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Die erneuerbaren Energien im Neubau auf dem Vormarsch

Die erneuerbaren Energien sind in aller Munde, und nicht selten werden bei Sanierungen von Altbauten auch die Energielieferanten gleich mit auf den Prüfstand gestellt. Absolut auf dem Vormarsch sind allerdings die erneuerbaren Energien bei Neubauten, die vielfach für die Heizung des Gebäudes und das Erwärmen des Wassers entsprechende Möglichkeiten nutzen.

10 Mai 2015

Die Statistik hat ermittelt, dass ungefähr 8 von 10 Neubauten mit Wärmepumpen oder Holzkesseln heizen, und dazu noch Sonnenkollektoren auf dem Dach für warmes Wasser sorgen. Seit diese Heizungssysteme ihre Wirtschaftlichkeit und ihre technischen Möglichkeiten verbesserten, sind sie kontinuierlich auf dem Vormarsch. Auch die Kosten der Anschaffung sind geringer geworden, wie das meist bei neuen technischen Highlights der Fall ist. Der grosse Vorteil: der konstante Preis im Verbrauch. Dazu kommt der Aspekt der Umweltfreundlichkeit, der immer mehr Menschen beschäftigt.

Absolut im Trend sind unter den erneuerbaren Heizungsmethoden die Aussenluft und die Erdwärme. Die Wärmepumpen, die dafür erforderlich sind, haben in vielen neuen Wohnhäusern Einzug gehalten. Allerdings gibt es einen Strombedarf, um diese Anlagen zu betreiben. Greift man hier auf Ökostrom zurück bzw. eine eigene Solaranlage, wird dazu noch die Menge der Treibhausgase gesenkt.

Die Sonne hat ihren Auftritt dagegen am häufigsten bei der Erwärmung des Wassers. Denn schon eine 10-12 Quadratmeter grosse Fläche von Sonnenkollektoren auf dem Dach kann den Bedarf an Brauchwasser für einen Privathaushalt völlig decken. Wie der Branchenverband Swissolar (http://www.swissolar.ch/) mitteilte, hat der Absatz der Sonnenkollektoren ein Wachstum von rund einem Drittel hingelegt. Das spricht deutlich dafür, dass hier ein Umdenken stattgefunden hat. Und doch bleibt das Potenzial gross – denn zusammengenommen ist es nur ein halber Quadratkilometer an Sonnenkollektoren, der in der Schweiz bis heute verbaut wurde. So weit die Zahlen des Bundesamtes für Umwelt in der Schweiz http://www.bafu.admin.ch/?lang=de

Klar dürfte sein: Holz ist der Hit. Das haben die Verbraucher mehr und mehr erkannt. Denn das Heizen mit Holz ist klimaneutral und die regionalen Möglichkeiten des Anbaus und kurze Wegstrecken machen es dazu noch extra günstig. Die Schweiz nutzt heute rund 60 % des für Energiegewinnung geeigneten Holzes – und das, wo immerhin ein Viertel des gesamten Bedarfs an Wärme in der Schweiz damit gedeckt werden könnte. Möglichkeiten gibt es für die Holzheizung genug: Schnitzel und Pellets, Scheitholz – jeder wie er mag. Einziger Nachteil: die Abgaskontrolle des Schlotfegers, da diese ebenso wie bei Öl und Gas nötig ist.

Grundsätzlich hat natürlich jede Heizart – auch mit erneuerbaren Energien – nicht nur Vor- sondern auch Nachteile. So ist der Vorteil von Sonnenkollektoren die kostenlose Nutzung der Sonne; der Nachteil jedoch, dass diese nicht jederzeit verfügbar ist. Daher ist die Kombination mit anderen Wärmeerzeugern nötig.

Die Wärmepumpen, gleich, ob sie die Wärme von Luft oder Erdreich nutzen, punkten mit emissionsfreiem Betrieb, und der Eigentümer braucht kein Brennstofflager. So weit, so gut. Doch auch hier gibt es ein paar Minuspunkte: bei der Erdsonde sind die Kosten für die Anschaffung bzw. für die Bohrung hoch, und bei der Luft kann an kalten Tagen nicht wirklich effizient gearbeitet werden.

Wäre noch das Biogas, dass aber in der Menge nicht immer zur Verfügung steht, wie es gebraucht würde. Positiv zu sehen ist die Fernwärme durch die Abwärmenutzung aus Biomasseheizkraftwerken. Allerdings ist hier oft die Kombination mit fossilen Energieträgern ein Thema.

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