Garten
Moderner Innen-Poolbereich

Was ist ein Stahlwandpool?

Der Stahlwandpool ist eine besondere Form des Poolbeckens. Er besteht - wie sich bereits vermuten lässt - aus einer Stahlwand sowie aus einem Bodenprofil und einem Handlauf. Jeder, der sich einen Swimmingpool wünscht, aber herkömmliche Pools zu teuer findet, sollte sich einmal Stahlpools näher ansehen, da diese in der Regel recht preiswert sind und dennoch genügend Badespass bieten.

21 Januar 2016

Was genau ist ein Stahlwandpool?

Stahlwände sind sowohl im Fachhandel für Swimmingpools als auch in Baumärkten erhältlich. Meistens handelt es sich bei den Baumarktprodukten jedoch eher um minderwertig verarbeitete Stahlwände, da diese oft gewellt und relativ dünn sind. Hochwertige Stahlwände verfügen über eine glatte Struktur und sind dementsprechend gut verarbeitet. Meistens werden die Stahlwände feuerverwinkt oder auch galvanisiert sowie speziell lackiert, um eine möglichst lange Lebensdauer und maximale Robustheit zu gewährleisten.

Der Handlauf, welcher sich oben an der Kante befindet, hat eine ganz besondere Funktion: Er sorgt dafür, dass sowohl das Poolbecken als auch die Folie für den Pool in ihrer Form bleiben. An der Unterseite befinden sich dagegen die Bodenprofile, welche zugleich die Stahlwände in Form halten. Meistens sind beide Komponente aus PVC gefertigt, welches UV-fest ist. Stahlwandpools können in vielen Fällen auch in den Boden eingelassen werden. Deshalb ist es wichtig, sich stets für ein hochwertiges Produkt zu entscheiden – auch wenn dies etwas mehr kosten sollte, währt die Freude daran meist länger.

Welche Vorteile bieten Stahlwandpools?

Einer der wichtigsten Vorteile ist, dass es dem Stahlwandpool inzwischen in den unterschiedlichsten Formen und Varianten auf dem Markt gibt. Pools, die achteckig oder auch rund sind und maximal eine Höhe von 1,20 m aufweisen, können ganz einfach freistehend im Garten aufgebaut werden. Ist der Pool 1,50 m oder mehr hoch, dann muss das Becken allerdings teilweise in den Boden eingelassen werden. Bei achteckigen Pools gibt es darüber hinaus einen speziellen Stahlträger, welcher den Pool in Form hält und mit in das Fundament aus Beton gegossen werden muss. Handelt es sich um einen ovalen Pool, so muss dieser vollständig in den Boden eingelassen werden.

Wie viel ein Stahlwandpool kostet, hängt in erster Linie davon ab, wie gross dieser ist. Doch auch die Ausstattung, die Form und die Qualität sind entscheidende Faktoren, die den Kaufpreis beeinflussen. Ein runder Pool ist meistens preiswerter als ein ovales Becken, achteckige Pools sind dagegen eine der teuersten Lösungen.

Der Aufbau eines Stahlwandpools – so funktioniert er

Es spielt keine Rolle, ob der Pool in den Boden eingelassen werden oder komplett frei im Garten stehen soll – zunächst ist es wichtig, die Grundvoraussetzungen für den Ein- bzw. Aufbau zu organisieren.
Als Erstes ist es wichtig, einen stabilen, festen und völlig ebenen Untergrund für den Pool zu schaffen. Wichtig: Der Untergrund muss gewachsen und damit massiv sein. Würde man hier nur eine aufgeschüttete Kiesschicht oder aufgeschüttete Erde nutzen, so hätte das früher oder später ein Absinken des Pools zur Folge. Experten empfehlen darüber hinaus eine rund 15 cm dicke Bodenplatte aus Beton, welche jedoch nicht zwingend notwendig ist.
Auf dieses Fundament legt man nun ein Schutzflies aus. Dieses sorgt dafür, dass die innere Hülle des Pools geschützt bleibt und nicht beschädigt werden kann.

Danach geht es weiter mit dem Aufbau bzw. Einbau des Beckens. Hier müssen zunächst alle Bodenschienen gemäss der Anleitung des Herstellers zusammengesteckt und an die jeweils richtigen Stellen gelegt werden. Die Stahlwand wird meist in Rollenform geliefert und muss dann erst einmal ausgerollt werden. Sie wird nun in die Schienen eingeführt. Für wichtiges Zubehör wie die Einlaufdüsen und die Skimmer sind in der Stahlwand bereits Vorstanzungen vorhanden. Wichtig: Die Stanzungen müssen sich im oberen Teil des Beckens befinden. Die Enden der Stahlwand werden für gewöhnlich mit Steckprofilen zusammengehalten. Anschliessend folgt die Montage der inneren Hülle. Achten Sie darauf, dass sämtliche Falten geglättet werden und setzen Sie danach die oberen Handlaufschienen auf. Zum Schluss wird das Zubehör installiert, wie beispielsweise eine Pooltreppe oder auch die Einlaufdüse.

Die wichtigsten Bestandteile des Stahlwandpools im Überblick

Neben den Stahlwänden ist ein rostbeständiges Polyester-Schutzvlies einer der wichtigsten Bestandteile eines Stahlwandpools. Es wird mit Vlieskleber am Boden und den Wänden des Pools befestigt. Damit sich keine Keime unter dem Vlies ansiedeln können, ist es unbedingt zu empfehlen, Boden und Wände des Pools vor dem Verkleben zu desinfizieren.

Ebenfalls sehr wichtig ist die Sandfilteranlage, welche das Wasser über den Skimmer ansaugt, anschliessend filtert und dann über die Einlaufdüsen in den Pool gibt.
Das Wasser wird in der Regel durch den sogenannten Filterquarzsand gefilter. Da er sehr fein ist, haften in ihm selbst kleinste Verschmutzungspartikel. Wenn er allerdings zu fein ist, kann er durch die Verrohrung in den Pool gelangen – hier sollte man also aufpassen, dass man sich Sand mit der richtigen Körnung für die jeweilige Filterart kauft.

Zum Zubehör für einen Stahlwandpool gehören ausserdem der Einbauskimmer und die Einlaufdüse. Verwendet man die vorgestanzten Ausschnitte der Stahlhülle, so verwendet man in der Regel den normalen Skimmer. Möchte man dagegen einen hochwertigen, teuren Skimmer nutzen, der auch mehr Funktionen bietet – wie einen Überlaufschutz oder Ähnliches, dann können zusätzliche Anpassungen an den Stahlwänden erforderlich sein.
Die meisten Hersteller liefern mit der Lieferung des Einbauskimmers auch direkt etwas Schwimmschlauch mit. Das genügt in der Regel für die normalen Ausschnitte der Stahlwände. Zu beachten ist hier jedoch, dass sich der Poolschlauch in der Regel nur für Becken eignet, die aufgestellt und nicht in die Erde eingelassen werden.

Weiterhin darf natürlich eine Poolleiter bzw. Treppe nicht fehlen. Für gewöhnlich reicht ein Einstieg aus – bei grösseren Pools mit rechteckiger Form werden häufig jedoch auch zwei Leitern installiert. Wichtig ist, beim Einbau zu berücksichtigen, dass die Leiter fest montiert wird und nicht wackelt.
Grundsätzlich kann – mit entsprechenden handwerklichen Kenntnissen – der Aufbau eines Stahlwandpools selbst durchgeführt werden – für eine wirklich fachgerechte Installation empfiehlt sich jedoch die Unterstützung eines Fachbetriebs.

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