Gebäude & Energie
Wartung einer Gasheizung

Heizsysteme

Verschiedenste Heizsysteme stehen dem Verbraucher heute zur Verfügung. Wer neu baut, hat die Qual der Wahl, wobei Sanierungen und Umbauten meist noch die eine oder andere Gegebenheit mit sich bringen, die für oder gegen eine bestimmte Variante spricht.

26 November 2014

Doch geht man davon aus, dass tatsächlich freie Wahl besteht, werden die meisten Interessenten Anschaffungskosten und die laufenden Heizkosten als Kriterium vergleichen.

Zur Wahl stehen im Grossen und Ganzen vier Möglichkeiten:

  • Erdgas
  • (kann mit Solar kombiniert werden)
  • Heizöl
  • (kann mit Solar kombiniert werden)
  • Holz
  • (wobei hier noch ein Unterschied zwischen Pellets und Scheitholz besteht)
  • Wärmepumpe
  • (die sich ebenfalls unterteilt in Luft/Wasser oder Erdsonde)

Bei der Grösse der Heizung wird zur besseren Vergleichbarkeit eine Leistung von 13.000 kWh im Jahr angenommen. (entspricht ca. einem Einfamilienhaus)

Vergleicht man zunächst die Anschaffungskosten, so schneidet die Erdgasheizung ohne Solar am besten ab. Hier geht man bei der o.g. Grösse der Anlage von rund 12.000 Franken aus. Kombiniert man die gleiche Anlage mit Solar, schlägt die Anschaffung gleich mit 28.000 Franken zu Buche. Ähnlich verhält es sich, nur auf etwas höherem Niveau, bei der Ölheizung. Sie kostet im Alleinbetrieb rund 15.000 Franken, und mit Solarkombination rund 31.000 Franken.

Erheblich teurer wird die Anlage, wenn sie mit Holz betrieben werden soll. Denn hier liegt die preisgünstige Variante mit Scheitholz schon bei 21.000, und die noch technisch kompliziertere Anlage bei 40.000 Franken. Möchte man eine Wärmepumpe mit Luft oder Wassertemperatur betreiben, kommt dies auf Anschaffungskosten von rund 25.000 Franken und mit einer Erdsonde von etwa 45.000 Franken.

Die jährlichen Wartungskosten für die Anlage liegen zwischen 300 und 800 Franken, wobei hier die Wärmepumpe am besten abschneidet und die Pelletheizung die höchsten Kosten verursacht.

Die günstigsten Heizkosten verursacht im Beispiel die Wärmepumpe mit Erdsonde. Denn sie kostet dem Betreiber für das geheizte Haus nur Kosten von rund 670 Franken. Am teuersten kommt die Ölheizung, die mit fast anderthalb tausend Franken zu Buche schlägt. Nimmt man beides zusammen, ist die günstigste Heizung die mit Erdgas, da sie insgesamt jährliche Kosten von rund 2.800 Franken verursacht. Dabei wird eine Lebensdauer der Heizsysteme von 15 – 20 Jahren zu Grunde gelegt. Am teuersten kommt dabei die Pelletheizung weg, da sie jenseits der 5.300 Franken jährlich liegt.

Bezieht man Umweltbelastung und Lagerung des Brennstoffes etc. mit ein, fällt die Entscheidung tatsächlich schwer. Denn nicht alle Vorteile lassen sich auf einem Heizsystem vereinen.

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