Boden
Der Unterschied beim Parkett

Holzparkett ist nicht gleich Parkett

Jedes Parkett besteht grundsätzlich aus Holz. Insofern ist der Begriff Holz-Parkett redundant. Umgangssprachlich werden einige Formen von qualitätvollem Laminat ebenfalls als Parkett bezeichnet. Um sich von diesen Produkten zu unterscheiden, hat das Holzparkett seine begriffliche Bedeutung. Doch Holzparkett ist nicht gleich Holzparkett.

2 Dezember 2014

Parkett aus Holz kann aus massivem Holz bestehen oder aus dünnem, mehrschichtigem Holz. Und Holz ist nicht gleich Holz. Für Parkett, sowohl Massivparkett als auch Mehrschichtparkett, eignen sich Birne, Walnuss, Eiche, Kiefer Fichte und auch Bambus. Wobei Bambusparkett natürlich kein Holzparkett ist. Die unterschiedlichen Holzarten, die für das Parkett verwendet werden, werden zum einen wegen ihrer Farbgebung, zum anderen wegen ihrer physikalischen Eigenschaften verwendet. Mehrschichtparkett kann sogar aus verschiedenen Holzarten bestehen, wobei die oberste Laufschicht die Farbe gibt und die anderen die physikalischen Eigenschaften. So ist Eiche, das bekannteste Holzparkett, aber auch Walnuss, recht hartes Holz. Fichte und Kiefer hingegen, wen wundert‘s, weich.

Der feine Unterschied

Beim Mehrschichtparkett werden 2 oder 3 dünne Schichten aus Echtholz mit Druck aufeinander geleimt. Die Laufschicht aus hartem Material, beispielsweise Eiche, wird unterlegt mit einer oder 2 Schichten Kiefer oder Fichte. Sind es 3 Schichten, werden diese versetzt zueinander verklebt. Das gibt deutlich höhere Verwindungsstabilität. Solch ein Holzparkett aus mehreren Schichten wird meist als Parkettplatte hergestellt. Im Gegensatz zum Stab- oder Tafelparkett, die kleinteilig geliefert werden und viel Verlegeaufwand erfordern, ist eine Platte Holzparkett viel leichter zu montieren. Zudem werden sowohl Parketttafeln als auch Parkettplatten mit Nut und Feder versehen, was ein einfacheres Arbeiten garantiert.

Im Gegensatz zu Laminat kann Holzparkett mehrfach abgezogen und somit erneuert werden. Die Anzahl der möglichen Erneuerungsvorgänge hängt von der Oberflächenbeschaffenheit, also dem oberen Material ab. Die Standzeit von Holzparkett kann wesentlich durch die Oberflächenpflege beeinflusst werden. So wird ein lackiertes Parkett zwar öfter nachbehandelt werden müssen, das Holz wird aber weniger angegriffen als beispielsweise bei einem geölten Holzparkett. Überhaupt sind Wachsen und Ölen von Holzparkett heutzutage aus der Mode gekommen. Das liegt nicht nur an der besseren Qualität der Lacke für Holzparkett. Auch die optische Anmutung und die Haptik von Holzparkett mit Lacküberzug sind eher im Trend. Das Abschleifen des Holzparkettlacks ermöglicht die Beseitigung auch tiefergehender Schäden, wenn waren anschliessend wieder lackiert wird.

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