Wintergarten

Kaltwintergarten

Einen Wintergarten bauen stellt eine vergleichsweise günstige Möglichkeit dar, den vorhandenen Wohnraum effektiv zu erweitern. Grundlegend muss bei der Planung zwischen einem Kaltwintergarten und einem Warmwintergarten unterschieden werden.

6 Juli 2017

Während ein Warmwintergarten auch in den kalten Monaten dank Beheizung als vollwertiger Raum genutzt werden kann, ist ein Kaltwintergarten vorrangig als Aufenthaltsraum in den Sommermonaten zu sehen. Ein Kaltwintergarten bietet jedoch empfindlichen Zimmerpflanzen genügend Frostsicherheit und Schutz vor Kälte, um auch den strengsten Frost zu überstehen. Was genau bei der Planung und dem Bau eines Kaltwintergartens zu beachten ist, klären wir in diesem Ratgeber.

Auf die richtige Planung kommt es an

Falls möglich, sollte ein Kaltwintergarten immer mit südlicher Ausrichtung errichtet werden. Dadurch kann der Wintergarten fast das gesamte Jahr über genutzt werden, denn die Sonneneinstrahlung auf der Südseite des Hauses ist selbst in den Frühlings- und Wintermonaten so stark, dass die Innentemperatur auf angenehme Gradzahlen steigen kann. Ein Kaltwintergarten kommt als einfache Form vom Wintergarten mit Einfachverglasung aus. Weder eine Isolierung noch eine Heizung müssen bei einem deratigen Wintergarten in die Planung mit einbezogen werden. Er ist also schnell und einfach aufzubauen und vergleichsweise kostengünstig. Bei der Planung ist allerdings zu beachten, dass der Wintergarten vom Rest des Hauses funktional abgetrennt sein muss, um alle Ansprüche der Wärmeschutzverordnung einzuhalten. Für die Abtrennung genügt eine einfache Schiebetüre zwischen Wohnraum und Wintergarten.

Kann ich einen Wintergarten selber bauen?

Vor allem ein Kaltwintergarten ist relativ einfach und schnell in Eigenregie zu bauen. Mehr als 80 % aller Wintergärten, die in der Schweiz gebaut werden, bestehen aus sogenannten Fertigbausätzen. Hierbei werden das gesamte benötigte Material, alle Baupläne und alle Verbindungselemente gemeinsam geliefert, so dass sich der Bauherr nur noch mit dem Aufbau des Wintergartens beschäftigen muss. Wer hier in Eigenregie bauen möchte, der muss einige Tage Zeit einplanen. Wird ein Unternehmen mit dem Bau des Wintergartens beauftragt, treibt dies zwar die Kosten in die Höhe – allerdings verringert sich die Bauzeit wesentlich!

Welches Material soll ich nehmen?

Bei einem Kaltwintergarten ist das Material zum Bau nicht so wesentlich für die Funktionsfähigkeit wie bei einem vergleichbaren Warmwintergarten. Schnell und einfach lassen sich Kaltwintergärten aus vorgefertigten Kunststoffteilen errichten. Holz sieht zwar wesentlich hochwertiger aus – ist aber hinsichtlich der Verarbeitung und des Aufbaus schwieriger zu handhaben. An einen Kaltwintergarten aus Holz sollten sich daher nur Heimwerker mit grosser Erfahrung trauen! Auch sollte beachtet werden, dass Holz regelmässiger Pflege bedarf. Ein jährlicher Schutzanstrich ist Pflicht, will man lange Freude an dem Kaltwintergarten haben.

Muss ich ein Fundament errichten?

Für einen Wintergarten ohne Heizung ist ein gegossenes Fundament aus Beton nicht unbedingt nötig. Sie können diese Form von Wintergarten auch auf einer Terrasse, also einem Plattenfundament oder einem Streifenfundament aufbauen. Je leichter Sie den Wintergarten bauen, desto flexibler sind Sie hinsichtlich der Wahl des Untergrundes. Wer jedoch langfristig plant und eventuell den einfachen Wintergarten in Zukunft ausbauen möchte, der sollte sich unbedingt mit den Möglichkeiten, die ein fachgerecht ausgeführtes Wintergarten Fundament bieten, beschäftigen.

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