Fenster
Fenster und Türen modernisieren

Wärmeschutzfenster

Alte Fenster zu sanieren ist heutzutage nicht mehr lohnenswert. Sinnvoller sind dagegen neue Wärmeschutzfenster, die im Vergleich zur Fenster Sanierung weniger kostenintensiv sind und das Einsparen von Heizkosten möglich machen.

26 Mai 2016

Gleich mehrere Vorteile zeigt der Einbau neuerer Wärmeschutzfenster auf, wenn darauf verzichtet wird, alte Fenster zu sanieren:

  • Um mehr als 60 % wird der Wärmeverlust verringert
  • Niedrigere Heizkosten
  • Angenehmere Wohnumgebung
  • Um 50 % verringerter Aussenlärm
  • Eine Wertsteigerung von 2 bis 3,5 Prozent

Das richtige Wärmeschutzfenster wählen

Gute Wärmeschutzfenster bringen unterschiedliche Eigenschaften mit:

  • Mehr Sonnenenergie kann in das Gebäude gelangen
  • Nach aussen wird weniger Wärme abgegeben
  • Der Anteil des Rahmens am gesamten Fenster ist reduziert, Sprossen finden keine Anwendung mehr

Hersteller moderner Schutzfenster kommen insbesondere der Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Komponenten nach und offerieren vielfältige Produkte. So spielt es bei der ökologischen und energetischen Qualität der Fenster keine Rolle mehr, ob sie aus Holz, Kunststoff oder Metall gefertigt sind. Als Standard haben sich ausserdem dreifachverglaste Fenster erwiesen, die dem Minergie sowie dem Minergie-P-Standard gerecht werden. Wer darauf verzichtet, alte Fenster zu sanieren und Fördergelder aus dem nationalen Gebäudeprogramm für mondäne Wärmeschutzfenster in Anspruch nehmen möchte, muss dreifachverglaste Fenster mit einem U-Wert (Glas) von weniger als 0,70 W/m²K verwenden. Die Auswertungen des Bundesamts für Energie geben der Effektivität dieser Fenster Recht: Von 1996 bis 2009 wurde jedes zweite Einfamilienhaus während einer Sanierung mit energieeffizienteren Variationen ausgestattet.
Der Vergleich von fünf Fenstern

Fensterart Einfach-verglasung1 Alte Doppel-verglasung 1) Standard-Fenster 2) Minergie-Fenster3) Minergie-Fenster4)
Wärmeverlust in Watt pro m² und Grad Temperaturdifferenz 5 Watt 3 Watt 1 Watt 1 Watt 0,8 Watt
Ölverbrauch bei einem Mehrfamilienhaus mit 50 m² Fenster 2125 Liter 1275 Liter 412 Liter 412 Liter 330 Liter
Heizkosten bei einem Ölpreis von Fr. 78.-/ 1657.50
166 %
994.50
100 %
321.35
33 %
321.35
33 %
257.40
27 %

 

1) Ältere Gebäude, vor der energetischen Sanierung; 2) gesetzliches Minimum entsprechend den Empfehlungen der kantonalen Energiedirektoren (MuKEn 2008); 3) Vorgaben laut Minergie-Modul; 4) Richtwert gemäss Topfenster; 5) Stand April 2015

Die Standards der Fenster

Eigenschaften Standard-Fenster Minergie-Fenster Topfenster (Minergie-P)
Gültigkeit In den Kantonen gesetzlicher Minimalstandard Als Einzelmodul zertifizierbar Fenster mit Dreifachverglasung
Wärmeschutz; U-Wert 1,0 W/m²K 1 W/m²K 0,8 W/m²K
Richtpreis 900.- / m² 1150.- / m² 1350.- / m²

 

*Die Basis der Richtpreisangaben sind Daten einer Auswertung des Gebäudeprogramms der Stiftung Klimarappen 2006 bis 2010.

So wird richtig gelüftet

Neue Fenster dichten gut ab und dezimieren den Luftaustausch. Dieser Nebeneffekt macht es notwendig, dass von Hand gelüftet werden muss. Mit nachstehenden Massnahmen können Feuchtigkeit und unangenehme Raumluft verhindert werden:

  • Stosslüften (max. fünf Minuten lang)
  • Kurzes und intensives Lüften

Komfortlüftung

Die bessere Methode, um Feuchtigkeitsschäden aus dem Wege zu gehen, bieten Lüftungsanlagen. Komfortlüftungen machen einen zugfreien Luftaustausch möglich und steuern den Zu- und Abluftstrom. Dieses System nimmt Frischluft im Freien auf, nutzt eventuell bereits vorhandene Wärme oder Kälte und gibt diese in den Räumlichkeiten ab, ohne dass Zugluft entsteht. Am Luftwärmetauscher findet ein praktischer Wärmeaustausch statt: Dieser entnimmt der abgeführten Luft die Wärme. Spezielle Filter in der Einspeisung können Feinstaub und Strassenverunreinigungen fernhalten. Da keine Fenster mehr geöffnet werden müssen, um Frischluft einzulassen, geht auch die Aussenlärmbelastung zurück.

Was kostet eine Komfortlüftung?

Wird in einem Einfamilienhaus eine Komfortlüftung nachgerüstet, kostet diese zwischen 15.000 und 25.000 Franken. Bei Mehrfamilienhäusern fallen pro Wohnung etwa 10.000 Franken an.

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