Bad
Platz im Bad

Ein Bad ohne Hindernisse

Wer sich ein Badezimmer im eigenen Haus baut, tut dies auch für die Zukunft. Schliesslich möchte niemand ein Bad in wenigen Jahren komplett erneuern müssen. Deshalb ist es ab einem gewissen Lebensalter angebracht, für das Alter oder Krankheitsphasen vorzusorgen, und das Badezimmer so zu konzipieren, dass es auch mit Handicap zu benutzen ist.

20 Mai 2015

Die Menschen werden älter

Nicht nur in der Schweiz, sondern im gesamten mitteleuropäischen Raum gibt es Studien darüber, dass die Menschen älter werden. Heute liegt die Lebenserwartung schon bei Weitem höher, als noch in den 70er oder 80er Jahren. Die aktuellen Senioren sind dabei weitaus mobiler und moderner als damals, was die Wohnsituation einschliesst. Alte Menschen bleiben länger in den eigenen vier Wänden und haben zahlreiche Hilfsmöglichkeiten, die dafür sorgen können, dass sie in ihrem zu Hause leben können.

Seniorengerecht bauen

Viele Vermieter haben sich bereits darauf eingestellt, und bauen die Wohnung zum Vermieten senioren-oder behindertengerecht. Ebenso tun das immer mehr private Eigentümer, die für sich selbst bauen – sie sorgen rechtzeitig dafür, dass sie im Alter nicht auf ihr gewohntes Heim verzichten müssen.

Hilfe im Bad

Gerade im Bad ist es wichtig, sich gut und sicher bewegen zu können. Dies ist oft schon mit kleinen Hilfsmitteln erreicht. Griffe in Dusche oder Badewanne, waagerechte Griffleisten, die das Fortbewegen erleichtern und Ähnliches sind bei entsprechender Vorbereitung im Bau schnell montiert. Dazu sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Für Erwachsene bequem sind Wege in der Wohnung von etwa 60 Zentimetern Breite
  • Schwellen behindern das Befahren des Raumes mit dem Rolli oder Rollator. Sie sollten also möglichst vermieden werden
  • Für einen Rollstuhl muss ein Wendekreis von 1,50 Metern im Quadrat bereitstehen
  • Rollstuhlgerechte Türen müssen 90 Zentimeter breit sein

Einige solche Massnahmen kann man gut und gerne berücksichtigen, ohne sie gleich einzubauen. Ein grosszügiges Bad beispielsweise oder die Möglichkeit, dieses zu vergrössern, helfen oft schon, dass im Fall der Fälle ein Weiterleben im eigenen Haus machbar ist. Wer neu baut, sollte sich mit dem Architekten oder Bauunternehmen beraten, welche dieser Vorschläge ohne Mehraufwand zu berücksichtigen sind und welche eventuell später nachgereicht werden können. So baut man altersgerecht, ohne dass die Wohnung sofort entsprechend eingerichtet wird.

Nicht nur im Alter …

… von Nutzen sind bestimmte Möglichkeiten, die auch in jungen Jahren bei Unfällen oder Krankheit gute Dienste leisten. Zum Beispiel ist es eine gute Idee, das Bad mit einer dafür vorgesehenen Drückergarnitur zu versehen. Denn diese lässt sich von der Aussenseite mit einer Münze öffnen. Und ein nicht rutschender Bodenbelag im Bad verhindert auch bei jungen Menschen Stürze, die oft nur durch Eile und Unachtsamkeit passieren.

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