Gebäude & Energie
Ein Einbrecher versucht ein Haustürschloss zu öffnen

Sicherheitsschloss für die Haustür

Auch bei uns in der Schweiz steigt die Kriminalitätsrate ständig. Täglich finden in unseren Kantonen Wohnungseinbrüche statt, die nicht selten mit einem Verlust wertvoller Gegenstände einhergehen. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen Ihre Wohnungen und Eigenheime vor unbefugtem Zugriff schützen wollen.

14 März 2017

Ein Sicherheitsschoss an der Haustür ist eines der effektivsten Mittel zum Schutz vor Einbrechern. Statistiken belegen, dass die meisten Einbruchsversuche abgebrochen werden, wenn sich eine Türe oder ein Fenster nicht innerhalb von maximal 60 Sekunden öffnen lässt. Welche Arten von Sicherheitsschlössern es gibt und welche Türen sich damit nachrüsten lassen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Die grösste Schwachstelle: Der Schliesszylinder

Türen, die mit normalen Schlössern gesichert sind, lassen sich mit wenig Aufwand aufbrechen. Schuld daran ist eine kleine Schraume innerhalb des Schliesszylinders. Wird hier mit einem passenden Werkzeug genügend Druck ausgeübt, brechen kleinste Schrauben im Inneren des Zylinders – und die Tür ist geöffnet. Dies gilt insbesondere für Türen, die nur zugezogen, aber nicht abgeschlossen werden. Daher gilt als Faustregel: Verlassen Sie das Haus, und sei es auch nur für kurze Zeit, schliessen Sie die Türe immer ab! So verbessern Sie auch bei Standardschlössern die Sicherheit Ihrer vier Wände enorm!

Woraus besteht ein Sicherheitsschloss?

Als Sicherheitsschloss wird die Einheit von Türschloss, Schutzbeschlag und Profilzylinder bezeichnet. Das Einsteckschloss, welches in die Türe eingesteckt wird, sollte dabei nach DIN 18251 genormt sein. Der Schutzbeschlag dient als Widerstand gegen Aufhebeln, während ein Sicherheits-Profilzylinder Schutz vor Dietrichen bietet. Bei guten Profilzylindern besteht das Schliesssystem aus mehreren unabhängigen Schliesselementen in mindestens drei Stiftebenen. Einbrecher haben hier so gut wie keine Chance, mit nachgemachten Schlüsseln oder Werkzeugen das Schloss aufzubekommen. Gute Profilzylinder bieten darüber hinaus auch noch eine Notfunktion: Lassen Sie aus Versehen den Schlüssel von innen stecken, können Sie die Türe immer noch von aussen öffnen.

Neben einem widerstandfähigen Profilzylinder kommt dem Schutzbeschlag grösste Wichtigkeit zu. Gute Schutzbeschläge bestehen aus hochwertigem Stahl und sind so gefertigt, dass sie den Profilzylinder vollständig umschliessen. Aus der Tür herausragende Zylinder gehören so der Vergangenheit an – ein echtes Plus für Ihre Sicherheit! Ein hochwertiger Schutzbeschlag lässt sich niemals von aussen demontieren oder aufhebeln. Weiterhin sorgt allein die robuste Optik schon dafür, dass Einbrecher wissen, dass das Haus gesichert wird – viele Einbruchsversuche werden so schon im Vorhinein vermieden!

Ist jede Tür zum Nachrüsten geeignet?

Grundsätzlich lässt sich jede Haus- oder Wohnungstüre mit Sicherheitsschlössern nachrüsten. Insbesondere in Mietwohnungen sind jedoch die Türblätter von minderer Qualität. Dünnes Holz oder gar Leichtbauweise birgt wenig Widerstandskraft gegen rabiate Einbruchsversuche. Rüstet man solche Türen mit Sicherheitsschlössern nach, kann es passieren, dass zwar das Schloss standhält, aber dafür die ganze Türe aus den Angeln getreten wird. Für schwache Türen empfiehlt es sich daher, neben einem Sicherheitsschloss zusätzlich einen Panzerriegel zu verbauen. Diese Schutzelemente werden von der Innenseite quer über die gesamte Türbreite installiert, bestehen aus massivem Stahl und schützen effektiv vor gewaltsamen Einbruchsversuchen.

Fazit
In unsicheren Zeiten kann ein Plus an Sicherheit niemals schaden. Sicherheitsschlösser sind ein günstiger und effektiver Weg, Ihr Eigentum vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Die meisten Sicherheitsschlösser lassen sich mit wenig Aufwand in Eigenregie nachrüsten. Bei schwächeren Türen und für noch mehr Sicherheit sollte unbedingt die Installation eines Panzerriegels in Betracht gezogen werden.

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