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Modernes Wohnzimmer mit Wandkamin

Cheminéeofen richtig anfeuern

Um den Cheminéeofen richtig anzufeuern, bedarf es zunächst trockenen Brennholzes, das nicht zu kalt sein darf. Deshalb sollte es mindestens 24 Stunden vor dem Anfeuern im Innenraum gelagert werden, da zu kaltes oder gar gefrorenes Holz zu einer schlechten Wärmeausnutzung führt.

7 August 2015

Mindestens zehn Minuten nach dem Anfeuern sollte die Tür des Cheminéofens offen stehen bleiben, damit dem Holz genügend Sauerstoff zugeführt wird. Außerdem sollte stets nur so viel Holz verbrannt werden, wie vom Hersteller empfohlen. Das sind in der Regel etwa zwei bis drei Kilogramm Feuerholz pro Stunde. Für das richtige Anfeuern des Cheminéeofens gibt es zwei Methoden, die wir im Folgenden kurz vorstellen wollen.

Cheminéeofen klassisch anfeuern

Bei der klassischen Methode müssen zunächst die Primär- und Sekundärluft bis aufs Maximum geöffnet sein. Ist eine Drosselklappe am Ofen vorhanden, sollte diese ebenfalls vollständig geöffnet werden. Die Anzündwürfel werden auf den Rost gelegt und mit kleinen Holzstücken bedeckt. Danach folgen größere Holzscheite. Am tiefsten Punkt sollte die Anzündhilfe jetzt entzündet werden. Damit die Rauchgase nicht an der Sichtscheibe kondensieren, sollte diese nur angelehnt werden, sodass das Beschlagen der Scheibe verhindert wird.Ist die beim Anzündvorgang entstandene Feuchtigkeit entwichen, sollte die Feuertür geschlossen werden. Die Primärluft wird geschlossen, wenn der Ruß verbrannt ist. Dabei sollte der Schließvorgang kontinuierlich erfolgen. Die Flammen müssen währenddessen noch zu sehen sein. Die Sekundärluft bleibt dagegen offen, damit die Sichtscheibe nicht beschlägt.

Cheminéeofen emissionsarm anfeuern

Wer dagegen den Cheminéeofen emissionsarm anfeuern möchte, kann nach folgender häufig empfohlener Methode vorgehen. Sie eignet sich vor allem für Cheminéöfen mit einem oberen Abgasausgang und sorgt dafür, dass der Schadstoffausstoß deutlich verringert wird.

Zunächst werden Holzscheite im Brennraum locker übereinandergelegt. Den Grund bilden dickere Holzscheite, dünneres Holz kommt nach oben. Vier trockene Holzscheite werden als Anfeuerkonstrukt verwendet. Sie sollten ungefähr die Maße von 25 bis 33 Zentimetern in der Länge und einen Querschnitt von drei mal drei Zentimetern aufweisen. Diese vier Holzscheite werden über Kreuz aufeinandergelegt. Dadurch entsteht im unteren Bereich eine Lücke, in der sich die Anzündhilfe für den Cheminéeofen platzieren lässt.

Das so entstandene Anfeuerkonstrukt wird anschließend auf den bereits aufgeschichteten Holzstapel im Cheminéeofen gelegt und die Anzündhilfe entfacht. Auch hier sollte die Tür des Ofens für einige Minuten offen bleiben, um ausreichend Sauerstoff an das Feuer zu lassen.

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