Gebäude & Energie
Energiesparen durch neue Haustechnik

Haustechnik

Zur Haustechnik zählt man alle Versorgungen, die technischerseits erledigt werden, wie der Zulauf von Wasser und Strom, Heizung und Abwasser.

14 November 2014

Erst durch die Inbetriebnahme der Haustechnik ist ein Gebäude nutz- bzw. bewohnbar, da es ohne nur eine leere Hülle darstellt, die durch mangelnde Heizung etc. nicht lange den witterungsbedingten Einflüssen standhalten könnte.

Im Bereich der Haustechnik hat die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten grosse Schritte gemacht, was zu einer immer grösseren Spezialisierung der Fachkräfte führt. Fachplaner unterstützen die Architekten bei den Planungen und spezielle Firmen sorgen für den reibungslosen Einbau und Ablauf.

Egal, ob ein altes Haus saniert, oder ein noch relativ junges Gebäude übernommen wird: eine Erneuerung der Haustechnik ist fast immer angezeigt. Denn die fortschreitende Technik lässt auch schon nach ca. 20 Jahren eine Heizung veralten oder die wärmetechnischen Gesichtspunkte überholt wirken.

Wie auch in Deutschland, so gibt es in der Schweiz Gesetzlichkeiten, die bei Sanierungsarbeiten und Neubauten auch bezüglich der Haustechnik bestehen. So fordert der Bund die Hauseigentümer aller 20 Jahre zu einer Überprüfung der Elektroanlagen auf. Dieser erhält dafür im Anschluss einen Sicherheitsnachweis. Verantwortlich, dass diese Überprüfung durchgeführt wird, ist der Eigentümer selbst. Doch das zuständige Elektrizitätswerk macht auf die Fälligkeit aufmerksam.

Die Kosten für diese Überprüfung belaufen sich für ein Einfamilienhaus auf ungefähr 300 bis 400 Franken. Werden Mängel festgestellt, müssen diese behoben und eine Nachkontrolle anberaumt werden.

Wie Erhebungen ergaben, wird  fast ein Viertel des Energiebedarfs in der Schweiz durch Strom abgedeckt. Oft sind es Elektroboiler, die vor allem in älteren Häusern das Wasser erwärmen. Doch dies ist kostenintensiv und aufwendig. Ab 2020, so der Plan, sollen die Elektroboiler in der Schweiz verboten werden. Einige Kantone erlauben eine solche Warmwasserversorgung heute schon nicht mehr, wenn ein Haus neu errichtet wird. Ersetzt werden soll die Warmwasserversorgung mit Strom durch erneuerbare Energien.

Auch die Wasserleitungen stehen auf dem Prüfstand. Das Trinkwasser in der Schweiz ist von hoher Qualität. Doch in vielen alten Gebäuden sind die Wasserleitungen marode und nehmen dem Wasser einen Teil seiner Qualität. Ausserdem sind Rohrbrüche vorprogrammiert. Eine Sanierung wird jetzt mit Anrosan angeboten, einem mineralischen Zement mit Wasser und Quarzsand, der die Rohre innen neu auskleidet. Dies spart Aufwand und Kosten gegenüber einer Erneuerung des Rohrsystems im ganzen Haus. Eine Zustandsanalyse der Trinkwasserleitungen bringt Klarheit und kann für rund 600 Franken in Auftrag gegeben werden.

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