Gebäude & Energie

Warmwasseraufbereitung

Fliessend warmes Wasser ist aus unseren Haushalten nicht mehr wegzudenken. Millionen Haushalte in unserem Land verbrauchen täglich zwischen 50 und 70 Litern Warmwasser – zum Duschen, Waschen, Putzen und Kochen. Dabei steht das Wasser jederzeit praktisch zur Verfügung. Einfach den Hahn aufdrehen und schon sprudelt es angenehm warm aus der Leitung.

8 Juni 2017

Doch haben Sie sich mal darüber Gedanken gemacht, wie Warmwasser eigentlich hergestellt wird? In Zeiten der Energiewende und immer weiter steigenden Preisen für Strom und Gas sollte man sich dringend mit der Frage beschäftigen, wie eine Warmwasseraufbereitung eigentlich funktioniert und vor allem, wie diese möglichst effizient gestaltet werden kann. Schliesslich wendet jeder Haushalt ungefähr 12 Prozent der gesamten Energie für die Zubereitung von Warmwasser auf – zweifelsohne eine stattliche Summe!

Die zentrale Warmwasseraufbereitung

Bei der zentralen Warmwasseraufbereitung wird kaltes Trinkwasser über eine Heizungsanlage erwärmt. Diese grosse Anlage versorgt gleich mehrere Haushalte gleichzeitig über ein Netz von Leitungen mit Warmwasser. Dieses Leitungssystem ist unterirdisch verlegt – und leider häufig nicht sehr effizient. Durch schlechte oder fehlende Wärmedämmung entstehen massive Wärmeübergabe- und Leitungsverluste und somit ein nur geringer Wirkungsgrad. Neben der optimalen Wärmedämmung ist daher auch eine grösstmögliche Regelbarkeit der Heizkessel und Warmwasserspeicher dringend geboten, um die benötigte Energie möglichst gering zu halten.

Die dezentrale Warmwasseraufbereitung

Anders als bei zentralen Systemen erfolgt bei der dezentralen Warmwasserbereitung die Erwärmung des Wassers direkt in den Haushalten. Erzeugt wird das Warmwasser entweder in Durchlauferhitzern oder in einem Speicher, dem sogenannten Warmwasserboiler. Beide Systeme finden sich direkt in Küche oder Bad, die Wege bis zum Wasserhahn sind also äusserst kurz. Wärmeverluste entlang der Rohrleitungen sind kaum bis nicht vorhanden.

Alternative Formen

Sowohl die zentrale als auch die dezentrale Warmwasserbereitung beruhen immer auf der Energieversorgung durch fossile Brennstoffe. Dies macht die Systeme zwar alltagstauglich und günstig in der Anschaffung – jedoch leider auch teuer, was die monatlichen Kosten für Strom oder Gas anbelangt. Interessant sind hier als Alternativen vor allem die Warmwasserbereitung durch Sonnenenergie (Thermische Solaranlagen) sowie der Einsatz von Wärmepumpen. Bei thermischen Solaranlagen wird Wasser innerhalb eines Rohrsystems allein durch die Kraft der Sonne erhitzt und steht so kostenlos zur Verfügung. Einfache thermische Solaranlagen können mit wenig finanziellem Aufwand sogar selber gebaut und installiert werden! Wärmepumpen erzeugen Hitze über die Umweltwärme. Hierfür wird ein spezielles Kältemittel unter Druck zum Verdunsten gebracht. Durch den Druck erhitzt sich das Kältemittel. Die entstandene Wärme innerhalb der Warmwasser Wärmepumpe wird über einen Wärmetauscher auf das Heizungswasser übertragen. So lassen sich bis zu 75 % an fossilen Brennstoffen einsparen!

Moderne Techniken und alternative Formen der Warmwasseraufbereitung sparen nicht nur Geld, sondern schonen auch die Umwelt und die natürlichen Ressourcen. Sowohl die zentrale als auch die dezentrale Warmwasseraufbereitung haben jeweils ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die jederfür sich abwägen sollte. Besonders günstig im Unterhalt sind thermische Solaranlagen, die das Brauchwasser durch die Kraft der Sonne erhitzen. Auch Wärmepumpen können eine effektive Alternative zu herkömmlichen Systemen darstellen.

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