Gebäude & Energie
Haus mit Wärmepumpe

Wärmepumpe – zuverlässig und komplex

Dieses Mal geht es in unserer Reihe über Heizungsanlagen um die Wärmepumpe. Die Zahl der Elektrowärmepumpen hat sich in der Schweiz zwischen den Jahren 2005 und 2012 mehr als verdoppelt und liegt bei ca. 208.000. In der Schweiz werden seit 2007 mehr Wärmepumpen verkauft als Gas- oder Ölheizungen.

11 November 2014

Hinsichtlich niedriger Kosten belegen Wärmepumpen – wenn sowohl die Investitionskosten als auch die jährlichen Betriebs- und Unterhaltungskosten berücksichtigt werden – in der Schweiz den ersten Platz (laut Energie Schweiz).

Vorteile einer Wärmepumpe

  • Diese Heizanlage ist betriebssicher und sehr zuverlässig, vor allem mit Erde oder Wasser als Energiequellen.
  • Eine Wärmepumpe benötigt in Ihrem Haus nicht viel mehr als 1 qm Fläche. Einzig die Erdwärmepumpen haben einen grösseren Platzbedarf im Garten.
  • Für eine Wärmepumpe sind weder Lager- und Heizraum noch ein Kamin notwendig.
  • Die jährlichen Heizkosten sind niedriger als bei Öl und Gas, allerdings auch von den Stromkosten abhängig. Es gibt in vielen Stromversorgungsgebieten spezielle Stromtarife für Wärmepumpen.
  • Gegenüber einer Öl- bzw. Gasheizung ist die Ökobilanz einer Wärmepumpe wesentlich besser und verbessert sich noch bei Verwendung von Ökostrom.
  • Wärmepumpen zeigen kaum Abnutzungserscheinungen und haben eine lange Lebensdauer.
  • Die genutzten Energiequellen sind nahezu unerschöpflich und Sie sind dadurch von Lieferanten unabhängig (ausser Strom).

Nachteile einer Wärmepumpe

  • Für den Betrieb der meisten Wärmepumpen wird Strom benötigt. Dadurch hängt die Wirtschaftlichkeit von den jeweiligen kantonalen Strompreisen ab, welche eine steigende Tendenz aufweisen.
  • Zudem trägt eine Wärmepumpe dann nicht zur Umweltfreundlichkeit bei, wenn der bezogene Strom durch fossile Rohstoffe bzw. Atomkraft erzeugt wird.
  • Es bestehen hohe Investitionskosten.
  • Um eine effiziente Heizleistung zu erreichen, müssen viele unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden.
  • Die Energiebilanz einer Wärmepumpe ist meist besser als bei Öl und Gas, aber schlechter als bei Solar- oder Holzheizung.

Weitere Informationen zur Wärmepumpe

Für das Heizen und die Warmwassererzeugung mittels einer Wärmepumpe wird die Umweltwärme aus Wasser, Luft und dem Erdinnern genutzt. Diese Wärme wird von der niedrigeren Ausgangstemperatur auf die erwünschte hohe Temperatur umgewandelt.

Für den Einbau einer Wärmepumpe gibt es viel zu bedenken. Deren Effizienz hängt stark von der Temperatur des Wärmeverteilsystems im Haus, von der Temperatur der genutzten Wärmequelle sowie vom Heizverhalten ab. Der Fachmann muss deshalb die Quelle und das Verteilsystem der Wärme gut aufeinander abstimmen und sich mit Ihren Heizgewohnheiten und den Bedingungen vor Ort gut vertraut machen. Sonst kann es passieren, dass die Heizanlage überdimensioniert ist, was einerseits die Energieeffizienz reduziert und andererseits Ihre Investitionskosten erhöht.

TEILEN:

Kommentar verfassen