Finanzen & Recht
Hausbau oder Hauskauf im Baurecht

Versicherungen beim Hausbau

Insbesondere während der Bauphase kann so einiges passieren. Nachstehend aufgelistete Versicherungen beim Hausbau bieten finanziellen Schutz, sofern sie vor Baubeginn abgeschlossen werden. Einige dieser Versicherungen sind mitunter gesetzlich vorgeschrieben und somit unabdingbar für Bauherren.

28 Juli 2016

Die Bauzeitversicherung (oder Rohbauversicherung) schützt vor Feuer- oder Elementarschäden

Versicherungen beim Hausbau sind ein wichtiger Bestandteil eines Bauvorhabens und können vor finanziellen Risiken schützen. In der Bauphase sind Gebäude potenziellen Gefahren besonders stark ausgesetzt. Vor allem Feuer- und Elementarschäden sind Risikofaktoren, die keineswegs zu vernachlässigen sind. Um vor diesen Gefahren und Risiken richtig gefeit zu sein, gibt es die sogenannte Bauzeitversicherung. Sie deckt alle Schäden ab, die während der gesamten Bauzeit durch Elementargeschehnisse oder Feuer entstehen können, zum Beispiel eine aufgrund starken Windes umgestürzte Aussenmauer. Notwendig ist die Bauzeitversicherung in den Kantonen mit einer kantonalen Gebäudeversicherung. Es ist jedoch ratsam, sie auch dann abzuschliessen, wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Abgeschlossen wird die Versicherung entweder vom Architekten oder von der Bauherrschaft per se.

Bauwesenversicherung als Vollkaskoschutz

Durch einstürzende Decken können Neu- oder Umbauten beispielsweise stark beschädigt oder im schlimmsten Falle vollständig zerstört werden. Bauwesenversicherungen decken solche Schäden ab und tragen auch Folgekosten, zum Beispiel für Reparaturarbeiten. Dabei ist völlig unerheblich, durch wen der Schaden entstanden ist oder wer dafür haftbar ist. Unter den Versicherungen beim Hausbau kann die Bauwesenversicherung praktisch als Vollkaskoschutz während der Bauphase betrachtet werden. Experten empfehlen, diese stets abzuschliessen, wenn Bauvorhaben initiiert werden. Ein Abschluss der Versicherung kann bei privaten Versicherungsgesellschaften vorgenommen werden.

Bauherrenhaftpflichtversicherung fungiert auch als passiver Rechtschutz

Immer wieder kommt es vor, dass in der Bauphase durch das Gebäude Nachbarn oder Passanten verletzt oder angrenzende Grundstücke oder Häuser beschädigt werden. In diesen Fällen haftet in der Regel der Bauherr. Die Haftung ist hier strenger als in anderen Szenarien: Unabhängig von einem Verschulden sind Eigentümer eines Gebäudes für Schäden haftbar. Wer den Fall der Fälle sicher umgehen und finanzielle Konsequenzen vermeiden möchte, entscheidet sich für eine Bauherrenhaftpflichtversicherung. Darüber hinaus fungiert sie als passiver Rechtschutz und wehrt übersetzte oder unberechtigte Ansprüche der gegnerischen Partei ab. Vorgeschrieben ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung nicht. Sie sollte jedoch unbedingt abgeschlossen und eventuell mit anderen Versicherungen beim Hausbau kombiniert werden.

Baugarantieversicherungen schützen Eigentümer und Unternehmen

Der Unternehmer haftet nach Bauabnahme für eventuelle Baumängel an Gebäuden innerhalb der Garantiezeit. Oftmals ist es nicht möglich zu eruieren, wer für bestimmte Mängel verantwortlich ist oder welche Massnahmen eingeleitet werden müssen, wodurch Auseinandersetzungen zwischen Bauunternehmen und der Bauherrschaft vorprogrammiert sind. Auch hier spielen Versicherungen beim Hausbau eine Rolle: Die Baugarantieversicherung begutachtet die reklamierten Mängel und lotet mit den Streitparteien eine Lösung aus. Greift die Versicherung ein, sind durch sie sowohl Eigentümer als auch Unternehmer geschützt.

Versicherungen beim Hausbau – Vergleichen von Konditionen und Leistungen lohnt sich

Künftige Bauherren sollten sich vor Baubeginn Angebote verschiedener Versicherungsunternehmen einholen, diese sorgfältig vergleichen und erst dann Vertragsvereinbarungen unterzeichnen, denn auch hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

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