Garten
Biopool oder Schwimmteich

Die Besitzerhaftung von Kleingewässern

Pool und Gartenteich sind die Freude der Besitzer. Doch sie sind auch eine Gefahrenquelle. Wie die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung mitteilte, gibt es jährlich rund 5-10 Todesfälle von kleinen Kindern, die in Gartenteich und Co ertrinken.

10 Mai 2015

Da die Wassertiefe für einen Erwachsenen minimal ist, wird die Gefahr oft unterschätzt, die von solchen kleinen Gewässern ausgehen. Doch zu einem erkennen kleine Kinder die Gefahr nicht, und zum anderen haben sie – im Verhältnis zu ihrem Körper- einen schweren Kopf. Sind sie untergetaucht, können sie ihn deshalb nicht heben.

Legt man ein Biotop oder eine vergleichbare Wasserstelle an, so muss man diese ausreichend sichern. Sonst haftet man für den Schaden, der aufgrund der fehlerhaften Herstellung und oder des ungenügenden Unterhaltes entstanden ist.

So müssen zum Beispiel Biotope ausreichend gesichert werden, da es für Kinder üblich ist, diese zum Spielen und Baden zu missbrauchen. Ein Schutz, beispielsweise in Form eines Zaunes, ist dem Eigentümer daher unbedingt zuzumuten. Etwas anders verhält es sich, wenn der Eigentümer nachweisen kann, dass er die Sicherungsmassnahmen einem Mieter oder Pächter übertragen hat. Denn ist dieser selbst verantwortlich.

Der Besitzer eines Pools ist verpflichtet dafür zu sorgen, dass bei bestimmungsgemässer Nutzung keine Gefährdung von seinem Pool ausgeht. Sind alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen, so trägt er keine Schuld, wenn ein Unglück passiert. Was zumutbar ist, entscheidet man von Fall zu Fall, wobei die technische Machbarkeit und auch die finanzielle Sinnhaftigkeit geprüft werden.

Bei Teichen gilt als Sicherheit, dass eine Einfriedung erfolgt, eine Gitterkonstruktion vor Unglück schützt oder durch Pflanzen verhindert wird, dass ein Kind das Wasser erlangt. Ein Zaun muss dabei mindestens einen Meter hoch sein, wobei wegen kleiner Tiere ein Abstand vom Boden von etwa 10 cm eingehalten werden muss. Die Lücken zwischen Zaunslatten und Co dürfen nicht grösser als 4 cm sein, zumindest dann nicht, wenn es die Möglichkeit für die Kinder gibt, zu klettern.

Ebenfalls möglich ist der Stufenbau, wobei die flachen Zonen aussen sind, und nach innen immer tiefer werden. Allerdings sollte hier jede Stufe rund einen Meter breit werden.

Bei Schwimmbecken sollte man am besten darauf achten, dass sie nicht von kleinen Kindern unbeaufsichtigt genutzt werden können. Auch hilft eine Schwimmbadabdeckung, die man nachträglich aufbringen kann.

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