Fenster

Die Sanierung von Fenstern und Türen aus Holz

Es lässt sich viel Geld sparen – aber man muss Zeit investieren: eine Sanierung von Fenstern und Türen. Türen und Fenster, früher immer aus Holz gefertigt, sind meist keine Zierde mehr und entsprechen auch nicht mehr den heutigen Anforderungen an Dichtigkeit und Dämmung. Eine Sanierung kann hohe Kosten sparen, aber sie verlangt viel Zeit und Geduld, damit aus der historischen Bausubstanz wieder ein Schmuckstück wird.

10 September 2015

Der Lack muss ab

Alte Fenster und Türen sind zumeist lackiert. Ob farblos oder weiss – der Lack muss herunter. Für diese Arbeiten wird zunächst Schmutz entfernt, ehe die Beschläge abgeschraubt werden. Um die Lackschicht zu entfernen, wird diese abgeschliffen oder wahlweise abgebeizt, dann gespachtelt, wenn Risse und Schäden zu sehen sind, und dann erneut geschliffen. So entsteht eine ebene Fläche, die wieder versiegelt werden kann.

Nach den Schleifarbeiten wird die Fläche mit feinem Schleifpapier abgeschliffen und von allem Staub befreit. Das Auftragen von Grundierung empfiehlt sich bei Fenstern auf alle Fälle. Ist diese trocken, sollte das gesamte Holz noch einmal überprüft werden, ob es noch Schäden oder Fehlstellen hat. Ein feiner Schliff auf dieser Farbschicht verbessert das Endergebnis. Dann wird der Decklack mit einer Rolle oder einem Pinsel aufgetragen.

Sollen Fenster oder Tür nach der Behandlung nur klar lackiert werden und in Holzoptik bleiben, muss der alte Lack besonders gründlich entfernt werden. Dazu kann auch eine Heissluftpistole angewendet werden.

Da der Abbeizer auf alle Fälle Lösungsmittel enthält, sollten diese Arbeiten im Freien getätigt werden. Auch mit der Heissluftpistole werden Stoffe der alten Farbe freigesetzt, die man nicht kennt. Daher ist hier ebenso auf frische Luft zu achten.

Der Einsatz des Glases

Das Glas wurde früher mittels Fensterkitt in die Holzrahmen gesetzt. Dieser ist zumeist brüchig und rissig. Er sollte daher möglichst komplett entfernt und durch neuen ersetzt werden. Das Einfachglas, das in alten Fenstern verarbeitet wurde, entspricht allerdings nicht mehr den energetischen Anforderungen. Hierfür gibt es allerdings Möglichkeiten.

Möchten Sie die alten Fenster sanieren, da sie besonders gut in die alte Fassade passen, können Sie an die Innenseite der Wand, also mit Abstand zum sanierten Fenster, ein Neues einbauen lassen. So haben Sie innen die pflegeleichte, glatte und wärmegedämmte Glasscheibe und es entsteht ein Doppelfenstereffekt, der früher schon in vielen Landstrichen für den Wärmeschutz genutzt wurde.

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