Gebäude & Energie
Moderne Sitzgruppe am Wandkamin

Kaminofen planen und selbst einbauen Teil 1

Kaminöfen sind derzeit modern. Sie geben behagliche Wärme ab und helfen so, an Gas oder Strom zum Heizen zu sparen. Doch baut ein Heizungsbauer einen solchen Ofen ein, verteuert das die Sache ganz enorm. Deshalb greifen immer mehr Hausbesitzer zum Eigeneinbau, wobei man in die Planung auf alle Fälle den Schlotfeger einbeziehen sollte.

18 Juni 2015

Kaminofen selbst einbauen – die Vorbereitung

Schon vor dem Kauf des Kaminofens, in der Planungsphase, sollte man den Schlotfeger mit ins Boot holen. Er gibt Tipps zum Aufstellort des Kaminofens und welche Modelle ratsam sind zu kaufen. Vor allem prüft er, ob ein Schornstein vorhanden ist, der dafür geeignet wäre. Eventuell muss hier ein neuer Abzug eingerichtet werden oder es steht eine Schornsteinsanierung an. Wichtig ist eine solche Beratung nicht nur wegen der Sache an sich, sondern auch deshalb, weil der Schlotfeger hinterher den Ofen ohnehin abnehmen muss. Hat er dann vorher die Baustelle nicht gesehen, kann es sein, dass es Ärger wegen diverser Mängel gibt und sogar ein Rückbau angezeigt ist.

Der Fussoboden

Der Fussboden, auf dem der Kamin stehen soll, darf nicht brennbar sein. Ist er dies, etwa weil Dielen im Zimmer liegen, kommt darüber eine Platte, etwa aus Stein oder Glas. Schiefer oder Metall sind ebenfalls möglich, oder sogar fest verlegte Fliesen. Rund um den Ofen soll diese Platte mindestens 30 cm überstehen, nach vorn 50. Wer den Platz hat, sollte hier lieber etwas grosszügiger sein. Denn wenn Funken fliegen, ist das nur gefährlich und hinterlässt hässliche Brandflecken.

Wird nur eine Platte auf den brennbaren Boden gelegt, sollte man diese zum Boden hin mit Silikon abdichten. So verhindert man, dass Asche und anderer Staub sich daruntersetzen und schlecht wieder zu entfernen sind. Dass dies passiert, lässt sich schwerlich verhindern, da die Platte oft durch das Gewicht des Ofens vorn ein wenig nach oben steht.

Der Schornstein

Der Aufstellort des Kamins richtet sich nach dem Standort des Schlotes. Kann dieser ohnehin nicht genutzt werden, wird ein Ofenrohr durch die Aussenwand geführt und am Haus aussen entlang in Form eines Rohres nach oben. Mit etwas mehr Aufwand geht dies aus innerhalb des Hauses, also ohne die Aussenwand von aussen zu nutzen. Wir raten dazu, den Anschluss des Kaminofens an den Schornstein von einer Fachfirma durchführen zu lassen. So ein Wanddurchbruch ist nicht ohne und kann Schäden hinterlassen. Auch der eigendliche Anschluss des Ofenrohres muss luftdicht und hitzebeständig sein.

Nachnutzung der Wärme

Normalerweise heizt ein solcher Kaminofen nur so lange, wie das Feuer brennt. Doch es gibt inzwischen Modelle, die bis zu 10 Stunden nachheizen. Sie speichern die Wärme und brauchen dafür lediglich einen gewissen Anteil Speichermasse, die hinter der Verkleidung des Ofens verschwindet.

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