Bauplanung & Bauleitung
Ausgebautes Dachgeschoss nach der Dachaufstockung

Dachaufstockung

Es gibt Situationen, da reicht der vorhandene, bis dato auch als grosszügig empfundene Wohnraum einfach nicht mehr aus. Sei es das Nachwuchs ansteht, die eigenen Eltern im Sinne eines Mehrgenerationenhauses in die eigenen vier Wände geholt werden sollen oder auch nur Platz für ein raumgreifendes Hobby benötigt wird – die Gründe für eine Vergrösserung des Wohnraumes können vielfältigster Natur sein.

22 November 2016

Bei einer Dachaufstockung wird das vorhandene Dach komplett angehoben um darunter entweder ein komplettes Geschoss zu errichten oder die Höhe des Dachgeschosses so zu erweitern, dass ein nutzbares Attikageschoss entsteht.

Da insbesondere in Ballungsgebieten die Fläche in der Horizontalen arg begrenz ist, bleibt für Erweiterungen oft nur der Weg nach oben. Eine Dachaufstockung durchzuführen ist eine ebenso interessante wie auch (vergleichsweise) günstige Alternative zu Anbauten auf der Fläche. In vielen Fällen ist die Bebauungsfläche begrenzt und die Dachaufstockung der einzige Weg um gestiegenen Platzbedürfnisse zu erfüllen. Doch auch bei der Dachaufstockung gibt es einige Hürden, die gekonnt umschifft werden wollen. Und wir zeigen, wie das geht!

Dachaufstockung – Gut geplant ist halb gebaut

Bevor fleissig der Hammer geschwungen und Stein auf Stein gesetzt werden kann, stehen bei einer Dachaufstockung sorgfältigste Planung und akkurate Recherche auf dem Programm. Fest steht ja bisher nur, dass das Haus um eine Etage erweitert werden soll. Wie dies ausgeführt werden wird, liegt dabei ganz am Bauherrn. Soll die neue Wohnfläche als Kinder- oder Arbeitszimmer dienen? Wie viele Quadratmeter werden durch die Dachaufstockung erschaffen und wie sollen diese zukünftig mit Stromanschlüssen versehen werden? Im Zuge der Energiespar-Gesetze ist unter Umständen auch eine spezielle Wärmedämmung in der neuen Etage einzuplanen. Da ein Dachausbau mit hohen Kosten einhergehen kann, sollte für die Planungsphase mindestens genauso viel Zeit investiert werden wie für den anschliessenden Bau.

Vorschriften, Regeln und Gesetze

Ein Haus aufstocken bedarf in der Regel eines Bauantrages. Damit man sich nicht in dem Geflecht aus rechtlichen und technischen Vorschriften verliert, ist in dieser Phase die Konsultation eines Architekten ratsam. Das Baurecht regelt im weiteren Verlauf, was bei der Dachaufstockung erlaubt und was untersagt ist. Vorschriften zu Raummindesthöhen, Brandschutz und Abstandsflächen sind unbedingt einzuhalten, will man nicht Gefahr laufen, dass seitens der Behörden keine Freigabe für das Projekt erfolgt. Auf kommunaler Ebene geregelt sind die zulässigen Geschosse, die auf das Haus gesetzt werden dürfen, die Dachneigung sowie die Traufhöhe. Auch ist es vorgeschrieben, wie Erker und Fenster hinsichtlich ihrer Grösse ausgelegt sein dürfen.

Dachaufstockung aus Holz

Eine Dachaufstockung hat Kosten in sich. Sowohl die Ausführung in Stein als auch in Holz kann das Budget ganz schön belasten. Warum wir trotzdem die Dachaufstockung mittels Holzrahmen empfehlen? Nun, Holz weist nicht nur eine hohe Festigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht auf, sondern wird auch mit einem hohen Vorfertigungsgrad ausgeliefert. So spart der Bauherr zum einen die Kosten für teure Verstärkungen am Gebäude, zum anderen können die Holzelemente in Trockenbauweise errichtet werden. Und dies spart Bauzeit und Baugeld! Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich bei der Dachaufstockung die Kosten deutlich senken – Holz ist als Baustoff einfach und auch von Laien problemlos als Baumaterial zu verwenden.

Dachaufstockung – das Fazit

Eine Dachaufstockung ohne Kosten gibt es nicht. Schnell kann eine fünfstellige Summe erforderlich sein, um dem Eigenheim eine weitere Etage zu spendieren. Mit sorgfältiger Planung im Vorfeld lassen sich viele Probleme bereits eliminieren, bevor sie entstehen. Ein Zurückgreifen auf Holz als Baustoff macht den Ausbau des Daches auch für Laien durchführbar.

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