Fassade
Trockenbauer

Die verschiedenen Arten des Fassadenputzes

Der Putz, also die äussere Schicht an der Fassade, gibt durch Art und Farbe dem Gebäude sein Gesicht. Deshalb wird von den meisten Eigentümern darauf geachtet, dieses immer schön und ohne Beschädigungen zu erhalten. Doch die Putzschicht ist weit mehr als eine Frage des Aussehens. Denn sie schützt die Wand und damit das Gebäude vor Witterungs-und Schadstoffeinflüssen.

13 November 2014

Die verschiedenen Arten des Putzes kann nur ein Fachmann unterscheiden; und auch die Entscheidung treffen, welcher im speziellen Fall angebracht ist.

Die sogenannten Dickschichtputze sind solche, bei denen die Schicht anschliessend dicker ist, als die gröbste Körnung des verwendeten Materials. Eine andere Art sind Dünnschichtputze, die Kunstharze oder ähnliche Stoffe enthalten, die eine geringe Materialstärke ermöglichen. Mit ihnen lassen sich vor allem alte Putzflächen reparieren oder Wärmedämmungen verputzen.

Der sogenannte Spritzbewurf wird dünn angerührt und mit der Kelle auf glatte und wenig aufsaugende Untergründe in Forme eines Netzes, also nicht deckend, geworfen. Geht es um Flächen, die stark saugen, wie zum Beispiel Lehm, kann dieser Spritzbewurf auch vollflächig erfolgen. Handelt es sich bei dem Untergrund um Beton, wird stattdessen eine sogenannte organische Haftbrücke verwendet.

Der sogenannte Unterputz wird auch Grundputz genannt. Er kann bis zu 10 Zentimeter dick (meist dünner) aufgebracht werden. Damit werden Unebenheiten ausgeglichen. Auch dünne Rohre oder Kabel können so verschwinden. Er ist der Träger des Edelputzes, der als Oberschicht aufgetragen wird. Ein Unterputz enthält verschiedene Kalkarten und auch meist Zement oder Gips.

Die letzte Lage ist der Oberputz, der auch das Aussehen der geputzten Wand bestimmt. Dieser kann in Form von Dünn- oder Dickschichtputz aufgetragen werden.

Eine andere Einteilung des Fassadenputzes erfolgt nach Material. Üblich sind Kalkputze bei der Sanierung älterer Häuser, die für ein gutes Raumklima bekannt sind. Lehmputz hat ähnliche Vorteile, ist jedoch wasserempfindlich, weshalb er nur in Innenräumen zum Einsatz kommt. Der klassische Putz für den Aussenbereich ist der Kalkzementputz. Er kann mit Styroporkügelchen oder Ähnlichem versetzt sein.

Die Oberflächenart ist eine weitere Möglichkeit für die Unterscheidung von Putzen. Hier gibt es Rauputz und Strukturputz, Reibeputz und Filzputz, Glattputz und Schlämmputz sowie Schweissputz.

Bei den Fassadenputzen ist auch die Einteilung nach Funktion üblich, wie Wärmedämmputz oder Opferputz (bei der Trockenlegung von Wänden), Sockelputz oder Sanierputze.

 

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