Gebäude & Energie
Holz

Hackschnitzelheizung

War früher die klassische Variante die Öfen in Gebäuden zu heizen, Holz und Kohle zu verbrennen, so hat sich das in den letzten Jahrzehnten zugunsten von mehr Komfort gewandelt. Saubere Lösungen speisen Zentralheizungen und geben Wärme ab, um die sich niemand explizit kümmern muss.

29 Dezember 2014

Doch auf der Suche nach alternativen Energien und vor allem auch nachwachsenden Brennstoffen ist das Holz wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Und längst ist die Technik so weit fortgeschritten, dass nicht nur Holzscheite verbrannt werden können, sondern auch andere Arten von Holz als Energieträger in Frage kommen.

Ausser den Holzpellets sind dies vor allem die Holzschnitzel, für die es spezielle Heizungen gibt. Die Anlagen werden mit Hackschnitzeln als biogenem Festbrennstoff betrieben. In grösserem Umfang gibt es sogar die Hackschnitzelheizwerke, die ganze Wärmenetze speisen.

Ähnlich wie bei den Pellets wird dafür gesorgt, dass niemand den Brennstoff nachlegen muss, sondern eine Zuführeinrichtung dies übernimmt. So kommt das Holz in die Brennvorrichtung, wo diese einem Feuer Nahrung gibt, und das Wasser der Heizungsanlage erwärmt. Die Verteilung der Wärme erfolgt wie bei jeder anderen Zentralheizung auch. Allerdings haben Hackschnitzelheizungen einen Warmwasserspeicher, der dafür sorgt, dass die erzeugte Wärme nicht unmittelbar und unreguliert an das Heizungssystem abgegeben, sondern in einem Speicher verlustarm aufbewahrt wird, bis es benötigt wird.

Ein Nachteil ist die benötigte Lagerkapazität für die Hackschnitzel. Diese sollten unter einem Dach oder zumindest abgedeckt im Freien lagern. Gegenüber Pellets muss man mit dem dreifachen Volumen für die gleiche Heizleistung rechnen. Schneckenförderer sorgen dafür, dass die Hackschnitzel in die Heizung gelangen. Die Regulierung der Menge erfolgt über die Elektronik der Heizung.

Wie bei einer früheren Holzheizung auch entsteht Asche, die in einen Auffangbehälter transportiert wird. Sind die Hackschnitzel mit viel Rinde ausgeliefert worden, ist der Ascheanteil höher.

Die Sicherheitseinrichtungen müssen anderen Gegebenheiten folgen als bei Gas oder Öl. Die Zuführung des Brennstoffes muss beispielsweise mit einer Rückbrandzuführung ausgestattet sein. Mit verschiedener Technik wird verhindert, dass das Feuer über die Zuführung in das Brennstofflager übergreifen kann.

Für die Hackschnitzelheizung muss – wie bei anderen Heizungen auch- eine jährliche Wartung erfolgen. Störanfällig sind sie insofern, dass die verschieden grossen Stücke weniger gleichmässig abgegeben werden können als bei Pellets. Die Heizungen mit Hackschnitzeln sind ab 10 KWh verfügbar. In manchen der Anlagen können auch andere Biomasse-Brennstoffe eingesetzt werden.

Während die Anschaffung der Hackschnitzelheizung recht teuer ist, sind die Brennstoffkosten viel niedriger als bei Öl oder Gas. Für den Betrieb wird allerdings mehr Elektroenergie benötigt als bei den genannten Klassikern.

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