Sicherheit
Moderner Eckkamin

Welchen Feuerlöscher sollte man im Haus haben?

Handfeuerlöscher und Feuerlöschsprays können sehr nützlich sein. Sie sind aber nur für die Bekämpfung entstehender Brände gedacht. Ein voll entwickeltes Feuer ist immer ein Fall für die Feuerwehr.

17 November 2016

Das richtige Löschmittel verwenden

Bei dem Wort »löschen« denken die meisten Leute wahrscheinlich erst einmal an Wasser. Aber Wasser ist nicht unbedingt zum Löschen aller Brandarten geeignet. Zum Beispiel darf man nie versuchen, einen Speisefett- oder Speiseöl-Brand mit Wasser zu löschen. Das würde zu einer ausgesprochen gefährlichen Fettbrandexplosion führen. Da sich auch nicht alle anderen Löschmittel für jede Art von Brand eignen, sind Brände in Brandklassen eingeteilt, die mit Grossbuchstaben gekennzeichnet werden. Dabei bedeutet:

A: Feststoffe
B: Flüssigkeiten
C: Gase
D: Metalle
F: Speisefette und Speiseöle

Auf allen Feuerlöschern und Feuerlöschsprays befindet sich eine Angabe, für welche Art von Bränden sie geeignet sind. Diese Kennzeichnung besteht in der Regel aus dem Buchstaben und einem Piktogramm. Bei eigenen Löschversuchen ist es also wichtig, den richtigen Feuerlöscher bzw. das richtige Feuerlöschspray zu verwenden.

Die verschiedenen Arten der Feuerlöscher

Handfeuerlöscher:

• Wasserlöscher
• Pulverlöscher
• Schaumlöscher
• CO2-Löscher
• Fettlöscher

Wasserlöscher eignen sich gut für brennende Feststoffe. Zum Löschen von Flüssigkeiten und Gasen sind sie ungeeignet, für Fettbrände dürfen sie auf keinen Fall verwendet werden.
Pulverlöscher sind zwar für zum Löschen von Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen geeignet, sie sollten aber besser nicht in geschlossenen Räumen verwendet werden. Die aus dem Löscher austretende Pulverwolke verteilt sich sehr schnell im Raum und erschwert die Orientierung. Außerdem dringt das Löschpulver noch in die kleinste Ritze ein. Daher ist der Schaden durch das Löschpulver oft höher als der durch die Flammen entstandene.
Schaumlöscher sind ideal für das Löschen von brennenden Festkörpern und Flüssigkeiten. Der Schaum legt sich auf den Brandherd, schneidet damit die Sauerstoffzufuhr ab und erstickt das Feuer. Als Rückstände bleiben nach dem Löschen nur geringe Feuchtigkeitsspuren übrig. Außerdem kann man mit dem Schaumstrahl gut zielen und ihn direkt auf den Brandherd lenken. So entstehen keine großen Schäden durch das Löschmittel.
CO2-Löscher sollten von Privatpersonen nicht in geschlossenen Räumen verwendet werden. Die Löschwirkung beruht darauf, dass das CO2 den Sauerstoff verdrängt und damit das Feuer erstickt. Aber leider kann auch der Löschende dabei ersticken, wenn er keine entsprechende Atemmaske trägt.
Fettlöscher sind zwar Speziallöscher zum Löschen von Fettbränden, sie können aber auch zum Löschen von brennenden Feststoffen oder Flüssigkeiten verwendet werden. Ihr Löschmittel enthält kein Wasser.

Feuerlöschsprays

Feuerlöschsprays werden immer beliebter, da sie eine Reihe von Vorteilen haben. Sie sind klein und handlich und können daher fast überall gelagert werden. Da sie wie normale Sprays funktionieren, kann jeder mit ihnen umgehen. Der einzige Nachteil besteht darin, dass ihre Löschleistung nicht ganz so gross ist wie die von Handfeuerlöschern. Auch Feuerlöschsprays werden für verschiedene Brandklassen hergestellt. Es gibt aber universell einsetzbare Feuerlöschsprays, mit denen auch Fettbrände gelöscht werden können.

Darauf sollten Sie bei eigenen Löschversuchen achten

Versuchen Sie nie ein schon voll entwickeltes Feuer zu löschen.
Halten Sie beim Löschen einen hinreichenden Sicherheitsabstand ein. Der Löschstrahl von Handfeuerlöschern und Feuerlöschsprays reicht mehrere Meter weit.
Sind mehrere Feuerlöscher oder Feuerlöschsprays vorhanden, verwenden Sie diese nach Möglichkeit gleichzeitig, nicht hintereinander.

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