Boden
Frau putzt Parkettboden mit Lächeln

Parkettpflege und Reinigung

Parkett gilt als Klassiker unter den gehobenen Bodenbelägen. Mit einem gepflegten Parkettboden können Sie jeden Ihrer Räume optisch aufwerten. Um den Oberflächenschutz - eine Öl- bzw. Wachs-Behandlung oder eine Versiegelung - und seine schöne Optik zu bewahren, bedarf der Holzfussboden jedoch einer geeigneten Reinigung und Pflege.

4 September 2014

Hierbei ist zwischen den Begriffen Parkett Pflege und Parkett Reinigung zu unterscheiden. Wollen Sie ein spezielles Mittel zur Parkettpflege aufbringen, muss vorher eine gründliche aber sanfte Parkett Reinigung erfolgen. Machen Sie die Reinigung und Pfege des Parketts in einem Arbeitsgang, besteht die Gefahr, dass Schmutzpartikel in die Pflegeschicht eingeschlossen werden. Legen sich im Laufe der Zeit mehrere dieser Schichten aufeinander, bekommt der Holzfußboden ein schmutzig graues bis schwarzes Aussehen.

Wie häufig Sie die Parkettpflege bzw. Parkettreinigung durchgeführt werden muss, hängt vor allem von der Nutzung und dem damit einhergehenden Verschmutzungsgrad ab. Im privaten Bereich genügt oftmals schon eine wöchentliche Säuberung. Hierbei sollten Sie insbesondere darauf achten, dass scheuernde Schmutzpartikel wie Sand möglichst bald entfernt werden, da diese sonst an der Oberfläche des Parketts kleine Kratzer hinterlassen können. Besonders kritisch ist dies bei Parkett aus weicheren Holzsorten wie Ahorn oder Nussbaum. Das richtige Mittel für dei Parkettpflege kann auch helfen, kleinere Kratzer optisch verschwinden zu lassen.

Parkettpflege – ohne scharfe Reiniger

Grundsätzlich ist Parkett sehr einfach zu säubern. Richtige Parkettpflege heisst vor allem auf scharfe Reiniger zu verzichten. Bei normaler Verschmutzung reicht als Parkettpflege aus, den Boden mit einem trockenen Staubbesen zu wischen oder abzusaugen. Gelegentlich empfiehlt sich das Aufwischen mit einem leicht befeuchteten Mopp oder einem gut ausgewrungenen Bodentuch. Hierbei sollten Sie nicht zu viel Wasser verwenden. Bleiben kleine Wasserperlen auf der Versiegelung des Parketts stehen, ist die Reinigung zu nass.

Parkett Reinigung

Flecken lassen sich vom Parkett mühelos mit einem milden Reinigungsmittel entfernen. Benutzen Sie hierfür keinesfalls desinfizierende oder scharfe Mittel. Diese greifen mit der Zeit die Versiegelung an. Möchten Sie dem Wischwasser spezielle Parkettreiniger beimischen, sollten Sie sich unbedingt an die vom Hersteller empfohlenen Mengen halten. Geölte und gewachstes Parkett dürfen Sie nur dann feucht reinigen, wenn die Pflegeanleitung nichts Gegenteiliges angibt.

Versiegelte Holzböden sind während der ersten zehn bis zwanzig Jahre weitgehend ohne Parkettpflege aus Nach dieser Zeit ist es ratsam, den Fußboden abzuschleifen und neu einzulassen. Anschließend können Sie sich für eine neue Oberflächenbehandlung entscheiden.

Parkett regelmässig ölen

Etwas mehr Parkettpflege benötigen geölte Parkettböden. Für die richtige Parkettpflege sollten Sie bei einem geölten Parkettboden ein bis zweimal jährlich mit ein wenig Pflegeöl nachbehandeln. Bei starker Beanspruchung muss die Parkettpflege entsprechend häufiger wiederholt werden. Durch behutsames Anschleifen und Nachölen beseitigen Sie problemlos kleinere Schäden. Wichtig ist, dass der Pflegefilm stets geschlossen ist. Damit verhindern sie den frühzeitigen Verschleiß und den Verlust der Schutzfunktion der Oberflächenbehandlung.

Stellen Sie auf Ihrem Parkett größere Kratzer oder Dellen fest oder ist die Oberfläche matt geworden, kommen Sie um das Abschleifen und die etwaige Neuversiegelung nicht herum. Wie Sie dabei vorgehen müssen, richtet sich nach der jeweiligen Parkettart. Fertigparkett ist wesentlich weniger dick als Massivparkett. Daher darf es nur äußerst vorsichtig und nicht zu oft abgeschliffen werden. Ist Ihr Parkett lackiert, können Sie die matte Schicht mit Hilfe einer professionellen Schleifmaschine abtragen.

Sofern Sie keine eigene Maschine besitzen, besteht die Möglichkeit diese im Baumarkt zu mieten. Achten Sie darauf, dass das Gerät über ein Staubrückhaltesystem verfügt. Dieses verhindert, dass sich der beim Schleifen entstehende feine Holzstaub nicht im Zimmer verteilt. Für Laien erweist sich das Abschleifen oftmals als nicht ganz einfach. Sollten Sie sich diese Arbeit nicht zutrauen, können Sie das Parkett Pflegen auch einem Fachmann zu überlassen.

Fazit: Die richtige Parkettpflege besteht in den meisten Fällen aus einer sanften und schonenden Reinigung. Nur geöltes Parkett muss regelmässig mit Pflegeöl behandelt werden.

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