Gebäude & Energie
Wasseraufbereitung

Fischer Haustechnik

Das Unternehmen Fischer Haustechnik aus Interlaken beschäftigt sich mit Heizungen und Sanitär, Solaranlagen und Wellnessbereichen sowie Wohnraumlüftungen und Minergiebauten. Doch spezialisiert hat man sich auf den Neu- bzw. Umbau von Restaurationsgebäuden und Hotels. Auch die Vermittlung von Liegenschaften fällt in den Arbeitsbereich der Firma.

23 Dezember 2014

Ein grosses Thema für alle Haustechnik-Firmen in der Schweiz ist die Wasseraufbereitung- bzw. Entkalkung. Der Hintergrund: die Schweiz wird das Wasserschloss Europas genannt – und kann mit einer herausragenden Wasserqualität punkten. Doch es ist meist sehr kalkhaltig. Die Härtegrade sind unterschiedlich, je nachdem, wo der Kunde innerhalb des Landes wohnt. Gemessen wird in der Schweiz in Grad französischer Härte (°fH). Folglich entstehen diese Härtegrade:

Härtebereich 1: Weiches Wasser zwischen 0 und 12 °fH

Härtebereich 2: mittelhartes Wasser zwischen 13 und 20 °fH sowie

Härtebereich 3: hartes Wasser zwischen 21 und 46 °fH

Hohe Kalkkonzentrationen sind für die Geräte im Haus schädlich, denn die Ablagerungen führen zu hohen Wartungs-und Reparaturkosten für Waschmaschine und Co. Ausserdem steigt der Energieverbrauch an. Deshalb ziehen manche Kunden es vor, eine Wasserenthärtungsanlage installieren zu lassen, die dieses Problem zentral für das ganze Haus löst.

So kann der Energieverbrauch von Boilern und ähnlichen Geräten gesenkt werden, ohne dass es einen Verlust an Komfort gibt. Ist eine solche Anlage fachmännisch eingebaut und wird regelmässig gewartet, hat sie nicht nur die o.g. Vorteile, sondern kommt auch selbst mit einem geringen Unterhalt für die Anlage aus.

Möglich sind dabei aktuell zwei Systeme: Die Wasserenthärtung kann durch Ionentausch erfolgen oder auf physikalischem Weg. Ersterer ist üblicher. Denn hier werden durch eine simple chemische Gleichgewichtsreaktion Calcium und Magnesium im Wasser durch Natrium ausgetauscht. Das mit Natrium-Ionen angereicherte Material wird vom Wasser durchflossen, und der Austausch erfolgt.

Die physikalische Form der Wasserenthärtung spaltet die Meinungen der Experten. Zu Grunde liegen elektromagnetische, galvanische und elektronische sowie permanentmagnetische Vorgänge, wobei die Wirksamkeit noch nicht bewiesen werden konnte.

Egal wie: solche Geräte zur Wasserenthärtung müssen in die Zuleitung des Wasserwerks am oder im Haus eingebaut werden und erfordern deshalb deren Genehmigung. Dass nur ausgebildete Fachleute den Einbau vornehmen dürfen, versteht sich von selbst. Bei einem Einfamilienhaus liegen die Kosten bei etwa 3.000 bis 5.000 Franken. Der Wohlfühleffekt ist jedoch ungleich höher, und die längere Lebensdauer der Geräte dankt es Ihnen zusätzlich.

TEILEN:

Kommentar verfassen