Bauplanung & Bauleitung
Planungsbüro

Die Planung von Grundriss und Wohnfläche

Bei der Planung eines neuen Hauses oder eines Umbaus wird zumeist versucht, möglichst viel Wohnraum „herauszuschlagen“. Das ist verständlich, zumal beim Neubau eines Hauses die Vergrösserung der Wohnung gegenüber der vorherigen Mietwohnung eine der Antriebsfedern ist.

24 Mai 2015

Wie viel ist angebracht?

Doch nicht immer ist es wichtig, möglichst viel Wohnfläche zu haben. Es kann auch mit etwas weniger und dem entsprechenden Planungsgeschick die ideale Wohnung entstehen.

Derzeit haben Statistiker in der Schweiz herausgefunden, dass die Bewohner immer mehr Platz pro Person beanspruchen – zur Zeit rund 48 Quadratmeter. Für das Jahr 2030 wird vorausgesagt, dass sich der Wert weiterhin erhöhen wird; auf dann rund 55 Quadratmeter.

Intelligente Grundrissplanung

Eine intelligente Planung des Grundrisses kann viel Platz schaffen, ohne allzu grosszügig bauen zu müssen und die Sache damit unnötig zu verteuern. Kompakte Räume optimal zu nutzen, lautet die Devise. Denn es geht nicht nur um die Baukosten, sondern auch um die folgenden Betriebskosten. Und ein grosses Haus zu heizen ist nicht unbedingt sinnvoll, wenn der grösste Teil davon gar nicht benutzt wird.

Wie gross wird ein Einfamilienhaus gebaut?

Die meisten Einfamilienhäuser werden zwischen 100 und 140 Quadratmetern Wohnfläche erbaut. Empfohlen wird dabei, das Haus in thermische Zonen einzuteilen. Um energetisch sinnvoll zu taktieren ist es wichtig, dass man überlegt, wo die meiste Sonne ins Haus kommt. Das Wohnzimmer sollte idealerweise nach Süden gehen, beheizte Räume sollen aneinanderliegen, und alles, was unbeheizt bleibt, wie Abstellraum und Treppenhaus, liegt im Norden.

Mit Weitsicht planen

Da sich der Wohnungsbedarf mit den Jahren ändert, sollten Leichtbauwände im Inneren, die keine tragenden Eigenschaften haben, verwendet werden. So können sie leicht entfernt oder an anderer Stelle gesetzt werden.

Das richtige Mass

Damit man sich in Katalogen und auf Musterhausausstellungen zurechtfindet, sollte jeder, der sich dafür interessiert, die Definitionen kennen. So wird als Hauptnutzfläche alles bezeichnet, was zur bewohnbaren Fläche gehört, und zwar ohne Wände, Keller und Abstellräume. Mitunter wird dies auch als Nettowohnfläche bezeichnet.

Dann gibt es noch die Nebennutzfläche. Sie beinhaltet Keller und Abstell- bzw. Hauswirtschaftsraum. Die Nettogeschossfläche setzt sich aus allen Flächen beheizter Wohnräume zusammen, die mit Bodenbelag belegt werden können.  Dazu gehören auch die Quadratmeter, die unter einem Einbauschrank, einer Badewanne oder den Küchenmöbeln liegen.

Buchtipps

Wer über einen Hausbau nachdenkt und wissen will, wie er mit weniger Fläche komfortabel wohnen kann, sollte in die folgenden beiden Bücher hineinschauen. Das sind „Der optimale Grundriss“ von Bettina Rühm von 2004 und „Lust auf Wohnen“ von Joanna Copestick und Holly Becker aus dem Jahr 2011.

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