Gebäude & Energie
Funktionsweise Wärmepumpe

Die Wärmepumpe eine gute Alternative?

Viele Häuselbauer suchen nach einer ökologischen Heizquelle und oft kommt die Wärmepumpe in das Gespräch. So wird oft die Frage gestellt: Lohnt sich eine Wärmepumpe? Die Antwort der Heizungsexperten ist oft: Es kommt darauf an...

11 Januar 2016

Zur Wärmepumpe gibt es Befürworter und Gegner. Ein Contra der Wärmepumpe ist der Strom Verbrauch. Hier schneidet die Wärmepumpe als Heizung oft schlecht ab. Im Gegensatz zu anderen Heizungen mit regenerativer Energie. So ist die Ökobilanz der Wärmepumpe relativ schlecht aus. In der Praxis oft nicht besser als eine Gasheizung. Der Vorteil der Wärmepumpe als Heizung liegt nur darin im Betrieb mit purem Öko-Strom.

Wie stellt sich die Situation in der Schweiz dar?

Im Moment existieren in der Schweiz über 200.000 Elektro-Wärmepumpen. Diese produzieren etwa 5.000 GWh Wärme pro Jahr. Dabei werden rund 1.600 GWh Strom verbraucht. Jedoch wird sich der Anteil der Wärmepumpen in der Schweiz erhöhen. So werden es wahrscheinlich im Jahr 2020 über 400.000 Wärmepumpen im Betrieb sein. Diese werden etwa 4 % des Schweizers Stromverbrauchs benötigen. Die Wärmepumpe kann effektiv sein, wenn zusätzlich Sonnenenergie oder Holz genutzt wird. Der Einsatz einer Wärmepumpe stellt auch eine hohe Anforderung an das Gebäude. So muss die Gebäudehülle hoch wärmegedämmt sein und sollte über eine Komfortlüftung verfügen. Das wird oft nur in Minergie, Minergie-P oder Minergie-A erfüllt.

Welche Förderprogramme existieren in der Schweiz?

In der Schweiz wird die Umstellung auf eine Wärmepumpe gefördert. Dafür zuständig sind die Kantone. Im Vordergrund dieser Förderung steht die Energieeffizienz zur Sole-Wasser oder Wasser-Wasser Wärmepumpen. Jedoch ist das von Kantonen zu Kantonen unterschiedlich. So gibt es Kantone, diese fördern nur Luft-Wasser-Wärmepumpen, wenn keine Erdwärmesonden abgeteuft werden. Andere Kantone besitzen Förderprogramme für Luft-Wasser-Wärmepumpen auch dann, wenn elektrische Heizungen ersetzt werden. Jedoch werden oft Wärmepumpen für einen Neubau nicht gefördert. Dann gibt es einige Fördermöglichkeiten durch Gemeinden, Energieanbieter und Banken.

Unser Vorschlag: Welche Fördermöglichkeiten genutzt werden können, das muss jeder Hauseigentümer vor Ort nachfragen. Durch die unterschiedlichen Arten der Förderung ist eine Gesamtübersicht nicht möglich.

Mit welcher Heizung kann die Wärmepumpe kombiniert werden?

Der Einsatz von Sonnenenergie ist eine Möglichkeit der Kombination mit einer Wärmepumpe. Diese Solartherme dient zur Produktion des Warmwassers und unterstützt die Heizung. Die Photovoltaik Anlage produziert Energie und hier gibt es den Idealfall, dass die Energiebilanz der Wärmepumpe über das Jahr betrachtet bei 0 kWh liegt.

Auch eine Holzheizung kann eine sinnvolle Kombination mit einer Wärmepumpe ergeben. So sorgt ein Cheminéeofen für eine rasche Temperaturanhebung. Das ist gerade bei kalten Temperaturen sehr wirkungsvoll und effizient.

Zusammenfassung: Die Hausbesitzer die eine Wärmepumpe als Heizung in Bedacht ziehen, müssen erst in die Wärmedämmung ihres Hauses investieren. Eine Wärmepumpe ist nur dann sinnvoll, wenn der Wärmebedarf optimiert wurde. Dafür eignen sich weitere Heizungen wie Sonnenenergie oder Holzheizungen.

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