Dach
Älteres Ziegeldach mit Moosbewuchs

Dachbeschichtung

Nach einigen Jahrzehnten eint jedes Dach das gleiche Schicksal. Spätestens dann, wenn Wassertropfen Ihren Weg ins Innere des Hauses finden, stehen Hausbesitzer vor der Entscheidung, das Dach zu sanieren – oder eine Dachbeschichtung aufzutragen. Das Verfahren der Dachbeschichtung ist schon seit langer Zeit bekannt, bekannt wurde es allerdings erst in den letzten Jahren.

23 März 2017

Bei einer Dachbeschichtung wird, anders als bei einer Dachsanierung, die bestehende Bausubstanz durch das Auftragen verschiedener Materialien neu versiegelt. Dies kann immense Kosten einsparen – leider aber auch verursachen, denn nicht immer sind die Anbieter von Dachsanierungen wirklich seriös und vom Fach. Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, worauf es bei einer Dachsanierung wirklich ankommt.

Für und Wider der Dachbeschichtung

Es gibt beim Thema Dachbeschichtung zwei Fraktionen. Die einen sind von der Methode vollkommen überzeugt und schwören auf die Einfachheit. Die anderen, und das ist immer noch die Mehrzahl, ziehen eine Sanierung, also den teilweisen oder kompletten Austausch von defekten Dachziegeln bzw. bei Flachdächern der Teerschicht vor. Das Hauptargument gegen eine Dachbeschichtung: Sie verlangt keinerlei nachgewiesene Qualifikation. Jeder kann prinzipiell eine Versiegelung des Daches vornehmen, ohne hierfür eine Ausbildung oder gar einen Meisterbrief sein Eigen nennen zu müssen. Dies öffnet schwarzen Schafen auf dem Anbietermarkt leider Tür und Tor. Für die Dachbeschichtung hingegen spricht, dass sie vergleichsweise günstig und schnell durchgeführt werden kann. Besitzer von Altbauten bemerken den Werterhalt des Hauses, wenn die Originalziegel durch eine neue Beschichtung erhalten bleiben können.

Was bewirkt eine Versiegelung?

Der Standard-Dachziegel ist bereits ab Werk mit einer Beschichtung versehen, die das Material vor Feuchtigkeit schützt. Im Laufe der Zeit verliert diese Beschichtung jedoch immer mehr an Stärke, löst sich und der Ziegelstein wird porös. Eine Dachversiegelung erneuert diese Schicht und sorgt dafür, dass Wasser von den Dachziegeln abperlt.

Sonderfall Flachdach

Flachdächer lassen sich besonders einfach versiegeln. Dauerhaften Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit bieten Flüssigkunststoffe. Diese werden als dünne Schicht auf das Dach aufgetragen, trocknen dort und bilden eine langlebige Schicht, bei der Wasser keine Chance mehr hat.

Wie macht sich eine Beschichtung bemerkbar?

Optisch werden Sie nichts von der Dachbeschichtung merken. Die aufgetragene Schicht ist so dünn, dass sie mit blossem Auge nicht sichtbar ist. Was Sie aber merken werden, ist die stets saubere Regenrinne. Da Wasser keine Chance mehr hat, sich in den Ziegel festzusetzten, werden Schmutz, Moos und Mikroorganismen bei jedem Regenguss einfach von der Oberfläche fortgespült.

Wann ist es zu spät für eine Dachversiegelung?

Wenn sich bereits Ziegel vom Dachstuhl gelöst haben oder so defekt sind, dass auch die beste Versiegelung keinen Effekt mehr zeigt, ist es Zeit für eine Dachsanierung. Bei Flachdächern gilt ähnliches. Ist hier das Dach so in Mitleidenschaft gezogen, dass es Löcher aufweist oder der ursprüngliche Belag bereits Blasen wirft, kommen Sie um eine Dachsanierung oder gar den kompletten Austausch des Daches nicht mehr drum herum.

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