Boden
Korkfussboden

Korkfussboden – vielseitig, natürlich und eine Wohltat für die Füsse

Das Naturmaterial Kork kommt schon seit langer Zeit als Bodenbelag zum Einsatz. Wirklich beliebt wurde das aus der Rinde der Korkeiche gewonnene Produkt jedoch erst nach Aufwertung seiner Optik mit frischen Farben und individuellen Strukturen. Heute finden Sie Korkfussböden in nahezu allen Lebensbereichen.

14 September 2014

In Wohn- und Schlafzimmern werden besonders die wohltuende Fusswärme und die gemütliche Atmosphäre vom Korkfussboden geschätzt. Aufgrund der guten Wärmeisolation eignet sich Korkfussboden ebenso gut für den Einsatz in Kinderzimmern. Ihr Nachwuchs kann auf dem Fußboden spielen, ohne dass eine rasche Unterkühlung zu befürchten ist. In Küchen bietet ein Korkfussboden ebenfalls einige Vorzüge. So hinterlässt heruntergefallenes Geschirr auf dem Boden keine Spuren und geht dank der Federwirkung vom Korkfussboden auch nur selten zu Bruch. Wurde der Korkfussboden mit einer speziellen Oberflächenversiegelung versehen, können Sie ihn selbst in Feuchträumen wie Duschen oder Bädern verlegen.

Korkfussboden – Vor- und Nachteile

Wie bei allen Bodenbelägen gibt es auch beim Korkboden Vor- und Nachteile. Er ist äußerst pflegeleicht, tritt- und schalldämmend, fußwarm, antistatisch, elastisch und isolierend. Seine guten Dämmeigenschaften sparen Heizkosten und sorgen für ein angenehm warmes Gefühl an Ihren Füßen. Aufgrund seiner hohen Elastizität übersteht er selbst stärkere Belastungen ohne dauerhafte Verformungen. Zugleich bietet er durch sanftes Nachgeben beim Gehen einen rückenschonenden Effekt. Drücken schwere Möbel Dellen in die Korkoberfläche, kommt es zu keinen bleibenden Schäden, da sich die zusammengepressten Stellen mit der Zeit wieder ausdehnen. Weil sich Hausstaubmilben auf Korkboden nicht wohlfühlen, eignet dieser sich zudem hervorragend für Allergiker.

Wurde der Korkfussboden ohne künstliche Klebstoffe verpresst, enthält er keine Chemikalien, die ausdünsten und damit Ihre Gesundheit gefährden könnten. Darüber hinaus ist er von Natur aus wasserabweisend und daher selbst ohne Komplettversiegelung weniger feuchtigkeitsempfindlich als beispielsweise Parkett. Da Korkfussboden nicht nur Wärme, sondern auch Schall dämmt, gehört das unangenehm laute „Klackern“ hoher Absätze auf hartem Untergrund der Vergangenheit an. Ebenso sind unschöne elektrische Mini-Stromschläge, wie sie besonders häufig im Winter auftreten, passé. Da Kork sich ausdehnt, ist er jedoch nur mit Dehnungsfuge verlegbar. Außerdem ist nicht jeder Korkfussboden für eine Fußbodenheizung geeignet.

Pflege von Korkfussboden

Um Korkböden sauber zu halten genügen Staubsaugen und gelegentliches, nebelfeuchtes Wischen mit Wasser und nur wenig Reinigungsmittel. Zusätzlich sollten Sie eine regelmäßige Ölung bzw. Neuversiegelung einplanen, um Schmutz und Feuchtigkeit die Angriffsfläche zu nehmen. Im Handel sind hierfür spezielle, extramilde Korkreiniger zu finden. Achten Sie beim Durchwischen darauf, dass sich auf dem Kork keine Pfützen bilden. Dieser selbst ist zwar hydrophob, jedoch kann einsickerndes Wasser die Platten quellen lassen oder andere Beschädigungen hervorrufen.

Die Kosten für einen Korkboden liegen je nach Qualität zwischen zehn und zwanzig Franken pro Quadratmeter. Bei edleren Varianten sind aber auch Preise von etwa 30 bis 40 Franken je Quadratmeter möglich. Wird der Boden jedoch entsprechend gepflegt, kann die Lebensdauer zwanzig Jahre und mehr betragen, womit selbst teurere Korkfußböden sich als echtes Schnäppchen erweisen können.

Korkfussböden lassen sich sehr gut in Eigenregie verlegen. Die klassische Verlegeart ist das Verkleben massiver Korkfliesen und deren anschließende Versiegelung. Hierzu benötigen Sie nichts weiter als einen Gliedermassstab, ein scharfes Messer und den passenden Kleber plus Pinsel. Eine Alternative dazu ist Korkparkett, bei dem bereits versiegelte Korkdielen verklebt oder anhand von Nut und Feder miteinander verbunden werden.

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