Heizung

Kaminöfen selbst planen und einbauen Teil 2

Das Angebot ist so gross, dass es nicht leicht ist, den richtigen Kaminofen zu finden. Das beginnt schon bei der Auswahl des Materials, bei dem sowohl Gusseisen als auch Naturstein möglich ist, oder auch Speckstein, Emaille, Granit, Fliesen …

19 Juni 2015

Die Kriterien

Natürlich soll der Ofen gefallen, schliesslich steht er zumeist im Wohnzimmer und ist dort sogar in gewisser Weise der Mittelpunkt. Doch das Aussehen ist nicht alles. Wer sich die Arbeit erleichtern will, achtet auf einfache Bedienung und hohen Wirkungsgrad.

Die sogenannten Bausatz-Kamine

Ein geübter Heimwerker kann sich dank der Bausatz-Kamine selbst daran wagen, diesen aufzubauen. Zudem sind sie günstiger als fest Eingebaute und unterscheiden sich optisch kaum von den Anderen.

Die Teile hierfür sind standardisiert und werden beim Hersteller produziert, der sie dann auf Paletten verpackt zum Kunden schickt. Diese System-Kamine beruhen auf einem Grundmodell, das sich divers ergänzen lässt, zum Beispiel mit Marmor- oder Granit-Teilen und so weiter. Dabei können die Kunden bei der Bestellung festlegen, wie ihr Kamin aussehen soll – es geht also keineswegs um Einheitsmodelle, die alle gleich aussehen.

Aussuchen kann man sich beispielsweise die Grösse des Feuerraumes. Auch Material und Farbe der Anbauteile sind wählbar. Prinzipiell sind Eck- oder Frontgeräte möglich, je nachdem, wo der Kamin stehen soll.

Wichtigstes Argument des Eigenbaus ist die Montage-Zeit. Maximal zwei Tage veranschlagen die Hersteller für die Montage von Laienhand. Ausserdem liegen die Kosten natürlich bei Weitem unter dem, was ein fertig gesetzter Kamin kosten würde. Auch wenn man einen solchen „Eigenbau-Kamin“ kauft, kann dieser von Fachleuten gesetzt werden. Die Kosten liegen dann bei rund 1.200 Franken für die Montage, während sie bei einem herkömmlichen Kamin bei rund dem Doppelten liegen.

Heiz-Speicher inklusive

Die Verkleidungsteile, die nicht aus Marmor etc. bestehen, werden aus Schamotten gefertigt. Dieses feuerfeste Material  besteht aus Ton und anderen Mineralien und wird im Ofenbau seit Jahrhunderten angewendet. Die herausragende Eigenschaft ist, dass es Wärme speichern kann. Damit kann also erreicht werden, dass noch Stunden nachdem das Feuer erloschen ist, Wärme abgegeben wird. Dies kann man sich bewusst zu Nutze machen und schon eine Weile vor dem Schlafengehen nicht mehr nachlegen, oder man lässt das Feuer bis es nicht mehr benötigt wird brennen und nutzt die Nachheizzeit, damit der Raum über Nacht nicht so stark auskühlt, was wiederum am Morgen der Heizungsanlage die Arbeit erleichtert.

Die Kanten der Verkleidungsteile können entweder so belassen werden, oder auch verputzt und in Raumfarbe gestrichen werden. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt und so ist der Selbstbau-Kamin auch ein Stück Individualität in der Wohnung.

TEILEN:

Kommentar verfassen