Gebäude & Energie
altes Dach

Sanierungen – die richtige Reihenfolge macht´s

Kauft man ein altes Haus, besteht meist erheblicher Sanierungsbedarf. Doch um alle Massnahmen mit einem Mal durchzuführen, sind diese oft zu teuer. Aber wie findet man die richtige Reihenfolge; wie kann man sicher gehen, dass die gewählte Reihenfolge baulich gesehen die richtige ist?

18 Februar 2015

Zuerst einen Überblick verschaffen

Der erste Schritt sollte sein, alles aufzuschreiben, was gemacht werden soll. Dafür können Sie sich am besten mit einem Bausachverständigen beraten. Am besten teilen Sie die Liste gleich in solche Arbeiten, die dringend nötig sind, wie zum Beispiel Dach abdichten, Elektrik erneuern und so weiter, und solche, die vorwiegend der Verschönerung dienen, wie das Streichen der Fassade oder der neue Gartenzaun. Beim Planen müssen Sie auf alle Fälle darauf achten, dass Sie keine Reihenfolge festlegen, die die eine oder andere Arbeit wieder revidiert. Zum Beispiel sollten Sie kein Zimmer renovieren, in dem später noch das Fenster ausgetauscht werden soll.

Die wichtigsten Schritte

Zunächst sollte es um solche Dinge gehen wie die Heizung, weil hier die Betriebskosten dranhängen. Wer seine alte Heizung noch zu lange benutzt, muss das monatlich mit hohen Heizkosten bezahlen. Darum ist es besser, eine alte Küche oder ein altes Bad noch länger zu benutzen und sich erst einmal um die Heizung zu kümmern.

Renovieren mit Fördermitteln

Wer sich einer Sanierung annimmt, sollte prüfen, ob es Massnahmen gibt wie neue Fenster, Dämmung von Dach und Fassade oder die neue Heizung, die mit staatlichen oder kantonalen Fördertöpfen unterstützt werden. Dies müssen Sie jedoch im Vorfeld klären, denn oft werden die Fördermittelanträge nur dann angenommen, wenn die Massnahmen noch nicht begonnen wurden.

Neue Heizung amortisiert sich rasch

Zunächst sollte die Dämmung erfolgen oder eine alte, noch intakte Dämmung ausgebessert und eventuell verstärkt werden. Wie und ob das möglich ist, wird ein Fachmann klären. Erst dann lohnt es, sich der alten Heizungsanlage zu widmen und sie auszutauschen.

Rund ein Drittel der Heizkosten kann es sparen, einen neuen Heizkessel einzubauen. Der Bedarf an Heizung ist durch den Austausch eines Kessels zwar unverändert, aber dieser kann effektiver bereitgestellt werden.

Bei der Auswahl des neuen Heizkessels sollten Sie darauf achten, dass die Leistung verändert werden kann. Kessel mit einer sogenannten Leistungsspanne ermöglichen das Einstellen je nach Dämmzustand des Gebäudes. Im Fachausdruck heisst dies: Modulationsbereich.

Regenerative Energien mitheizen zu lassen, wie beispielsweise mit Sonnenenergie das warme Wasser zu erhitzen, ist nicht nur effizient und zukunftsorientiert, sondern kann mitunter auch neue Fördermöglichkeiten bringen, da es dafür extra Fördertöpfe gibt.

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