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Terrassendielen aus Holz

Terrassendielen aus Holz

Holz ist nicht nur im Hausinneren eine gute Wahl für den Boden. Auch als Boden der Terrasse kann Holz sehr reizvoll wirken und dazu beitragen, ein angenehmes Wohlfühl-Ambiente zu schaffen. Wer sich für eine Terrasse mit Holzdielen entscheidet, muss allerdings im nächsten Schritt die Frage beantworten, welche Holzart er dafür auswählt. Dabei muss einem stets bewusst sein, dass Holz als Bodenbelag für Terrassen teils extremen Bedingungen wie heftigen Regenfällen, Schnee und Frost sowie Schädlingen ausgesetzt ist.

14 September 2014

Terrassendielen aus Holz – Sie haben die Wahl

Die im Vergleich zu Innenräumen harten Bedingungen, denen Terrassendielen aus Holz ausgesetzt ist, schränken die Auswahl der in Frage kommenden Holzarten ein. Dennoch bleibt eine ganze Reihe an Hölzern übrig. Lange Zeit genügten vor allem Tropenhölzer wie Bangkirai (auch: Bankirai) den Anforderungen an Terrassendielen aus Holz, da sie über mehrere Jahre ausreichend witterungsbeständig sind. Allerdings muss man beim Kauf von  Bangkirai-Holz aus zwei Gründen etwas aufpassen.

Im Handel wird der Begriff „Bangkirai“ oft für verschiedene Holzarten verwendet, die (nur zum Teil!) ähnliche Eigenschaften besitzen. Beim Kauf von Terrassendielen aus Holz aus Bangkirai kann es also durchaus zu Qualitätsunterschieden kommen, je nachdem, welches Holz gerade unter dem Namen angeboten wird. Darüber hinaus spielt vielleicht ein möglicher Raubbau in Tropenwäldern beim Kauf eine Rolle. Wer Tropenwälder schützen und Tropenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft kaufen möchte, sollte beim Kauf von Terrassendielen aus Holz auf das FSC-Zertifikat des Forest Stewardship Councils achten. Die internationale Organisation setzt sich für „eine umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragbare Waldwirtschaft“ ein.

Natürlich kommen nicht nur Tropenhölzer als Holzdielen für die Terrasse in Frage. Grundsätzlich galt lange Zeit: Härteres Holz ist oft die bessere Wahl. Heimische Hartholzvarianten, die für die Terrasse in Frage kommen, sind beispielsweise Esche oder Eiche. Ausgeschlossen ist der Einsatz von weicherem Holz aber nicht. Allerdings gilt: Je weicher das Holz ist, desto wichtiger wird tendenziell eine passende Imprägnierung.

Innovationen und Informationen in Sachen Holz

Der Grundsatz „Hartes Holz ist besseres Holz als Terrassenbelag“ ist heute nur noch eingeschränkt gültig. Innovationen wie eine Thermobehandlung oder eine Tiefenimprägnierung des Holzes können die Widerstandsfähigkeit der Terrassendielen aus Holz deutlich steigern und machen auch weichere Hölzer wie etwa Kiefernholz für die Terrasse geeignet. Mehr Infos über Holz und Holzarten bietet beispielsweise die Website Holzhandelszentrale.ch der beiden Schweizer Verbände Holzwerkstoffe Schweiz (Fachverband des Holzhandels) und Schweizer Furnier-Verband. Interessant ist auf der Website beispielsweise der Menüpunkt Links: Er bietet Zugriff auf diverse Holz-Lexika und Datenbanken.

Weitere Informationen über Holzarten bietet darüber hinaus die Website Materialarchiv.ch. Wählen Sie hier einfach den Bereich „Gruppenauswahl“. Im daneben liegenden Feld, in dem voreingestellt „Alle“ steht, lässt sich das Material „Holz“ auswählen. Daraufhin öffnen sich weitere Felder, die eine genauere Filterung der anzuzeigenden Holzarten ermöglicht. Schliesslich bietet auch der Gesamtverband Deutscher Holzhandel mit seinem Holz-ABC viele Informationen über Holzarten.

Holzdielen-Terrasse bauen: KEIN Riesenaufwand!

In den meisten Fällen ist der Bau eines Terrassenbodens mit Holzdielen nicht sehr aufwändig. Wichtig ist eine geeignete Unterkonstruktion, die beispielsweise dafür sorgt, dass sich Feuchtigkeit nicht unter den Holzdielen staut. In der Regel besteht solch eine Unterkonstruktion aus mehreren Schichten, zu denen etwa Sand und Kies, Betonplatten und Traghölzer gehören können. Grundsätzlich sollte man gut planen und den Holzbedarf gut kalkulieren. Auf Basis der Kalkulation sollte man Dielen in einer für die jeweilige Terrasse optimalen Länge kaufen, damit möglichst viel vom gekauften Holz auch genutzt und nicht weggeworfen wird.

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