Garten

Gehwegplatten selber verlegen

Die Gestaltungmöglichkeiten eines Gartengehwegs sind vielfältig. Ob Naturstein, Kies, Beton, Pflaster- oder Verbundsteine – die Materialienauswahl ist nahezu grenzenlos. Die häufigste Methode, einen Gehweg im Garten anzulegen, ist das Verlegen von Gehwegplatten.

7 Juni 2016

Qual der Wahl

Nicht nur in Sachen Materialien unterscheiden sich Gehwegplatten. Es gibt sie ebenso in verschiedenen Farben und Formen. Es spielt keine Rolle, ob Sie Ihren Traum vom japanischen oder englischen Garten verwirklichen, denn das vielfältige Angebot lässt eine grosse Preis- und Anwendungsauswahl zu. Wichtige Kriterien sind bei Naturstein- und Betonplatten Witterungsbeständigkeit und grundsätzlich bei allen Platten Frost- und Stossfestigkeit. Darüber hinaus ist ein rutschfester Wege wichtig. Sofern Sie Gehwegplatten selber verlegen, sollten Sie berücksichtigen, dass Natursteinplatten in der Regel etwas empfindlicher und teurer als Betonplatten sind. Die am häufigsten gewählten Natursteine sind Sandstein, Basalt, Quarzit, Granit, Marmor und Basaltlava.

Bevor Sie Gehwegplatten verlegen

Alle Hobbyheimwerker sind gut beraten, wenn sie sich beim Ausmessen des Gehwegs über dessen Sinn, Zweck und Verlauf genaue Gedanken machen. So darf der Hauptgehweg vom Haus zum Garten oder zur Garage ruhig breiter ausfallen als zum Beispiel der nicht so oft genutzte Weg zwischen den Gartenbeeten. Sollten Sie Gehwegplatten selber verlegen, werden Sie um geeignetes Werkzeug nicht drum herumkommen. Denn Gehwegplatten gibt es in den unterschiedlichsten Breiten und Längen, die sich mit Werkzeugen wie Winkelschleifern oder Steinknackern auf das gewünschte Mass bringen lassen.

Die einfachste Methode

Wer Gehwegplatten selber verlegen will und lediglich einen Weg anstrebt, bei dem der Garten schnell und ohne verdreckte Schuhe zu erreichen sein soll, findet im grossen Natursteinplattenangebot sicherlich passende Ausführungen, die sich lose im Rasen oder Garten zeitig verlegen lassen. Richten Sie sich nach Ihrer Schrittlänge und achten Sie darauf, dass die Platten über einen festen Halt im Boden verfügen, wenn Sie die Gehwegplatten verlegen. Als nachteilig erweist sich bei dieser Variante, dass das Gras beim Rasenmähen an den Rändern der Platten händisch gekürzt werden muss.

Die professionelle Variante, Gehwegplatten zu verlegen

Das Plattenverlegen fachmännischer Art ist einerseits aufwändiger, bedingt jedoch andererseits nur geringe Kenntnisse:

Markierung des Gehwegs

Beginnen Sie damit, die Länge, Höhe und Breite des angestrebten Gehweges mittels Holzpflöcken und Schlagschnüren zur markieren.

Aushub

Danach heben Sie 25 bis 30 cm tief den Weg innerhalb der Markierung aus. Anschliessend füllen Sie ungefähr 15 cm Schotter auf und treten diesen fest. Füllen Sie nun eine Schicht von zirka fünf Zentimeter Basaltsplitt (drei bis fünf Millimeter) hinein und ziehen Sie das überschüssige Material quer oder längs mit einem Lattenstück ab.

Die Gehwegplatten verlegen

Auf dieser Kofferung können nun die Gehwegplatten verlegt werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass stets vorranging eine Längsseite, dann die Kurzseite verlegt werden muss. Die Gehwegplatten dürfen keinen direkten Kontakt zueinander haben. Daher sind beim Ausrichten der Platten schmale Fugen einzuhalten. Ist eine spätere Begrünung der Fugen erwünscht, können spezielle Distanzstücke eingesetzt werden, die später von der Fugenfüllung überdeckt werden. Grundsätzlich sind die Fugen bei Platten sehr schmal. Halten Sie beim Verlegen eine einheitliche Höhe der Platten ein und klopfen Sie diese mit einem Gummihammer leicht an. Sollte eine Platte zu tief platziert sein, entfernen Sie diese und „unterfüttern“ Sie sie mit weiterem Schotter oder Basalt, damit Hohlräume vermieden werden. Sobald der Belag komplettiert ist, muss er mit einem Rüttler oder einem Stampfer gefestigt werden.

Fugen einschwemmen

Zum Schluss müssen die Fugen mit Quarzsand eingeschwemmt werden. Der Sand wird dabei auf den Platten verteilt und mit einem herkömmlichen Besen in die Fugen gefegt. Unter Zuhilfenahme eines Gartenschlauchs wird der Sand nun ohne zu viel Druck in die Fugen gespült, wodurch er gleichzeitig verdichtet wird.

Unkraut und Reinigung

Die Fugen zwischen den einzelnen Platten sind oftmals jener Raum, der von Unkraut heimgesucht wird. Mit speziellen Fugenkratzern kann dieses praktisch und mühelos entfernt werden. Auch der Einsatz eines Hochdruckreinigers kann hilfreich sein und das Unkraut austragen. Dabei wird jedoch auch der Fugensand ausgespült, der anschliessend wieder aufgefüllt werden muss.

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