Bad
Modernes Bad mit Holzboden

Holzboden im Bad

In unseren Bädern dominieren kühle Fliesen als bevorzugter Bodenbelag. Klar, Steinzeug ist pflegeleicht, robust und langlebig. Eines sind Fliesen jedoch nicht: angenehm für nackte Füsse.

12 März 2017

Warmer Badezimmerboden auch im Winter

Gerade im Winter wünscht man sich daher oft einen Bodenbelag, der nicht gleich frösteln lässt. Ein Holzboden im Bad kann hier die perfekte Alternative darstellen. Holz speichert Wärme und gibt diese langsam an die Umgebung ab. Doch leider hat Holz auch eine negative Eigenschaft: Es nimmt Feuchtigkeit schnell auf, kann aufquellen und ist daher nicht ohne genaues Fachwissen in Bädern zu verlegen. Egal ob Holzdielen oder Parkettboden – nur mit gründlicher Vorbereitung lassen sich Holzböden in Bädern verlegen. Wir haben Ihnen daher die wichtigsten Grundlagen rund um das Thema Holzboden im Bad zusammengesucht.

Wichtig: Die vollflächige Verklebung

Es gibt nichts natürlicheres als einen Holzboden im Bad. Hölzer strahlen Wärme und Behaglichkeit aus und gerade im Winter gibt es nichts schöneres, als nach einer heissen Dusche mit blossen Füssen auf einem wohltemperierten Boden stehen zu können. Bis vor wenigen Jahren galt noch die Regel: Holz im Bad ist nicht möglich. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei!

Heutzutage können Sie selbst einen Parkettboden im Bad verlegen, wenn Sie die wichtigste Grundregel von allen beachten. Gefährlich für Holzböden ist eindringendes Wasser. Während die Oberflächen der Hölzer im Badbereich zumeist mit einer feuchtigkeitsabweisenden Oberfläche versiegelt sind, kann in Fugen und Stössen Wasser eindringen. Der Boden quillt dadurch von der Unterseite aus. Daher muss ein Holzboden im Bad immer vollflächig verklebt werden. Spezielle Klebstoffe versiegeln dabei die Fugen zwischen den einzelnen Holzelementen, so dass Wasser keine Möglichkeit mehr hat, in das Holz einzudringen. Die Randbereiche werden mit Sanitärsilikonen versiegelt. So hat da Holz die Möglichkeit, sich abhängig von der Temperatur auszudehnen und ist trotzdem vor Wasser geschützt.

Holzboden im Bad verlegen

Ein Holzboden im Bad wird immer ausgehend von der hinteren rechten Ecke des Raumes beginnend verlegt. Die Verlegerichtung richtet sich dabei nach der Hauptlichtquelle des Raumes. Bei Tageslichtbädern sind dies die Fenster, bei Bädern ohne Fenster richtet man sich nach dem Licht der Deckenbeleuchtung. Ein Parkettboden wird dabei immer längs des einfallenden Lichts verlegt. Gleiches gilt auch für alle anderen Holzböden.

Alle Holzböden sollten vor dem Verlegen mindestens 48 Stunden in dem Raum ruhen, wo sie später verlegt werden. So hat das Holz die Möglichkeit, sich akklimatisieren zu können. Öffnen Sie die Pakete mit dem Holzboden immer erst kurz vor dem Verlegen, damit der Parkettboden weder Feuchtigkeit aufnehmen noch austrocknen kann. Nun folgt der wichtigste Schritt: das vollflächige Verkleben. Geben Sie immer nur soviel Klebemasse auf den Boden, wie Sie innerhalb einer Viertelstunde mit Holz belegen können. Anders als bei schwimmender Verlegung müssen Sie bei einem Holzboden im Bad also immer die Uhr im Auge behalten. Benetzen Sie vorsichtig die Stosskanten der einzelnen Holzbretter mit Kleber. So schützen Sie effektiv vor dem Eindringen von Wasser. Alternativ können Sie hier auch Silikon verwenden.

Oberfläche des Holzbodens versiegeln

Ist der Holzboden im Bad verlegt, muss die Oberfläche des Bodens noch versiegelt werden. Als einzige geeignete Methode zur Versiegelung kann hier das Ölen des Holzbodens empfohlen werden. Nur Öl schont und schützt das empfindliche Holz gleichermassen. Lack oder Wachs kann in Feuchträumen nicht verwendet werden. Geölte Holzoberflächen sind so lange wasserabweisend, wie die Schutzschicht nicht durch herabfallende Gegenstände oder ähnliches zerstört wurde. In diesen Fällen ist eine Reparatur durch Schleifen und Nachölen unumgänglich.

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