Finanzen & Recht
Mietersuche

Tipps für die Mietersuche

Immobilienverwaltungen oder Hauseigentümer müssen, bevor sie Interessenten zu Mietern machen, im Vorfeld umfangreiche Abklärungen vornehmen und Informationen einholen. Doch neben der Abklärung der Interessenten, ist auch Fingerspitzengefühl gefragt. Oftmals stellt die Mietersuche eine Gratwanderung für die Entscheidungsträger dar.

26 Februar 2016

Wenn neue Mieter automatisch zum Unsicherheitsfaktor werden

Natürlich möchte der Vermieter eine frei gewordene Wohnung so schnell wie möglich wieder weitervermieten. Nur so kann er weitere Ertragsausfälle vermeiden. Doch der Vermieter muss sich auch bewusst sein, dass neue Mieter auch gleichzeitig einen Unsicherheitsfaktor darstellen. Denn Fragen, ob der neue Mieter auch regelmässig und verlässlich die Miete bezahlt oder ob die neuen Personen in die bestehende Mietergemeinschaft integriert werden kann, können im Vorfeld nicht beantwortet werden. Hier können nur Mutmassungen getroffen werden. Auch die Frage, ob ein langfristiges Mietverhältnis gewünscht wird, kann nicht sofort beantwortet werden. Mitunter gefällt es den neuen Mietern nach wenigen Monaten nicht mehr in der Wohnung, sodass sie wieder ausziehen.

Zahlreiche Informationen über den Mieter können Risiken reduzieren

Der Vermieter hat natürlich die Möglichkeit einen Auszug aus dem Betreibungsregister vorgelegt zu bekommen; auch Auskünfte zum monatlichen Einkommen können durchaus die Frage einer möglichen zuverlässigen Mietzahlung beantworten. Der Vermieter hat aber auch die Möglichkeit, dass er Informationen über den Arbeitsort des potentiellen Mieters erhält bzw. auch Referenzen vom derzeitigen bzw. letzten Vermieter verlangen kann. Natürlich garantieren jene Vorsichtsmassnahmen nicht, dass es sich um einen vernünftigen Mieter handelt, aber es werden potentielle Risiken reduziert.

Vermieter müssen ein Fingerspitzengefühl haben

Besteht ein ernstes Interesse des Mieters am Objekt und sind auch alle finanziellen Voraussetzungen erfüllt worden, muss der Vermieter natürlich auch abschätzen, ob der neue Bewohner in die bestehende Mietergemeinschaft passt. Natürlich ist es unheimlich schwer, eine ideale Zusammensetzung zu finden; in vielen Mietergemeinschaften funktioniert die Eingliederung eines neuen Bewohners problemlos. In anderen Häusern wird der neue Bewohner als Fremdkörper wahrgenommen. Wenn sich der neue Mieter dann nicht in die bestehende Gemeinschaft integrieren will oder andere Vorstellungen als die bereits wohnhaften Mieter hat, entstehen Konfliktherde. Natürlich muss der Vermieter auch etwaige persönliche Dinge im Vorfeld klären. Wie viele Personen werden einziehen oder handelt es sich um Personen aus anderen Kulturkreisen? Gibt es bereits Auflagen des Eigentümers, die zu befolgen sind, muss der potentielle Mieter auch im Vorfeld darüber aufgeklärt und in Kenntnis gesetzt werden. In vielen Fällen folgt – vor dem endgültigen Vertragsabschluss – ein persönliches Gespräch zwischen dem Vermieter und dem neuen Mieter, damit etwaige Unsicherheiten aus der Welt geschafft werden können.

Nach dem Vertragsabschluss müssen beide Seiten als Gewinner vom Platz gehen

Es wird schnell ersichtlich, dass nicht nur eine sorgfältige Abklärung notwendig ist, sondern der Vermieter auch Fingerspitzengefühl benötigt. Nur so erreicht er eine perfekt ausgewogene Zusammensetzung und eine reibungslos funktionierende Mietergemeinschaft. Am Ende sollen nämlich beide Seiten gewinnen. Der Mieter soll einerseits eine hohe Wohnqualität geniessen, sich wohlfühlen und nicht so schnell wieder das Objekt verlassen; andererseits erspart sich der Vermieter Ertragsausfälle und kostspielige Mieterwechsel.

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