezogen. Liegt der Wert des eigenen Rasens darunter, sollte gekalkt werden, um den Wert wieder in den Normalbereich von 6,0 bis 6,5 zu bringen.
Allerdings ist die Grenze von 5,0 nur ein ungefährer Richtwert, der auch noch durch die Art des Bodens beeinflusst wird. Ein sandiger Boden sollte beispielsweise schon ab einem Wert von 5,5 gekalkt werden und dessen Normalbereich liegt eher bei 7,0 statt 6,0.
Unabhängig davon, um welche Bodenart es sich handelt, macht ein Kalken des Rasens keinen Sinn, sobald Klee gewachsen ist. Kleewachstum ist ein Zeichen für einen hohen pH-Wert – Kalken würde also in diesem Fall eher schaden, als helfen.

Welcher Kalk und wie viel davon?

Branntkalk und Löschkalk wurden früher auch von Hobbygärtnern bevorzugt eingesetzt. Heute wird davon abgeraten, da beide Kalkarten gefährlich für den Rasen und den Anwender werden können. Die bessere Wahl ist heutzutage Vitalkalk, der gleichzeitig auch noch wichtige Spurenelemente liefert.
Um die optimale Einsatzmenge ermitteln zu können, sollte am besten eine Bodenprobe untersucht werden, was übrigens inzwischen in vielen Gartencentern erschwinglich geworden ist. Eine Faustregel zum Einsatz von Kalk sagt, dass etwa 200 g Kalk pro Quadratmeter ausreichen, um den pH-Wert um ungefähr 0,5 zu erhöhen.

Den Rasen kalken

Wie sollte der Kalk nun aber richtig eingesetzt werden?
Vorbereitung – Zunächst sollte der Rasen bis auf eine Schnitthöhe von etwa 4 cm gemäht werden. Der Kalk kann darüber hinaus besser in den Boden eindringen, sofern dieser mit dem Rächen ventrikuliert wurde.
Kalk einsetzen – Mit einem Streuwagen lässt sich der Kalk am besten verteilen. Sollten Sie den Kalk per Hand austreuen, achten Sie auf die Gleichmäßigkeit und tragen Sie hierbei Handschuhe, um Verätzungen der Haut zu vermeiden.
Nachbehandlung – Nach dem Verteilen sollten Sie erneut mit dem Rächen über den Rasen gehen, um dem Kalk weitere Rillen zum Eindringen zu schaffen. Darauf muss der Rasen gewässert werden, auch bei wenig aggressivem Kalk.
Ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Verteilen Sie den Kalk erst, nachdem die Temperaturen nicht mehr unter null fallen. Frost behindert das Eindringen des Kalks und sollte deshalb vermieden werden.

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