Gebäude & Energie
EPS Dämmplatten

Das Haus sanieren und Energiekosten einsparen

Ein neuer Farbanstrich sorgt bei älteren Gebäuden für Glanz. Wer jedoch darauf Wert legt, Komfort, Energiebilanz und Wohnqualität zu steigern, greift auf die energetische Sanierung eines Hauses zurück. Unter bestimmten Voraussetzungen werden Energiesparinvestitionen finanziell unterstützt

3 Juni 2016

Allein der Betrieb von Gebäuden macht ungefähr die Hälfte des Energieverbrauchs in der Schweiz aus. Die meisten bestehenden Häuser sind bereits älteren Datums und bieten mit der Sanierung oftmals eine praktische Gelegenheit, in gleichem Zuge Massnahmen zu treffen, die den Energieverbrauch dezimieren. Hauseigentümer profitieren mehrfach, wenn sie ihr Haus sanieren: Bauliche Massnahmen an der Substanz des Gebäudes steigern einerseits den Wert und verringern Energiekosten andererseits. Ferner kann in Abhängigkeit von bestimmten Sanierungsmassnahmen ein Antrag für Förderbeiträge beim Bund oder Kanton initiiert werden.

Ein Haus zu sanieren wird finanziell und fachlich unterstützt

Jene, die ihr Haus sanieren möchten, stehen finanziell und fachlich nicht alleine da. Die Energiefachstellen der Kantone und Gemeindebauämter halten genauso wie Interessensgemeinschaften oder Berufsverbände Informationen bereit und bieten ausführliche Beratungen an. Vorranging wird dabei auf Handlungsmöglichkeiten und bestimmte Sanierungsmassnahmen aufmerksam gemacht. Einen verständlichen und übersichtlichen Einstieg verschafft beispielsweise der Bauherrenordner, der vom Bundesamt für Energie (BFE) veröffentlich und zum Herunterladen bereitgestellt ist.

Die Vorteile ein Haus zu sanieren

Beinah um ein Drittel kann der Heizwärmebedarf verringert werden, wenn die Aussenwände einer energetischen Sanierung unterzogen werden. Heute wird dieses Einsparpotential als Faustregel angesehen und gilt für bereits bestehende Wohngebäude. Schon ab vierzehn Zentimeter starken Wärmedämmschichten werden Gesetzesvorschriften erfüllt. Bei Gebäuden des Minergie-Konzepts genügen weniger als zwanzig Zentimeter. Mit der Installation von neuen Fenstern werden Wärmeverluste punktuell um fünfundzwanzig Prozent reduziert. Um allfälligen Bauschäden aus dem Wege zu gehen, werden sogenannte „flankierende Massnahmen“ bei einem Fensterersatz empfohlen. Denkbar sind dabei der Einbau einer Wohnungsentlüftungsanlage oder weitere Sanierungsschritte an der Fassade. Berücksichtigt werden muss, dass ein Haus zu sanieren Einfluss auf den Leistungsbedarf der Heizung hat. Oftmals kann der Heizungsersatz mit den Dämmmassnahmen einhergehen: Der verringerte Energiebedarf hat zur Folge, dass die neue Heizungsanlage einer kleineren Leistungskategorie gewählt werden kann.

Eine Kombination mehrerer Energiequellen ist möglich

Das vom Bund und der Kantone organisierte Gebäudeprogramm bezuschusst Sanierungsmassnahmen, wenn Sie ihr Haus sanieren und entsprechende Voraussetzungen bei der Gebäudeerneuerung erfüllen. Zurzeit wird verlangt, dass Massnahmenkombinationen an der Gebäudehülle beziehungsweise am Dach erfolgen oder ein Fensteraustausch realisiert wird, wenn Eigentümer ihr Haus sanieren. In Ergänzung dazu haben Kantone – darunter Bern – ein eigenes Förderprogramm auf die Beine gestellt. Hier wird nicht nur eine Verbesserung der Energieeffizienz verlangt, sondern auch die Ausstellung eines Gebäudeenergieausweises gefordert. Explizit werden Investitionen in erneuerbare Energie gefördert, was sich auf Gebäudeheizungen, die Warmwasseraufbereitung oder den Austausch von Elektroheizungen erstreckt. Bestehende Gebäude können mit den geförderten Sonnenkollektoren ausgestattet und mit Holzfeuerungen, Wärmepumpen, Öl- und Erdgasheizungen beim Heizungsersatz einfach kombiniert werden.

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