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Rauchwarnmelder – kleine Geräte mit grosser Wirkung

17 November 2016

In der Schweiz sind Rauchwarnmelder für Privathäuser und Wohnungen nicht vorgeschrieben. Das heisst aber natürlich nicht, dass sie nicht sinnvoll wären.

Der Nutzen der Rauchwarnmelder

Bei den meisten Bränden werden mehr Personen durch den Rauch des Feuers als durch die Flammen selber verletzt. Der Rauch breitet sich sehr schnell in geschlossenen Räumen und durch Gebäude aus. Besonders nachts, wenn die menschlichen Sinne nicht so gut arbeiten, wird der Rauch oft zu spät bemerkt. Atmet man ihn über einige Zeit hinweg ein, führt er zu Bewusstlosigkeit. Rauchwarnmelder, oft auch nur Rauchmelder genannt, warnen durch einen optischen und einen akustischen Alarm, sobald sich eine nennenswerte Menge Rauch entwickelt. Rechtzeitig gewarnt hat man die Möglichkeit das Gebäude zu verlassen oder sogar den beginnenden Brand selber zu bekämpfen.

Wie funktionieren Rauchwarnmelder

In allen Rauchwarnmeldern befinden sich eine Diode, die Infrarot-Licht aussendet, und ein optischer Sensor. Im Normalfall kommt der optische Sensor nicht mit dem ausgestrahlten Licht in Berührung. Befindet sich aber Rauch in der Zimmerluft, wird das Licht gestreut und ein Teil davon auf den Sensor reflektiert. Leider wird das Licht aber auch durch Staub, Zigarettenrauch oder kleine Insekten reflektiert. So kann es zu Fehlalarmen kommen. Gut, wenn der Rauchmelder eine Stummschalttaste hat. Dann kann durch Lüften die Ursache des Fehlalarms beseitigt werden, während der Warnmelder 10 Minuten stumm geschaltet ist.
Komfortablere Modelle der Rauchwarnmelder arbeiten mit zwei Sensoren und einem Mikroprozessor. Der zweite Sensor misst die Raumtemperatur. Ein entstehendes Feuer ist durch einen sprunghaften Anstieg der Lufttemperatur gekennzeichnet. Im Mikroprozessor treffen die Signale beider Sensoren ein und werden miteinander verglichen. So kann der Rauchwarnmelder zwischen Staub, Küchendünsten und einem entstehenden Brand unterscheiden und die Rate der Fehlalarme drastisch senken. Außerdem erkennt dieser Typ des Rauchmelders Schwelbrände früher und besser. Schwelbrände entwickeln anfangs Wärme, aber kaum Rauch.
Es gibt zwar auch Rauchwarnmelder, die an die hausinterne Stromversorgung angeschlossen werden, die meisten Modelle beziehen ihre Energie aber aus Batterien.

Die verschiedenen Arten der Rauchwarnmelder

Rauchwarnmelder werden als Stand-alone Geräte und als vernetzbare Modelle angeboten. Die Vernetzung kann kabelgebunden ausgeführt oder über Funk realisiert werden. Funk-Rauchmelder sind ideal für den nachträglichen Einbau in Häuser oder Wohnungen, da hierfür keine Kabel verlegt werden müssen. Für kleine Wohnungen oder Häuser reichen Stand-alone Geräte. Rauchmelder geben einen 85 dB lauten Alarmton ab. In Wohnungen bis ca. 60 m² ist dieser Ton normalerweise überall problemlos zu hören. Für größere Wohnungen oder mehrgeschossige Häuser bieten sich vernetzte Rauchwarnmelder an. Stellt eines dieser vernetzten Geräte einen Brand fest, gibt es nicht nur selber einen Alarm aus, sondern sendet auch ein Alarmsignal an alle mit ihm verbundenen Geräte. Diese geben daraufhin ihrerseits Alarm. So ist sichergestellt, dass der Alarm überall bemerkt wird, unabhängig vom Entstehungsort.

Wie und wo werden Rauchmelder montiert?

Die Montage der Rauchmelder ist vollkommen unkompliziert. Eine Montageplatte wird an der Zimmerdecke durch Kleben oder Schrauben befestigt. Auf diese Platte schraubt man dann den eigentlichen Rauchmelder. Das Gerät wird möglichst in der Raummitte an der Decke befestigt. Zu Wänden, Türen, Fenstern und Lampen sollte jeweils ein Abstand von mindestens 50 cm eingehalten werden.

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