Gebäude & Energie
Solaranalge vom Fachmann

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Bei der Frage, ob sich eine eigene Photovoltaik-Anlage lohnt, spielt natürlich nicht zuletzt der Preis der Anlage eine Rolle. Mit welchen Kosten man rechnen muss, hängt unter anderem davon ab, aus welchen Bestandteilen die Photovoltaikanlage besteht. In jedem Fall sollte man auch schauen, welche Fördergelder man eventuell für den Bau seiner Photovoltaikanlage erhält.

7 Juli 2015

Kostenbestandteile

Kosten verursachen bei der Installation einer Photovoltaikanlage einerseits natürlich die einzelnen Bestandteile der Anlage. Unverzichtbar sind die Photovoltaikmodule. Grundsätzlich gilt: Monokristalline Module sind tendenziell die teuersten, polykristalline preisgünstiger und Dünnschichtmodule die preisgünstigsten. Allerdings gewinnen monokristalline Module im Vergleich auch die grösste Menge Strom aus der einfallenden Sonnenenergie, Dünnschichtmodule die geringste. Man wird Kosten und Nutzen also genau abwägen müssen.

Weitere Kosten fallen für den Wechselrichter an, der den entstehenden Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Weitere Bestandteile der Gesamtanlage sind ein Einspeisungszähler für die Einspeisung des erzeugten Stroms ins Stromnetz und/oder bei Eigenverbrauch ein dezentraler Stromspeicher. Neben den Materialkosten fallen dann natürlich noch Arbeitskosten an.

Orientierungswerte

Orientierungswerte für die Kosten einer Photovoltaikanlage liefert beispielsweise die Website Hausinfo.ch, die vom Hauseigentümerverband Schweiz (HEV Schweiz) und vom Versicherer GVB Services AG ins Leben gerufen wurde. Laut Website werden pro installiertem Kilowatt peak (kWp) 8’000 bis 15’000 Franken fällig, wobei eine Anlage mit Leistungsspitzen von 2 bis 3 kWp und einer Modulfläche von 16 bis 24 m² Größe ausreicht, um den Bedarf eines Einfamilienhauses zu decken. Letztlich können solche Angaben aber wirklich nur Orientierungswerte sein, da etwa Elemente wie die bereits erwähnten dezentralen Stromspeicher für selbstgenutzten Strom die Kosten erhöhen können.

Den Kosten stehen die Ersparnisse gegenüber, die sich durch die private Stromproduktion bei den eigenen Stromkosten ergeben, ob man nun Strom einspeist und das mit dem Verbrauch verrechnet wird oder ob man den eigenen Strom direkt selbst verbraucht. Wie viel man spart, hängt vom Stromertrag ab, den man mit seiner Photovoltaikanlage pro Jahr erzielt. Einen Orientierungswert für den erzielbaren Stromertrag durch eine Photovoltaikanlage gibt der Onlinerechner PV-Calculator.

Förderung

Man sollte sich in jedem Fall um Fördergelder bemühen, um den Eigenanteil bei den Kosten zu senken. Bei kleineren privaten Photovoltaikanlagen hat man heute die Chance auf eine einmalige Investitionsvergütung (EIV). Weitere Informationen dazu liefert das Bundesamt für Energie.

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