Gebäude & Energie
Holzpellet Heizung spart Geld

Holz-Heizung: Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz oder…?

Denkt man über eine Holz-Heizung zur Beheizung einer Immobilie nach, kommen verschiedene Systeme in Frage: Der Brennstoff „Holz“ wird in Form von Pellets, Hackschnitzeln, Scheitholz und Holzbriketts angeboten. Die verschiedenen Arten der Holz-Heizung unterscheiden sich unter anderem in den Investitions- und Betriebskosten sowie im Platzbedarf für den Brennstoff.

12 Oktober 2014

 

Die verschiedenen Brennstoffe der Holz-Heizung

Hackschnitzel sind im Prinzip nichts anderes als zerkleinertes Holz. Restholz wird dafür durch einen Hacker gejagt und kommt in Form kleiner Holzteile heraus. Pellets sind dagegen Holzstäbchen. Bei der Produktion werden Holzschnipsel wie beispielsweise Sägespäne in Stabform gepresst. Die grössere Variante der Pellets sind Holzbriketts. Scheitholz ist schliesslich der Klassiker unter den Brennstoffen für die Holz-Heizung. Im Vergleich zu Pellets haben Hackschnitzel einen geringeren Energiegehalt. Pellets sind also tendenziell der effizientere Brennstoff für eine Holz-Heizung. Ihr Energiegehalt gleicht in etwa dem eines halben Liters Heizöl. Im Vergleich zu Hackschnitzeln benötigen Pellets auch weniger Lagerraum, sind aber tendenziell teurer. Aktuelle Preise für Holzbrennstoffe gibt es auf der Website des Dachverbands der Waldeigentümer (wvs.ch). Weitere Informationen über die verschiedenen Holzbrennstoffe bietet Holzenergie Schweiz.

Holz-Heizung und Holz-Heizung im Vergleich

Sowohl Pellets- als auch Hackschnitzel-Heizungen sind Varianten der Holz-Heizung, bei denen der jeweilige Brennstoff automatisiert vom Lager in den Brenner transportiert werden kann. Möglich sind vor allem bei Pellets sowohl Zentralheizungen als auch Einzelöfen für die Wärmeversorgung des Hauses. Fürs Scheitholz bietet sich zusätzlich die Verbrennung im offenen Kamin an. Neben der Holz-Heizung, die nur eine bestimmte Variante des Holzbrennstoffs verbrennt, gibt es Kombi-Heizungen, die etwa Pellets und Hackschnitzel verbrennen. Als Kostenbeispiel nennt der Verband Gebäudeklima Schweiz für die mit Pellets befeuerte Holz-Heizung eines Einfamilienhauses in der Onlinebroschüre „Bauherren-Info Holzheizungen“ 20’000 bis 25’000 Franken.

Wer überlegt, sich eine Holz-Heizung anzuschaffen, sollte auch recherchieren, ob er Chancen auf Förderung durch die Kantone hat. Kombinieren kann man die Holz-Heizung beispielsweise mit einer Solarthermie-Anlage. So ist eine besonders energieeffiziente Heizungsvariante möglich. Allerdings wird hier auf jeden Fall ein Pufferspeicher benötigt, der erwärmtes Wasser auf Vorrat hält. Wichtig: Damit eine Holz-Heizung betrieben werden darf, muss sie eine brandschutztechnische Zulassung besitzen und zudem den Regeln der aktuellen Luftreinhalteverordnung genügen.

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