Innenausbau

Alte Holztüren restaurieren

Wer ein altes Haus sein eigen nennt, oder über den Kauf eines solchen nachdenkt, hat sicher gute Gründe, sich für ein traditionelles Eigenheim statt für einen Neubau zu entscheiden. Viel spricht für ein wirklich altes Haus: die Wohnatmosphäre, die baulichen Gegebenheiten, die dazu verlocken, sich besondere Lösungen einfallen zu lassen und vielleicht auch ein alter, gewachsener Garten.

16 Juni 2015

Restaurieren statt neu kaufen

Viele der alten Baustoffe lassen sich zudem geschickt in die Renovierung einbringen. Ein Beispiel sind alte Holztüren, die man super restaurieren kann, um sie dann in der neuen Wohnung wieder zu verwenden. Sowohl die Türblätter als teilweise auch die Zargen lassen sich aufarbeiten. Das gibt dem Haus nicht nur etwas Einmaliges und Individuelles, sondern spart auch richtig Geld, denn Holztüren und vor allem die Zargen sind recht teuer. Da kommen im ganzen Haus schnell ein paar Tausender zusammen. Doch eine Restauration vom Fachmann kommt keinesfalls billiger. Sie liegt zwischen 800 und 1.200 Franken pro Tür.

Die Methoden des selbst Restaurierens

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Türen selbst wieder wie neu aussehen zu lassen. Dafür braucht man auch nicht allzu viel Vorwissen – nur Geduld und ein wenig Geschick. Meist sind viele Lackschichten aufgebracht worden, wobei oft die darunter liegende Schicht nicht entfernt wurde. Diese Lackmengen entfernt man am besten mit einem Heissluftgebläse und einer Spachtel. Man hält den Fön auf eine bestimmte Stelle. Diese bildet Blasen oder wird schwarz (je nach Lacksorte) und löst sich schliesslich vom Untergrund. Durch Schieben kann man nun die Lackschichten entfernen. Ist auf diese Art und Weise sämtliche alte Farbe verschwunden, kann man die Tür abschleifen, wobei zum Schluss ein ganz feines Schleifpapier zum Einsatz kommen sollte. Anschliessend wird das Holz versiegelt oder anderweitig veredelt, mit Wachs, Lasur, Beize oder Lack.

Eine andere Variante …

… ist das Ablösen der alten Farbschichten mit Abbeizer. Diese Lauge ist stark ätzend und sollte deshalb nur vorsichtig benutzt werden. Es gibt fertigen Abbeizer, aber man kann auch selbst welchen herstellen, in dem man Natronlauge (etwa 5-6 Esslöffel) und 3 EL Speisestärke in einen Liter Wasser gibt. Die Natronlauge erhält man in der Apotheke. Die Masse muss gelartig sein und wird mit einer Wurzelbürste aufgetragen. Dann mit der Spachtel abschaben, wobei die Farbe sich ablöst. Backofenspray geht wohl auch, denn dort ist ebenfalls Natronlauge beinhaltet. Das Holz wird dann mit Essig und Wasser gereinigt. Auch hier muss anschliessend geschliffen und neu veredelt werden.

Bei glatten Flächen kann man es auch mit dem Elektrohobel versuchen. Hier ist die Kunst, eine gleichmässige Fläche ohne Furchen zu hinterlassen.

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