Gebäude & Energie
Moderner halbrunder Kamin

Heizen mit Holz, ist das eine gute Empfehlung?

Viele Hausbesitzer nutzen das Frühjahr, um ihre Heizung zu modernisieren. Das ist auch die beste Zeit, sich auf die neue Heizperiode vorzubereiten. Wichtig ist, dass die Heizung gut funktioniert und die Kosten im Rahmen bleiben. Dabei gilt die Devise: warm aber nicht arm.

18 Januar 2016

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, welches Heizsystem ist das Beste? Die Ölheizung ist sehr verbreitet, aber auf langer Sicht gesehen gehen die Ölreserven dem Ende entgegen. Ähnlich sieht es für das Gas aus und hier wird es das Gasvorkommen auch nicht in aller Ewigkeit geben. Zudem sind beide Energieformen von internationalen Handelspartnern und der Politik abhängig. Holz kann aus schweizer Wäldern erworben werden und so ist das Heizen mit Holz eine gute Alternative, über die Sie nachdenken sollten. Eine Holzheizung lässt sich zudem leicht skalieren: von einem kleinen Kaminofen im Wohnzimmer über einen richtigen Kachelofen bis zu einer kompletten Zentralheizung mit Warmwassererwärmung.

Holz ist Energie, die nachwächst

Der Naturstoff Holz ist ein fossiler Brennstoff, der schon eine lange Tradition besitzt. Die Hausbesitzer, die sich für das Heizen mit Holz entscheiden, können hier einige Vorteile nutzen. So ist Holz ein nachwachsender Brennstoff und gerade in der Schweiz wird dabei eine gesunde Energiepolitik betrieben. Dabei wird das Klima geschützt, die Versorgungssicherheit des Landes erhöht und die Volkswirtschaft gestärkt. So ist auch Holz genügend vorhanden und in der Schweiz kann der Brennholzverbrauch ohne Probleme verdoppelt werden. Auch ist Holz eine umweltfreundliche Energiequelle. Der Holzanbau in der Schweiz erfolgt, ohne die Wälder zu strapazieren. Hier werden die Wälder fit gehalten und bleiben somit gesund.

Die Pluspunkte der Holzheizung

Eine Holzheizung besitzt eine ausgezeichnete Klimabilanz. Der Brennstoffpreis ist günstig und hier sollten Verbraucher das schweizer Holz verwenden. Dabei wird beim Verbrennungsprozess nicht so viel umweltschädliches CO2 in die Umwelt abgegeben. Im laufe seines Lebens bindet ein Baum entsprechend viel CO2, welches bei der Verbrennung dann wieder freiwird. Diese Holzheizungen besitzen auch einen hohen Wirkungsgrad, was letztendlich auf Dauer gesehen auch sehr wirtschaftlich ist. Auch gibt es das Schweizer Holz in verschiedenen Formen. So ist für eine Holzheizung die Pellets, Hackschnitzel oder das Stückholz, das ideale Brennmaterial. So werden für das Heizen mit Holz aus der eigenen Region kurze Transportwege genutzt und ebenso der CO2 Verbrauch dabei niedrig gehalten. Es erfolgt eine nachhaltige Nutzung unseres Waldes. Holz aus der Schweiz, dabei werden auch Arbeitsplätze gesichert. Das ist eine umweltschonende Wärme und erzeugt weniger Treibhausgase.

Die Holzheizung im Betrieb

Mit Holz zu heizen ist nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern auch eine Lebenseinstellung. Im Handel befinden sich unterschiedliche Arten und diese unterscheiden sich. So muss bei der Einzelraumbefeuerung über einen Kamin oder Ofen das Brennholz regelmäßig nachgelegt werden. Nur so wird die gewünschte Raumtemperatur erreicht. Die Bestückung einer Holzzentralheizung kann mit weniger Aufwand betrieben werden. Bei einer Stückholzheizung genügt in der Regel einmal am Tag das bestücken. Die Hausbesitzer, die dabei etwas mehr Geld ausgeben, können sich noch die entsprechende Fördertechnik anschaffen. Bei einer Holzzentralheizung, die mit Hackschnitzel gefüllt wird, das erfolgt dann automatisch. Der einzige Zeitaufwand ist die Bevorratung des Holzes. Auch die Entsorgung der Asche ist ein minimaler Zeitaufwand. Bei einer Holzzentralheizung minimiert sich dieser Aufwand, denn das Brennholz verbrennt hier fast vollständig.

Voraussetzung und Wartung einer Holzheizung

Bevor eine Holzheizung in Betrieb genommen wird, muss der Wärmebedarf berechnet werden. Dadurch wird die Nennleistung des Holzkessels festgelegt. Eine Holzheizung lässt sich in jedem Neubau einbauen, aber auch mit baulichen Veränderungen in einem Altbau. Wie bei allen technischen Geräten muss auch die Holzheizung regelmäßig gepflegt und gewartet werden.

Tipp: Damit in der Schweiz eine Holzheizung betriebe werden kann, hier muss brandschutztechnische Zulassung vorliegen. Diese wird von der Vereinigung kantonaler Feuerversicherung ausgestellt.

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