Bauplanung & Bauleitung

Sparen beim Hausbau

Wer ein Haus baut beschäftigt sich zwangsläufig mit Geldsummen, die im Alltag kaum anzutreffen sind. Wer sorgfältig plant, auf professionelles Know-How zurückgreift und bereit ist, Kompromisse einzugehen, kann beim Hausbau durchaus Geld einsparen und so seine Baukosten im Rahmen des Machbaren halten. Wie Sie beim Hausbau sparen und welche Bereiche nicht der eigenen Austerität zum Opfer fallen sollten, zeigen wir in diesem Artikel auf.

28 Juli 2016

Hausbauer in der Schweiz haben mit Kosten zu rechnen, die sich von einer halben bis zu einer ganzen Million erstrecken können – und das ohne Land und Gestaltung des Aussenbereichs. Der mittlere Ausbaustandard macht somit ungefähr 800 Franken pro Kubikmeter aus. Grenzen sind einem Hausbau aber grundsätzlich nicht gesetzt, sodass weitaus höhere Beträge pro Kubikmeter anfallen können. Genau das muss nicht sein. Sie sparen beim Hausbau, wenn Sie sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  1. Wo kann ich Kosten sparen?
  2. Wo zahlen sich Sparmassnahmen nicht aus?

„Sparen beim Hausbau“ ist ein Thema, das auch viele Architekten betrifft. Sie sind es letztlich, die die Wünsche ihrer Auftraggeber unter Berücksichtigung der Gegebenheiten zu Papier bringen müssen und Hausbauern daher raten, Grundsatzüberlegungen anzustellen, bei denen zwischen Haus oder Eigentumswohnung abgewogen werden sollte. So kostet der Wohnraum eines Einfamilienhauses beispielsweise beinah doppelt so viel wie jener, den Wohnungen in Mehrfamilienhäusern bieten.

Drei wichtige Punkte für das Sparen beim Hausbau:

1. Auswahl des richtigen Architekten

Sollten Sie sich für den Bau eines Hauses entscheiden, berücksichtigen Sie bereits bei der Planung allfällige Kosten. Hierbei ist es sinnvoll, dass Sie einen Architekten hinzuziehen, der Ihnen dabei behilflich ist. Sein Interesse am kostensparenden Bauen sowie Kenntnisse im Kostenwesen und mit einer Bauleitung im eigenen Büro sind wichtige Auswahlkriterien, die Sie beherzigen sollten, wenn Sie sich für Architekten entscheiden. Bei Architekten ohne Bauleitung im eigenen Office raten Experten, schon während der Entwurfsphase ein externes Baumanagement zu engagieren. Aber nicht nur die gewissenhafte Wahl des Architekten ist entscheidend. Auch Unternehmen und Fachplaner gilt es sorgfältig auszuwählen.

2. Kompromissbereitschaft

Sie als Bauherr können massgeblich dazu beitragen, um das Sparen beim Hausbau effektiv umzusetzen. Sollten Sie während der Bauphase laufend Änderungen einbringen, bedeutet dies ein Mehraufwand für alle Beteiligten. Daher sind Sie gut beraten, wenn Sie sich bei der Planung ausreichend Zeit nehmen und Lösungen vorab eruieren. Es sind auch Extras, die ins Geld gehen: Dachgauben, Nischen oder Auskragungen erhöhen die Baukosten genauso wie Technologien und Baumaterialien, die kaum bewährt sind. Bleiben Sie daher bei einheitlichen Dach-, Türen- und Fensterformen und wenigen Materialien, die ausreichend erprobt sind.

3. Weglassen – Eine Kunst fürs Sparen beim Hausbau

„Weniger ist mehr!“ lautet ein kluger Spruch, der auch beim Thema Bauen zutrifft. Verzichten Sie, um zu sparen. Wie viel Wohnraum benötigen Sie tatsächlich? Welchen Komfort können Sie sich leisten? – sind Fragen, mit denen Sie von Beginn an Kostenvorteile initiieren können. Sparen können Sie auch beim Innenausbau, dessen Sparpotential zwar begrenzt ist, da dieser nur ein Achtel der Erstellungskosten einnimmt. Trotzdem gibt es unterschiedliche Preise bei Parkettböden, Bädern und Küchen. Bei Armaturen und Haushaltsgeräten ist es lohnenswert zu überlegen, was wirklich gebraucht wird und ob deren Extras Energiekosten unnötigerweise in die Höhe treiben. Darüber hinaus reduzieren Edelrohbauten ebenso Kosten, bei denen Wände und Decken zum Beispiel unbehandelt bleiben.

Hier sparen Sie beim Hausbau lieber nicht

Gerade bei der Wahl des Energiesystems ist es unklug zu sparen. Energieeffiziente Häuser bewähren sich aufgrund niedrigerer Betriebskosten über mehrere Jahrzehnte hinweg. So amortisieren sich auch Anschaffungskosten einer modernen energiesparenden Heizanlage relativ schnell. Keineswegs ratsam ist es, Handwerker dem Kostendruck auszusetzen. Ist ihr Lohn erst mal zu tief, sind mitunter mangelnde Qualität und Verspätungen die Folge. Die Leistungen ausländischer Handwerksbetriebe in Anspruch zu nehmen – davon halten Experten nicht viel. Gleiches gilt jedoch nicht für komplette Typenhäuser ausländischer Anbieter, die auf dem schweizer Markt repräsentativ sind. Auch bei einfachen Produkten wie etwa keramischen Bodenplatten kann eine Ausnahme gemacht werden.

Budgetüberschreitung – Was tun?

Trotz sorgfältiger Planung kann der Kostenvoranschlag über dem Budget liegen. Dann hilft nur eines: Leistungen verringern, entweder beim Ausmass des Projekts oder beim Ausbaustandard. Unter keinen Umständen ist die Reduzierung der Reserven ratsam. Unerwartete Kosten treten in der Ausführung schneller auf als man denkt.

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  1. Ich finde tatsächlich, es ist unheimlich schwierig jemanden, bzw. eine Firma zu finden, die die eigenen Wünsche so umsetzt, wie man es gerne hätte. Vor allem ist es so, dass man selbst ja eine gewisse Vorstellung hat, wie das Endprodukt aussehen sollte und nur sehr ungerne davon abweicht. Also der oben genannte Tipp der Kompromissbereitschaft ist durchaus angemessen!
    Das wichtigste war bei der Firmenauswahl das Gerspräch und die ausführliche Beratung im Vorfeld. Ich komme zwar nicht aus der Schweiz, aber auch hier waren teilweise erhebliche Kostenunterschiede zu bemerken. Wir haben uns dann für http://www.arge-haus-berlin.de/ entschieden, einen Generalunternehmer, ganz einfach weil die Kommunikation gestimmt hat und wir nicht das Gefühl hatten abgezockt zu werden. Ich denke insgesamt ist es ja ungewöhnlich wenn beim Hausbau mal nichts schief geht, doch sollte es so komplikationsfrei wie möglich sein, deshalb ist die Firma sehr sehr wichtig um Geld und kostbare Nerven zu sparen 😉