Dämmung
Feuchtigkeit durch fehlerhafte Wärmedämmung - Bautrockner

Wärmedämmung – häufige Fehler

Bei der Wärmedämmung von Gebäuden kann es zu einer Vielzahl von Fehlern kommen. Nachfolgend führen wir die häufigsten Fehler auf. Viele der im Anschluss aufgeführten Fehler können beispielsweise durch das Hinzuziehen einer neutralen Bauüberwachung, also eines unabhängigen Gutachters, beseitigt werden.

24 Januar 2016

Fehler bei der Planung

Gebäude sind ihrer Bauzeit entsprechend nach völlig unterschiedlichen Standards errichtet. Ein altes Haus nach traditionellem Baustandard erfordert eine andere Form der Wärmedämmung. Darüber hinaus gibt es zahllose Produkte zur Wärmedämmung. Bei der Planung müssen all diese Faktoren berücksichtigt und aufeinander abgestimmt werden. So muss beispielsweise bei einem Wärmedach eine Dampfsperre, bei einem Kaltdach dagegen eine Dampfbremse installiert werden. Häufig werden aufgrund einer mangelhaften Planung die falschen Dämmmaterialien verwendet.

Mangelhafte Ausführung

Selbst Fachbetriebe sind nicht gefeit vor einer mangelhaften Ausführung der Dämmung. Neben den falschen Dämmstoffen und Produkten sind es vor allem Wärmebrücken, die bei der Montage entstehen, die dann zu massiven Schäden an der Bausubstanz führen können. Dadurch verschiebt sich der Kondensationspunkt in der Bausubstanz und es kann zur Schwitzwasserbildung kommen. Daraus resultierend wird die Bausubstanz geschwächt und es kommt zur Schimmelbildung.

Verwendung ungeeigneter Dämmmaterialien oder fehlende Wartung

Zum Beispiel beim Einbau einer Dampfsperre oder bei einer Fenstermontage greifen Heimwerker, aber auch so manche Handwerker, der Einfachheit halber zu preiswerten „Alternativen“. So wird die Dampfsperre nicht selten mit Silikon abgedichtet. Gleiches gilt für das eigentlich zu verwendende, aber teure Dichtband bei der Fenstermontage. Grundsätzlich ist das möglich. Nur muss dann der Auftraggeber oder Besitzer darauf hingewiesen werden, da es sich bei Silikonfugen stets um Wartungsfugen handelt, da die dichtende Wirkung im Lauf der Zeit nachlässt.

Missachtung der gesetzlichen Vorgaben

In der Schweiz wird der Bedarf der Wärmedämmung bei Bestandsgebäuden und Neubauten über das Energiegesetz EnG geregelt. Viele Hausbesitzer und Bauherren sind sich gar nicht bewusst, dass diese Vorgaben zwingend sind. Spätestens mit der Erstellung des Energieausweises (GEAK, Gebäudeenergieausweise der Kantone) folgt das böse Erwachen.

Folgen von fehlerhafter Wärmedämmung

So mancher Käufer eines älteren Hauses mit nachträglich angebrachter Wärmedämmung entdeckt nach einigen Jahren Probleme mit der Wärmeisolierung. In den meisten Fällen kommt es durch fehlerhafte Wärmedämmung zu Feuchtigkeit in der Dämmung und in den Wänden, die irgendwann auch im Wohnraum durch Schimmel offensichtlich wird. Die Folge ist zum einen ein stark herabgesetzter Dämmwert, denn die Feuchtigkeit ändert den Dämmwert der meisten Dämmstoffe. Zum anderen kommt es in der Dämmung und am Mauerwerk zu Schimmelbildung und damit zu gesundheitlicher Gefährdung der Hausbewohner. Die notwendigen Sanierungsmaßnahmen erfordern meist eine vollständige Entfernung der alten Wärmedämmung, Trocknung des Mauerwerks und eine anschließende Anbringung von neuer, fachgerecht durchgeführter Wärmeisolierung.

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