Fenster
Ein Mann tauscht Fenster aus

Fenster austauschen

Nach mehreren Jahrzehnten im Einsatz kommen Hausbesitzer nicht drum rum: Fenster austauschen ist immer dann angesagt, wenn es in der Wohnung zieht, sich Feuchtigkeit bildet oder die Fensterrahmen marode werden.

15 November 2016

Auch im Sinne der Energieeinsparung kann es sinnvoll sein, alte Fenster gegen moderne Kunststofffenster auszutauschen. Auch klassische Holzfenster liegen wieder voll im Trend – sind sie doch langlebig, hochwertig und optisch ansprechend.

Warum sollten Fenster überhaupt getauscht werden?

Alte Fenster aus vergangenen Jahrzehnten haben vor allem zwei Probleme. Sie sind wenig lärmdämmend und kaum bis gar nicht gegen Energieverlust geschützt. In den vergangenen Jahren hat die technische Entwicklung auch beim Thema Fenster enorme Fortschritte gemacht. Eine Doppelverglasung, die vor 20 Jahren aktueller Stand der Technik war, lässt sich mit heutigen, doppelt verglasten Fenstern aus Kunststoff kaum noch vergleichen. Moderne Fenster überzeugen vor allem durch ihr Energiesparpotential. Als Beispiel sei hier das typische Einfamilienhaus mit einer Fensterfläche von rund 40 qm genannt. Moderne, doppelt verglaste Kunststofffenster können hier im Gegensatz zu ihren alten Pendants jährlich bis zu 500 Liter Heizöl sparen. Werden die teureren, aber noch effizienteren Fenster mit Dreifachverglasung gewählt, lassen sich sogar bis zu 700 Liter Heizöl sparen.

Moderne Fenster: Licht und Schatten

Keine Frage, moderne Fenster bringen einiges an Lebensqualität mit sich. Die isolierten Fensterrahmen sind so perfekt abgedichtet, dass die Bewohner keinerlei Durchzug mehr ertragen müssen. Auch Straßenlärm wird kompromisslos gut aus den eigenen vier Wänden ferngehalten. Allerdings ist die Bauweise moderner Fenster so perfektioniert, dass die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Wohnung steigt. Das wäre nicht dramatisch, wenn Luft nicht die Eigenschaft hätte, an den kühlsten Stellen zu kondensieren – und dort zu gesundheitlich bedenklicher Schimmelbildung führt. Experten empfehlen daher, gleichzeitig mit dem Einbau moderner Hochleistungsfenster immer auch die Fassade mit zu sanieren. So kann das Gemäuer auf guten Luftaustausch ausgelegt werden und die Nachteile, die durch moderne Fenster entstehen, vollständig kompensieren.

Kunststofffenster

Die auf dem Rohstoff Erdöl basierenden Fenster wären eigentlich das absolute Optimum. Sie sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung, extrem effizient in Punkto Wärme- und Schallisolierung und hochgradig witterungsbeständig. Leider ist das eingangs erwähnte Ausgangsmaterial auch der große Nachteil von Fenstern aus Kunststoff. Die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Erdöl sowie die Entsorgung von Nebenprodukten und ausgedienten Fenstern ist stark umweltbelastend.

Holzfenster

Fenster aus Holz sind bei vielen Bauherren, die Wert auf ein naturnahes Heim legen, erste Wahl. Holzfenster bestehen aus einem natürlichen Rohstoff, der, wenn er zertifiziert und kontrolliert angebaut und gewonnen wird, nur minimale Auswirkungen auf die Umwelt hat. Die Eigenschaften der Fenster in puncto Lärmschutz und Isolierung stehen etwas hinter denen von Fenstern aus Kunststoff zurück, allerdings muss dies kein Nachteil sein! Durch die verbesserte Luftzirkulation ist häufig keine Sanierung der Fassade notwendig. Preislich gesehen liegen Fenster aus Holz fast immer über den Alternativen aus Kunststoff.

Fenster austauschen – Das sollten Sie beachten

Wenn bei Ihnen das Fenster austauschen ansteht, sind folgende Punkte immer mit in die Planung einzubeziehen:

  • Legen Sie im Vorfeld ein Konzept für den Austausch der Fenster fest. Lassen Sie sich hier gründlich beraten, eine falsche Strategie oder ein planloses Vorgehen wird Sie mehr kosten als Ersparnisse bringen!
  • Bedenken Sie bei dem Einbau moderner Fenster immer die Möglichkeit der Schimmelbildung. Falls nötig, ziehen Sie eine Fassadensanierung mit in die Planungen ein. Auch die Installation von Feuchtigkeitssensoren kann Schimmelbildung bereits im Vorfeld verhindern.
  • Fenster austauschen ist ein recht teures Projekt. Kaufen Sie daher nicht beim erstbesten Händler, sondern holen Sie sich immer mehrere Angebote ein. Nur so können Sie optimal vergleichen und den besten Preis rausholen.
  • Erarbeiten Sie Ihr Konzept in allen Details. Abschließbare Fenster oder die Einbauhöhe der Fenstergriffe dürfen keinesfalls vergessen werden. Je gründlicher Sie vorarbeiten, desto weniger Fehler entstehen während der Sanierungsphase.
  • Sofern Sie eine Firma mit dem Austauschen der Fenster beauftragen, achten Sie auf das Vertragswerk. Versteckte Klauseln können das Projekt teurer machen als geplant.
  • Holen Sie sich Unterstützung vom Profi. Architekten kennen alle Schwierigkeiten beim Fenster austauschen – und helfen Ihnen bei auftretenden Problemen

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