Garten
Sitzbank mit Natursteinplatten und Feuerstelle

Naturstein ins eigene Grundstück integriert

Sie sind in der freien Natur ein Hingucker, werden in Parks und öffentlichen Anlagen für die Gestaltung genutzt und immer öfter auch auf privaten Grundstücken: natürliche Steine, die in bearbeiteter oder auch nicht bearbeiteter Form aufgestellt, gelegt oder in Bauwerke integriert werden.

6 Mai 2015

Die Natur-Stein-Ausstellung in Zell (LU) kann viele Ideen liefern: zu finden unter http://www.mueller-steinag.ch/NATURA-STEIN-AG

Natursteine – zeitlos und schön

Egal in welchem Stil das Grundstück gestaltet worden ist oder noch werden wird: ein Naturstein passt sich immer an. Er ist zeitlos und schön, haltbar und vielseitig einsetzbar. Zwar sind sie auch nicht ganz billig – anderer Bodenbelag zum Beispiel ist günstiger zu haben-, doch die Anschaffung lohnt sich.

Für den Aussenbereich sind nicht alle Arten von Steinen gleichermassen geeignet. Gut verarbeiten lassen sich für Garten und Co Schiefer und Sandsteine, Quarzit oder Granit, um nur einige zu nennen. Sehr bekannt unter den Natursteinen ist Marmor. Doch gerade dies ist nicht für den Aussenbereich geeignet. Denn die Frostbeständigkeit ist nicht gegeben.

Angewendet werden können Steine nicht nur in ihrer natürlichen Form, in der sie beispielsweise als Highlight in den Beeten punkten. Vielmehr sind sie in bearbeiteter Form als Sichtschutz oder Bodenbelag, Treppe oder Fensterbank, Sitzmöbel oder mehr ein Unikat, wie es kein Zweites auf der Welt gibt. Skulpturen und Wasserspiele sind oft aus Stein zu finden, wobei auch hier bei gleicher Form kein Artikel dem anderen gleicht, ähnlich wie Holz, das durch seine unterschiedlichen Maserungen ebenfalls nur Unikate hervorbringt.

Farbe und Form in Hülle und Fülle

Die Varianten bezüglich Art des Steins, die Form und Farbe sind unüberschaubar gross. Grobschlächtig und natürlich, elegant und fein geschliffen –die Bearbeitungsvarianten sind vielfältig. Allerdings ist das Ganze nicht ganz preiswert zu haben: während ein Gehweg oder die Terrasse aus Betonsteinen für rund 20 Franken pro Quadratmeter zu haben ist, beginnen die aus natürlichem Stein bei um die 100 Franken und können sich nach oben beliebig steigern. Allerdings ist anzuraten, dass man sich beim Naturstein für eine Sorte oder Farbe entscheidet. Ein Materialmix wirkt schnell überladen und nimmt dem Garten sein Hauptaugenmerk. Entscheidet man sich beispielsweise für Sandstein, lassen sich daraus viele verschiedene Möglichkeiten schaffen, von der Skulptur über die Beeteinfassung bis hin zu Pflaster.

Vorsicht bei Bodenbelägen

Viele nutzen den natürlichen Stein als Bodenbelag, wo er eine extrem lange –eigentlich fast unbegrenzte- Haltbarkeit verspricht. Doch eines sollte man nie aus den Augen verlieren: die Rutschfestigkeit. Schon ein leichter Taubelag am Morgen kann bei schönstem Wetter die polierte Oberfläche von Stein in eine Rutschbahn wie im tiefsten Winter verwandeln. Bei rustikalem Pflaster dagegen ist man davor sicher.

Für die Pflege der Natursteine berät man sich am besten mit dem Hersteller. Meist reicht es, die Fläche zu kehren und mit klarem Wasser zu spülen. Ein Hochdruckreiniger kann dann eingesetzt werden, wenn sich diverse Verschmutzungen über lange Zeit nicht haben verhindern oder entfernen lassen.

Das Fundament ist wichtig

In unseren Breiten ist ein frostsicheres Fundament unerlässlich. Damit der Frost dem Belag möglichst wenig anhaben kann, sollte man auf eine gewisse Neigung der Fläche achten. So fliesst Wasser ab und kann weder Pfützen bilden, noch für Frost auf der Fläche sorgen. Andererseits kann ein tief ausgeschachtetes Fundament aus Beton helfen, damit unregelmässige Steine dort liegen bleiben, wo sie eingesetzt wurden. Verlegt man Pflastersteine aus Granit, wird als Bett feinkörniger Kies (Estrichkies) oder auch Sand verwendet. Diese Materialen gewähren obendrein, dass das Wasser abfliessen kann und nicht gefriert.

TEILEN:

Kommentar verfassen