Gebäude & Energie

Sockel des Hauses erneuern I.

Der Sockel des Hauses, also das Stück zwischen Fassade und Fundament, ist ebenso anfällig für Schäden, wie immens wichtig für das Haus. Also sollte man hier ein Auge darauf haben und sofort Massnahmen ergreifen, wenn sich Schäden bilden.

27 Juli 2015

Erhöhter Verschleiss

Der Verschleiss des Sockels hat mehrere Ursachen: zum einen ist dieser Bereich der Mauer der Erde sehr nah, also Feuchtigkeit und Spritzwasser ausgesetzt, zum anderen ist der ablaufende Regen der Fassade ein Grund für schadhafte Stellen. Daher müssen die Sockel meist häufiger instand gesetzt werden als die eigentliche Fassade. Ist das Mauerwerk nicht durchgehend beschädigt, können die Sanierungsarbeiten von einem versierter Heimwerker selbst durchgeführt werden.

Der Putz als schützende Schicht

Da der Sockel nicht nur den o.g. Problemen ausgesetzt ist, sondern auch mechanische „Angriffe“ verkraften muss, wie Spielzeug oder Gartengeräte, die daran anstossen, muss er einiges aushalten. Wenn der Putz also Risse bekommt, ist dies kein Wunder – sollte aber auch nicht zu lange so bleiben. Beauftragt man damit einen Fachmann, muss man bei 4-5 Quadratmetern mit Kosten um die 1.300 Franken rechnen. Möchte man diese Arbeit selbst erledigen, sollte herausgefunden werden, warum der Putz splittert. Kann Feuchtigkeit eindringen? Setzt sich vielleicht sogar das Mauerwerk?

Diese Schadenbilder können auftreten

Löst sich der Putz von der Mauer, bilden sich Blasen, die schliesslich grossflächig abfallen. Auch Risse sind möglich. Diese können ihre Ursache im Putz haben, aber auch am sich setzenden Mauerwerk liegen. Wenn diese sich ausbreiten, ist schnelles handeln angesagt. Absanden ist ein weiteres Problem, welches an Sockelputzen auftreten kann. Dabei werden Kalkputze durch Wasser ausgewaschen und die zurückbleibenden Teile bröckeln ab. Ein noch anderes Problem beim Putz können Ausblühungen sein. Dabei lösen sich Salze in Wasser auf und kommen so in die Putzschicht. Verdunstet die Feuchtigkeit, bleibt das Salz übrig und verursacht Risse sowie Absprengungen der Putzschicht.

Reparatur in Eigenleistung

Um Erfolg mit der Reparatur zu haben, muss der alte Putz gründlich entfernt werden. Denn nur, wenn der Untergrund trocken und sauber ist, kann die neue Schicht das gewünschte, perfekte Ergebnis aufweisen. Ein Ausbessern einzelner Stellen lohnt sich übrigens nur bei sehr kleinen schadhaften Stellen; ansonsten sollte man lieber den gesamten Sockelputz erneuern.

Beim Abschlagen des alten Putzes muss gewährleistet werden, dass der Fassadenputz nicht beschädigt wird, weil beide ineinander übergehen. Als Massnahme dagegen kann man mit dem Trennschleifer und einer Steinscheibe eine Nut an der Trennstelle ziehen.

Wichtig ausserdem: der Sockel muss völlig ausgetrocknet sein, falls das Mauerwerk feucht ist. Der nächste Schritt ist die Materialwahl. Denn es gibt zahlreiche Varianten, wenn auch der Zementputz meist ideal geeignet scheint. (zur Verarbeitung siehe Teil II des Artikels)

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