Gebäude & Energie

Die richtigen Türen bei Sanierung oder Neubau Teil 1

Türen sind sowohl im Aussen- als auch im Innenbereich notwendig und gleichzeitig ein Schmuckstück. Durch die Auswahl können wir dem Gebäude „ein Gesicht“ geben, im inneren Türen passend zur Einrichtung wählen oder durch die Sanierung alter Türblätter den Charme eines in die Jahre gekommenen Gebäudes unterstreichen.

11 September 2015

Die Aussentür

An sie werden besonders hohe Anforderungen gestellt. Zum einem in puncto Sicherheit, zum anderen darf sie keine Wärmebrücke bilden. Die Dämmung der Tür ist also ein zentraler Punkt bei der Auswahl.

Das Material ist heute vielseitig. Waren Türen früher immer aus Holz gefertigt, so können sie heute aus Alu oder Kunststoff sein, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Bei Kunststoff (meist mit Alu- oder Glasfaserkern zur Verstärkung) ist der grosse Vorteil die pflegeleichte Oberfläche. Dazu sind sie preiswerter als Alutüren. Diese wiederum haben schlechte Eigenschaften bei der Dämmung. Langlebig und gut dämmend sind Türen aus Holz. Der Nachteil: sie sind pflegeintensiv. Eine Glastür ist eine weitere Option.

Die Aussentür soll langlebig, stabil und wetterresistent sein. Ausserdem muss die Wärme im Hausinneren gehalten werden und auch den Einbrechern möchte man mit der Haustür ein unüberwindbares Hindernis in den Weg stellen. In diesem Bereich gibt es Klassifizierungen, auch Widerstandklassen genannt. 1 ist dabei die niedrigste, 6 die höchste Klasse. Im Privatbereich werden die Stufen 2 oder 3 empfohlen. Auf der sicheren Seite ist der Käufer mit zertifizierten Haustüren, die von einem Fachmann montiert wurden.

Die Sicherheit

Um die Sicherheit einer Haustür zu gewährleisten, kommen Mehrfachverriegelungen zum Einsatz. Punkt eins ist dabei immer der Schliesszylinder, aber dazu kommen zusätzliche Riegel, die sich mit dem Drehen des Schlüssel mit verschliessen. Diese sind dreifach oder fünffach und sogar sieben und neunfach erhältlich.

Damit eine Tür nicht ausgehebelt werden kann, müssen die Türbänder sicher sein. Die Verbindung von Türblatt und Zarge muss daher im geschlossenen Zustand besonders stabil sein. Dafür gibt es besonders sichere Bänder und Scharniere.

Auch elektronische Sicherungseinheiten sind möglich. Dabei werden Zutrittskontrollen durchgeführt, beispielsweise durch Codierungen oder Fingerabdrücke, Video- und Alarmanlagen.

Wärmeschutz

Damit die Wärme im Haus bleibt, müssen die Haustüren einige Anforderungen erfüllen. Besonders hohe Ansprüche stellt man an die Tür bei Passivhaus oder Energieeffizienzhäusern. Wie gut die Wärmedämmung einer Haustür ist, hängt vom Material ab, dem Einbau und der Qualität, besonders im Bereich der Dichtungen. Inzwischen gibt es Alutüren, die für die Verbesserung der Dämmeigenschaften im Inneren Kork oder andere nachwachsende Rohstoffe verarbeitet haben.

Schön und sicher?

Eine besonders schöne alte Haustür, die nicht ausgetauscht werden soll, kann man übrigens im Haus belassen, in dem man am inneren nach einem kleinen Flur einfach eine weitere, moderne und sichere Haustür setzt. Die Äussere dient dann nur noch der Schönheit und bildet eine weitere Dämmung nach innen.

 

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